• 09.01.2013, 09:19:06
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Kleinwasserkraft - Bestandsaufnahme zu Jahresbeginn!

Licht und Schatten bei Stromabnahmepreisen

Utl.: Licht und Schatten bei Stromabnahmepreisen =

Wien (OTS) - Zu Beginn des Jahres 2013 zieht Kleinwasserkraft
Österreich Bilanz. Etwa 2.790 Kleinwasserkraftwerke liefern in
Österreich sauberen Strom und decken damit fast 10% des
Österreichischen Jahresbedarfs. Österreichische Herstellerfirmen
gehören mit Ihrem Know-how zur Weltspitze und bringen wertvolle
Arbeitsplätze.

Tarifförderung brachte 2012 Bewegung in Revitalisierung

Während die neu geschaffene Möglichkeit auf eine Tarifförderung im
Ökostromgesetz Projektumsetzungen für kleine (neue und
revitalisierte) Kleinwasserkraftwerke wieder ermöglicht, sieht es für
größere Kleinwasserkraftanlagen und solche, welche keinen Anspruch
auf einen gesicherten Einspeisetarif haben, nicht so gut aus:

"Im wirklich kleinen Leistungsbereich geht durch die neuen Tarife
endlich wieder etwas voran. Insbesondere beobachten wir, dass die
Revitalisierung von Anlagen, die in den letzten Jahren mit dem
Investitionszuschuss eher stillgestanden ist, wieder in Gang kommt.
Eine sehr positive Entwicklung, denn damit generieren wir mehr
sauberen Strom, bei gleichzeitiger ökologischer Verbesserung der
Anlagen.", erläutert Christoph Wagner, Präsident von Kleinwasserkraft
Österreich.

Weniger geglückt ist die Tarifgestaltung im größeren
Leistungsbereich. Die Abstufung der Tarife zu den größeren Anlagen
nimmt nämlich einen sehr steilen Verlauf. "Wir haben viele Zahlen zu
den aktuellen Gestehungskosten von Kleinwasserkraftanlagen vorgelegt,
aber die Tarifabstufung ist leider missglückt. Wir stehen zu einem
Stufenmodell, weil es sicher das gerechteste Fördermodell ist. Durch
die zu steil verlaufende Abstufung der Tarife hin zu den größeren
Anlagen werden sie aber rasch unattraktiv.", so Wagner.

Anhaltend niedriger Marktpreis bringt massive Schwierigkeiten

Als mittlerweile dramatisch schildert Wagner die schon lange
anhaltende schlechte Situation an den Stromhandelsbörsen, welche für
Anlagen ohne Anspruch auf Tarifförderung zu einem immer größer
werdenden Problem wird: "Seit dem Krisenjahr 2008, an dem auch die
Stromhandelspreise abgestürzt sind, haben sich diese nicht mehr
erholt. Die Tendenz der Preisentwicklung an der für uns relevanten
EEX Stromhandelsbörse war zuletzt auch stets nach unten orientiert.
Wir liegen da aktuell bei einem Preis von ca. 4,5 Cent pro kWh! Es
gibt derzeit auch keinen Hinweis auf eine rasche Erholung der
Stromhandelspreise. Unter diesen Bedingungen ist mittelfristig kein
wirtschaftlicher Betrieb von Kleinwasserkraftwerken, die keinen
Anspruch auf Tarifförderung haben, aufrechtzuerhalten!", schildert
Wagner die dramatische Situation und ergänzt: "Wir haben bereits im
Jahr 2009 in einem Gespräch Minister Mitterlehner auf die
Schwierigkeiten durch niedrige Marktpreise hingewiesen. Damals haben
wir deutlich gemacht, dass in Krisenzeiten auch die Kleinwasserkraft
kurzfristig mit schwierigen Einnahmesituationen umgehen und diesen
standhalten kann, wir haben aber auch klar gemacht, dass es - sollte
sich dieser niedrige Marktpreis längerfristig einstellen - eine
Mindestabnahmepreisregelung braucht. Ansonsten droht bestehenden
Kleinwasserkraftwerken der wirtschaftliche Ruin! Leider befinden wir
uns nun in dieser Situation- vielmehr hat sich der Stromhandelspreis
seit damals noch deutlich nach unten bewegt!"

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | KWK

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