- 07.01.2013, 11:10:31
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Karlheinz Töchterle gratuliert "Wissenschafter des Jahres" Georg Grabherr
Auszeichnung für Vorarlberger Ökologen - Wissenschafts- und Forschungsminister dankt Klub der Bildungs- und Wissenschaftsjournalisten für Engagement
Utl.: Auszeichnung für Vorarlberger Ökologen - Wissenschafts- und
Forschungsminister dankt Klub der Bildungs- und
Wissenschaftsjournalisten für Engagement =
Wien (OTS) - Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Karlheinz
Töchterle gratuliert Dr. Georg Grabherr. Der Vorarlberger Ökologe und
Botaniker wurde vom Klub der Bildungs- und Wissenschaftsjournalisten
zum "Wissenschafter des Jahres 2012" gewählt. "Ich habe Georg
Grabherr als engagierten Ökologen kennengelernt, dem es in herrlich
unaufgeregter und verständlicher Art und Weise gelingt, den Wert und
die Wichtigkeit seiner Forschungsarbeit zu unterstreichen. Er lebt
für die Ökologie und 'seine Pflanzen' - das vermittelt er auch im
besten Sinne. Er hat nicht nur einen grünen Daumen, er hat vor allem
auch ein grünes Herz", so Töchterle.
Georg Grabherr ist stellvertretender Direktor des Instituts für
Interdisziplinäre Gebirgsforschung der Österreichischen Akademie der
Wissenschaften (ÖAW) und war u.a Professor an der Universität Wien,
wo er durch seine Lehrtätigkeit sein umfassendes und vielschichtiges
Wissen an viele Studierende weitergegeben hat. Prof. Grabherr
versteht es in beispielgebender Weise, wissenschaftliche Synergien in
der Vernetzung von Grundlagenforschung und praxisorientierter
Problemlösungsforschung zu erzielen, so zum Beispiel durch die
Befruchtung der angewandten Naturschutzforschung mit neuesten
Erkenntnissen der ökologischen Wissenschaften wie der Ökophysiologie
und Populationsbiologie. Zu den international wegweisenden Arbeiten
von Georg Grabherr und seinem Team zählen die Ermittlung der
Hemerobie (= Naturnähe) der österreichischen Wälder, die
Monographische Darstellung der Pflanzengesellschaften Österreichs,
die Entdeckung der Klonalität und damit des unglaublichen Alters von
Hochgebirgsrasen (5.000 Jahre) sowie das Projekt "GLORIA", in dem die
Auswirkungen des Klimawandels auf Hochgebirgsökosysteme (insbesondere
auf die Pflanzenwelt) untersucht werden.
Die Bedeutung seiner Forschungsarbeiten wird auch durch deren
Veröffentlichung in renommierten Wissenschaftszeitschriften wie
"Science" und "Nature" unterstrichen. Durch seine national und
international viel beachtete Forschungstätigkeit sowie seine Gabe,
komplexe Sachverhalte wissenschaftlich korrekt und doch allgemein
verständlich zu vermitteln, wird sein Rat in zahlreichen Beiräten und
Kommissionen in den Bereichen Forschungspolitik, Umwelt und
Naturschutz, Land- und Forstwirtschaft hoch geschätzt. So ist Prof.
Grabherr auch der Vorsitzende des Nationalkomitees des
UNESCO-Programms "Mensch und Biosphäre" der Österreichischen Akademie
der Wissenschaften, einem wissenschaftlichen Gremium, das mit
finanziellen Mitteln des BMWF innovative ökologische Projekte und
wissenschaftliche Vorhaben zur Umsetzung der nachhaltigen Entwicklung
in ausgewählten Regionen Österreichs (v.a. Biosphärenparks der
UNESCO) unterstützt.
Erst kürzlich hat der Gartenfreund Grabherr gemeinsam mit dem
international anerkannten Fotografen Lois Lammerhuber einen Bildband
über seine "private Wildnis" mit dem Titel "Ein Garten für das 21.
Jahrhundert" veröffentlicht, der mit Text und Bildern nicht nur
Fachleute sondern vor allem auch viele Natur-, Pflanzen- und
Garteninteressierten begeistert.
Wissenschafts- und Forschungsminister Töchterle dankt abschließend
dem Klub der Bildungs- und Wissenschaftsjournalisten: "Initiativen
wie die 'Wahl zum Wissenschafter des Jahres' tragen wesentlich dazu
bei, das öffentliche Bewusstsein für Wissenschaft und Forschung und
das Interesse für die Forschungsvielfalt am Standort Österreich
weiter zu stärken."
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