- 03.01.2013, 13:56:52
- /
- OTS0119 OTW0119
LR Ragger: Pflegeversicherung fördern und reglementieren
Staat sollte Anreize für private Pflege-Vorsorge setzen
Utl.: Staat sollte Anreize für private Pflege-Vorsorge setzen =
Klagenfurt (OTS/FPK) - "Die heute veröffentlichte Studie der
Arbeiterkammer über die verschiedenen Angebote von
Pflegeversicherungen sollte man zum Anlass nehmen, um diesen Bereich
vernünftig zu regeln", fordert der Kärntner Sozialreferent LR Mag.
Christian Ragger. Es sei bedauerlich, dass Versicherungsunternehmen
diese gesellschaftlich so wichtige Vorsorge für die Konsumenten so
unübersichtlich gestalten. Das Thema sei viel zu wichtig, um es als
bloßes Geschäft zu betrachten.
Daher wäre eine staatliche Reglementierung u.a. über
Verwaltungsgebühren und Auszahlungsansprüche erforderlich. Das
Sozialministerium sollte klare Kriterien vorgeben, damit sich die
Konsumenten auf verlässliche, transparente und einfach
verständliche Produkte einlassen können. Im Gegenzug sollte diese
reglementierten Versicherungsprodukte ähnlich wie die
Pensionsvorsorge staatlich gefördert werden.
Die Ausgaben für die Pflege steigen aufgrund der demographischen
Entwicklung in viel größerem Ausmaß als die Einnahmen der
öffentlichen Gebietskörperschaften. Auf Dauer werde es daher nicht
gelingen, dass Bund, Länder und Gemeinden die notwendigen Ausgaben
aus ihren laufenden Haushalten bestreiten können", bekräftige Ragger.
Um zu verhindern, dass es aufgrund dieser Konstellation in Zukunft zu
Einsparungen und Qualitätseinbußen kommt, sei der Aufbau eines
stabilen zusätzlichen Kostenträger nötig. "Das sollte eine
solidarisch finanzierte Versicherung sein", so LR Ragger, aber als
ein erster Schritt wäre auch eine staatlich geförderte private
Vorsorge denkbar.
Bei Vorliegen einer privaten Pflegeversicherung sollte ein Regress,
den im Übrigen fast jedes Bundesland kennt, ausgeschlossen sein, so
Ragger abschließend.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FLK