• 09.01.2013, 16:20:47
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Johanna Schwanberg neue Leiterin des Wiener Dommuseums

Die Wiener Kunstwissenschaftlerin soll ab März für die vielschichtige Sammlung aus Domschatz, Nachkriegsavantgarde und Gegenwartskunst ein neues Konzept entwickeln.

Utl.: Die Wiener Kunstwissenschaftlerin soll ab März für die
vielschichtige Sammlung aus Domschatz, Nachkriegsavantgarde
und Gegenwartskunst ein neues Konzept entwickeln. =

Wien (OTS) - Wien 09.01.2013 (PEW) Neue Leiterin des Dommuseums der
Erzdiözese Wien wird per 1. März 2013 die Wiener Kunst- und
Literaturwissenschaftlerin Johanna Schwanberg. Das Dommuseum, das
seit Herbst 2012 umgebaut wird, wird zwar voraussichtlich noch bis
2015 geschlossen bleiben. Die Kür einer neuen Leiterin ist aber
dennoch schon jetzt erfolgt, um ihr die Entwicklung eines
Museumskonzepts zu ermöglichen, das in den von Architekt Boris
Podrecca geleiteten Umbau einfließen soll.

Johanna Schwanberg folgt Bernhard Böhler nach, der von 2007 bis 2012
das Dommuseum geleitet hat. Ihrer Ernennung ging ein intensiver
Ausschreibungs- und Auswahlprozess voraus, der von der
internationalen Personalagentur Egon Zehnder pro bono unterstützt
wurde.

Zu ihren künftigen Aufgaben gehört auch die Leitung der Sammlung Otto
Mauer, der von Prälat Otto Mauer (1907-1973) angelegte Bestand von
etwa 3000 Werken der österreichischen Nachkriegsavantgarde im Besitz
des Dommuseums.

Das Dommuseum am Wiener Stephansplatz stellt mit dem weiten Bogen
seiner Exponate - von den Kostbarkeiten des Domschatzes, unter
anderem dem Bildnis Rudolfs IV. von 1360, das als ältestes
Herrscherporträt des christlichen Europa gilt, bis zur
Otto-Mauer-Sammlung und Werken der Gegenwartskunst - eine der
bedeutendsten und vielschichtigsten Sammlungen sakraler Kunst in
Österreich dar.

"Wir sind überzeugt, mit Johanna Schwanberg die richtige Person
gefunden zu haben, um die Vielseitigkeit unseres Museumsbestandes zum
Klingen zu bringen", so der Generalvikar der Erzdiözese Wien,
Nikolaus Krasa. "Johanna Schwanberg versteht es, Kunstvermittlung mit
Kulturwissenschaft und dem Dialog mit den Kunstschaffenden des 21.
Jahrhunderts zu verbinden."
Johanna Schwanberg: "Es ist für mich eine Herausforderung, im Zentrum
von Wien ein architektonisch wie inhaltlich neu gestaltetes Museum im
Spannungsfeld von Kunst, Kirche und Gesellschaft aufzubauen.
Besonderen Reiz sehe ich in der Möglichkeit kunstgeschichtliche
Exponate aus dem Domschatz, Avantgarde-Werke aus der Otto Mauer
Sammlung und künftig auch ganz junge, gegenwärtige Kunst miteinander
in Beziehung zu setzen."

Lehrende an der KTU Linz und der Universität für angewandte Kunst

Mag. Dr. Johanna Schwanberg hat in Wien Kunstgeschichte,
Kunsterziehung und Deutsche Philologie studiert und unter anderem als
Kunstkritikerin (Parnass, FURCHE, Die Presse u.a.) und
Sendungsgestalterin (u.a. für Ö1) gearbeitet. An der
Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz (KTU) war sie
Universitätsassistentin mit besonderer Lehrbefugnis ("Docens
Ordinarius") ; von 2011 an hatte Johanna Schwanberg auch Lehraufträge
an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Sie hat als
Kuratorin und wissenschaftliche Mitarbeiterin bei zahlreichen
Ausstellungs-, Publikations- und Symposiumsprojekten für diverse
Museen und wissenschaftliche Institutionen gewirkt (u.a. Albertina,
Belvedere, MUMOK, Lentos, Akademie der Wissenschaften, MACBA,
Institute for Contemporary Art Palm Beach); spezialisiert auf die
Beziehung zwischen Wort- und Bildkunst und die österreichischen
Nachkriegsavantgarden. Gemeinsam mit der Leiterin Monika Leisch-Kiesl
hat sie das Institut für Kunstwissenschaft und Philosophie der KTU
Linz aufgebaut.
Johanna Schwanberg ist seit 2007 Mitglied des Kuratoriums des Otto
Mauer Fonds (einer Stiftung der Erzdiözese Wien), seit 2012
Vorstandsmitglied. Seit 2009 ist sie ständiges Jurymitglied für die
Vergabe des Otto Mauer Preises für bildende Kunst. Seit dem Jahr 2000
ist Schwanberg mit dem Radiojournalisten Klaus Webhofer verheiratet;
sie sind Eltern einer Tochter und eines Sohns.

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