KURIER: Fischer rügt Ackerl

Bundespräsident spricht von "bedauerlicher Entgleisung"

Wien (OTS) - Der Nazi-Vergleich von Oberösterreichs SPÖ-Chef Josef Ackerl empört nicht nur die ÖVP, sondern auch den Bundespräsidenten. Heinz Fischer sagte zum KURIER (Freitag-Ausgabe): "Die Behauptung von Landeshauptmann-Stellvertreter Ackerl, wonach die Verpflichtung zum Wehrdienst eine Idee des Nationalsozialismus sei, ist eine bedauerliche Entgleisung", die außerdem "völlig unhistorisch" sei. Die moderne Form der Wehrpflicht sei in Europa mehr als 200 Jahre alt - "und in Österreich ist die Wehrpflicht nach Abschluss des Staatsvertrages von einem demokratisch gewählten Parlament durch ein Verfassungsgesetz beschlossen worden". Fischer appelliert erneut, "in den Debatten rund um die Volksbefragung ein Minimum an Fairness von allen Seiten einzuhalten". Auch SPÖ-Geschäftsführer Günther Kräuter kritisiert Ackerl: "Natürlich ist die Empörung der ÖVP politisch motiviert. Ich hätte das aber nicht so formuliert, wie das Ackerl getan hat. Solche Vergleiche sind immer problematisch."

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