FP-Haslinger: Suchttherapie darf nicht zum lukrativen Geschäft für einige Ärzte werden

Unkontrollierte Verschreibungspraxis in Wien unterstützt den Substitutionshandel!

Wien (OTS/fpd) - Der bekanntgewordene Fall der Wiener Ärztin, die seit Jahren Substitutionsmittel in überdimensionalen Dosen verschrieben haben soll, wirft die Frage auf, welche Kontrolleinrichtungen dabei versagt haben. Denn wie kann es sein, dass eine Ärztin, die offenbar zur Substitutionsbehandlung ermächtigt wurde, psychotrope Stoffe in einer nicht rechtfertigbaren Anzahl verschreiben konnte. Die Ärztin verdient nicht an den Medikamenten sondern an den Privatrezepten (9800). Die Suchtkranken zahlen dafür 10 bis 40 Euro pro Rezept. Auch die in der Therapie vorgesehenen Gespräche, die ca. eine Stunde dauern sollten, wurden laut Bericht verrechnet, aber bei den Einvernahmen der Suchtkranken nicht bestätigt. Es wird ein Schaden von ca. 100.000 Euro vermutet. Zu befürchten ist allerdings, dass mit der Frau Doktor nicht das einzige "schwarze Schaf" aufgeflogen ist, sagt heute der Gemeinderat der FPÖ-Wien, LAbg. Gerhard Haslinger.

Die Stadt Wien ist daher dringend aufgefordert, Maßnahmen zu ergreifen, damit diesem Geschäft mit dem "Tod auf Zeit" ein Riegel vorgeschoben wird. Die FPÖ fordert unter anderem, dass in den Einrichtungen der Suchthilfe Wien auch Erkenntnisse eingeholt werden, wann und wie lange das Therapiegespräch abgehalten und von welchem Arzt dies durchgeführt wurde sowie das absolute, unter Strafe gestellte Verbot von Privatrezepten in der Suchtbehandlung, so Haslinger.

Durch dieses unverantwortliche Verhalten gelangen weit mehr Substitutionsmittel - in der Szene "Substi" genannt - in Umlauf, als erforderlich. Dies führt auch dazu, dass viele Süchtige aus halb Österreich nach Wien pilgern, um sich die Medikamente bei Wiener Süchtigen zu besorgen. Diese kaufen sich wiederum am Schwarzmarkt illegale Drogen, wie z.B. Heroin. Derart verantwortungslose Menschen, wie die Frau Doktor unterstützen den Suchtmittelmissbrauch, anstatt an der Bekämpfung daran mit voller Kraft mitzuarbeiten, kritisiert Haslinger abschließend. (Schluss) hn

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