Sorger: Auch bei freiwilligem Sozialdienst würde Österreich Kostenlawine drohen

Expertise der Universität Wien zeigt: Hundstorfer-Modell um mindestens 50% teurer als behauptet

Wien (OTS) - Zur Expertise der Universität Wien von Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Mazal und Dr. Andreas Baierl über die Kosten des Zivildienstes und des freiwilligen Sozialen Jahres stellt "Einsatz für Österreich"-Obmann Dr. Veit Sorger fest: "Auch das Hundstorfer-Modell für einen bezahlten Freiwilligendienst käme um mindestens 120 Millionen Euro bzw. rund 50% teurer als behauptet. Die Bevölkerung wird mit Zahlenspielereien und Schönrechnen gezielt getäuscht."

Dabei seien laut Studie zusätzliche Mehrkosten durch eine um 25% höhere Jahresarbeitszeit von Zivildienern im Vergleich zu Beschäftigten des Sozialen Jahres (+ 52,7 Mio.), Rekrutierungskosten für Beschäftigte des Sozialen Jahres (+ 8,6 Mio.) sowie erhöhte Kosten für die Abdeckung von Tätigkeiten außerhalb des Gesundheits-und Sozialbereichs (+ 26,6 Mio.), die bisher von Zivildienern übernommen werden, noch gar nicht erst berücksichtigt.

Keine Experimente mit unserer Sicherheit, unserem Sozialbereich und unserem Geld

Das SPÖ-Modell bringe damit sowohl beim Heer als auch im Sozialbereich eine massive, in ihren Konsequenzen noch kaum abschätzbare Kostenlawine, kritisiert Sorger. "Es wäre ein hochriskantes Experiment mit unserer Sicherheit, mit unserem Sozialbereich und mit unserem Geld."

Der "Einsatz für Österreich"-Obmann verweist insbesondere auf die unkalkulierbaren Risiken hinsichtlich der Leistungserbringung: "Was, wenn wir in einem Jahr nicht genug Freiwillige haben? Was sagen wir den Rettungsorganisationen und Pflegeeinrichtungen - und vor allem den Menschen, die auf sie angewiesen sind?" Wehrpflicht und Zivildienst garantierten im Vergleich dazu sichere Leistungen zu kalkulierbaren und vertretbaren Kosten.

Funktionierendes System nicht abschaffen, sondern weiterentwickeln

"Auf undurchsichtigen und unseriösen Zahlenspielereien lässt sich auch keine soziale Sicherheit bauen. Es gibt heute keine ernsthafte Alternative zu Wehrpflicht und Zivildienst für Österreich. Schaffen wir unser funktionierendes österreichisches System nicht ab, sondern arbeiten wir gemeinsam an seiner Weiterentwicklung und Verbesserung", appelliert Sorger.

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