• 30.12.2012, 11:09:22
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ASFINAG: Spezieller Sicherheitscheck für 214 Kilometer Autobahn im Jahr 2012

Wien (OTS) - 214 Kilometer Autobahnen und Schnellstraßen - das sind
zehn Prozent des gesamten Netzes - haben Unfall-Experten im zu Ende
gehenden Jahr 2012 auf Herz und Nieren geprüft. Die aufgespürten
möglichen Risikostellen werden nun durch die ASFINAG eliminiert.
Diese vertieften Sicherheitschecks für bestimmte Streckenabschnitte
finden in einem Intervall von zehn Jahren statt.

Autobahnen und Schnellstraßen sind die sichersten Straßen in
Österreich. Das hochrangige Netz der ASFINAG macht nur zwei Prozent
aller Straßen in Österreich aus - darauf rollen aber 40 Prozent des
gesamten Verkehrs. Der Anteil an den Unfällen insgesamt macht dennoch
nur fünf Prozent aus. "Damit das auch so bleibt, sind wie am Fahrzeug
selbst regemäßige intensive Sicherheitschecks für die Straße
erforderlich. Neben den täglichen Kontrollfahrten des
Streckendienstes prüfen daher externe Experten aus dem Bereich
Unfallforschung und Straßenplanung jedes Jahr eine Reihe von
Abschnitten auf potentielle Sicherheitsrisiken. 2012 standen zehn
Streckenabschnitte mit insgesamt 214 Kilometern in Visier der
Experten", sagt Rainer Kienreich, Geschäftsführer der ASFINAG Service
Gesellschaft.

Verbesserungen bei Absicherungen und Wegweisung

Die häufigsten aus dem Sicherheitscheck 2012 abgeleiteten
Maßnahmen zielen auf bessere Absicherung und bessere Orientierung der
Verkehrsteilnehmer ab: "klassische", also am Boden beginnende
Anfangselemente von Leitschienen vor festen Hindernissen (etwa einem
Lkw-Mautportal) werden entfernt und durch nach außen verschwenkte
ersetzt. So wird verhindert, dass von der Fahrbahn abkommende Pkw wie
durch eine Rampe hochgeschleudert werden. Kritische
Leitschienen-Anfänge nach Autobahnabfahrten werden mittels
sogenannter "Terminals" entschärft - diese geben im Falle eines
Aufpralls wie eine Ziehharmonika nach, die einzelnen Bestandteile
schieben sich ineinander und absorbieren so einen großen Teil der
Aufprall-Energie. Eine wirkungsvolle Alternative besonders vor
Tunnelportalen sind die ursprünglich für die Formel 1 entwickelten
neuen Anpralldämpfer: große "Polster", die beim Frontalaufprallen als
zusätzliche externe "Airbags" wirken.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der regelmäßigen Überprüfung
der Halterungen und Ständer von Schildern und deren optimaler
Absicherung. Auch Maßnahmen für eine möglichst optimale Orientierung
der Verkehrsteilnehmer sorgen für ein Mehr an Verkehrssicherheit: die
Wegweisung und Beschilderung muss klar und rasch zu erfassen sein.
Und werden die Lenker durch Scheinwerfer entgegenkommender Autos zu
sehr geblendet, schaffen Trennwände zwischen den Fahrbahnen Abhilfe.

Folgende Streckenabschnitte wurden 2012 intensiv gecheckt

- A1 Regau - Mondsee 41 km
- A22 Strebersdorf - Korneuburg West 11 km
- S6 Gloggnitz - Tunnel Semmering 8 km
- S31 Eisenstadt Ost - Eisenstadt mit A3 Pottendorf - Eisenstadt 25
km
- A10 Salzburg - Hallein 15 km
- S5 Jettsdorf - Krems Mitte 9 km
- S36 St. Michael - Judenburg West 37 km
- A9 Graz Webling - Lebring 23 km
- A1 Wallersee - Walserberg 20 km
- A13 Schönberg-Stubaital - Staatsgrenze Brennerpass 24 km

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