- 04.01.2013, 12:48:48
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Zieleinlauf für den Sternsinger-Marathon

Wien (OTS) - 85.000 Sternsinger/innen versammeln sich nochmals am
06.01.2013, dem Dreikönigstag, in ganz Österreich, um das Finale der
Sternsingeraktion 2013 einzuläuten. Das Engagement der Kinder ist
eine einzigartige Kombination von wertvollem Brauchtum und gelebter
Solidarität mit Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika. Die
Dreikönigsaktion, Hilfswerk der Katholischen Jungschar, unterstützt
jährlich rund 500 engagierte Projekte im globalen Süden.
Das Einzigartige an der Sternsingeraktion ist der beeindruckende
Einsatz der Sternsinger/innen. In ihren Weihnachtsferien legen 85.000
Kinder Spielkonsolen, Ski und Spielzeug zur Seite und setzen sich für
Humanität und Nächstenliebe ein. Bei einem durchschnittlichen
Zeitaufwand von 20 Stunden wandten die Sternsinger/innen rund 1, 7
Millionen Stunden für die gute Sache auf.
Die Sternsingeraktion ist ein wichtiger Beitrag zu einer
solidarischen Gesellschaft, die über den Tellerrand der nationalen
Grenzen hinaus blickt. Junge Menschen setzen sich weltweit gegen
Armut und Ausbeutung ein und erfahren, dass sie auf dieser Welt
gemeinsam etwas bewegen können. Diese Erfahrungen haben positive
Auswirkungen auf die Menschen in den Entwicklungsländern, aber auch
auf die österreichische Gesellschaft: Kinder lernen, sich aktiv für
Werte wie Solidarität, Gemeinschaft und Nächstenliebe zu engagieren.
Fakten zum Brauch des Sternsingens
- Die biblischen "Magier aus dem Morgenland" waren wahrscheinlich
Sterndeuter am Hof in Mesopotamien. Ihren astronomischen Berechnungen
nach erwarteten sie ein Heilsereignis mit Bedeutung für alle Völker
der Erde.
- Der Stern von Bethlehem könnte ein Zusammentreffen der Planeten
Saturn und Jupiter im Sternbild der Fische gewesen sein. Die
Sternenkonstellation, die den Weisen den Weg wies, soll erst im Jahr
2238 wieder stattfinden.
- Gold, Weihrauch und Myrrhe zählten damals zu den kostbarsten
Handelsgütern und waren königlichen Geschenke.
- Caspar ("Schatzmeister"), Melchior ("Mein König ist Licht") und
Balthasar (Schütze sein Leben") wurden erst im 5. Jhdt. durch die
Überlieferung zu den "Heiligen Drei Königen".
- 20-C+M+B-13 schreiben die Sternsinger mit geweihter Kreide an die
Tür. Es bedeutet "Christus mansionem benedicat", übersetzt "Christus
segne dieses Haus.
- Im Mittelalter wurden die Heiligen Drei Könige bei Krankheit,
Feuer oder Diebstahl angerufen. Ihrer beschwerlichen Reise wegen
wurden sie auch als Schutzpatrone der Reisenden verehrt.
- Von Köln aus - die angeblich von Kaiserin Helena (255-330)
aufgefundenen Gebeine der Heiligen Drei wurden 1164 von Mailand nach
Köln gebracht - verbreiteten sich Dreikönigsspiele im ganzen
Abendland.
- Zur Wintersonnwende und zum Jahreswechsel sollten auch die Drei
Heiligen Könige die bösen Geister bannen und für das ganze Jahr Segen
bringen.
- Seit dem Winter 1954/55 hat die Katholische Jungschar das
traditionelle Brauchtum mit solidarischem Engagement für Menschen in
Afrika, Asien und Lateinamerika kombiniert. Seit den Anfängen wurden
insgesamt mehr als 330 Mio. Euro für notleidende Mitmenschen
ersungen.
Foto: Peter Ionian (Abdruck honorarfrei)
Mehr Informationen zu Brauchtum und Geschichte auf
http://www.dka.at/sternsingen/hintergrund
Sternsingerfotos auf
http://www.dka.at/presse/fotos-illustrationen/fotos-sternsingen/
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