- 10.01.2013, 17:37:08
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KURIER: Fischer rügt Ackerl
Bundespräsident spricht von "bedauerlicher Entgleisung"
Utl.: Bundespräsident spricht von "bedauerlicher Entgleisung" =
Wien (OTS) - Der Nazi-Vergleich von Oberösterreichs SPÖ-Chef Josef
Ackerl empört nicht nur die ÖVP, sondern auch den Bundespräsidenten.
Heinz Fischer sagte zum KURIER (Freitag-Ausgabe): "Die Behauptung von
Landeshauptmann-Stellvertreter Ackerl, wonach die Verpflichtung zum
Wehrdienst eine Idee des Nationalsozialismus sei, ist eine
bedauerliche Entgleisung", die außerdem "völlig unhistorisch" sei.
Die moderne Form der Wehrpflicht sei in Europa mehr als 200 Jahre alt
- "und in Österreich ist die Wehrpflicht nach Abschluss des
Staatsvertrages von einem demokratisch gewählten Parlament durch ein
Verfassungsgesetz beschlossen worden". Fischer appelliert erneut, "in
den Debatten rund um die Volksbefragung ein Minimum an Fairness von
allen Seiten einzuhalten". Auch SPÖ-Geschäftsführer Günther Kräuter
kritisiert Ackerl: "Natürlich ist die Empörung der ÖVP politisch
motiviert. Ich hätte das aber nicht so formuliert, wie das Ackerl
getan hat. Solche Vergleiche sind immer problematisch."
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