Klagen gegen die Abtei Mehrerau: Entscheidung für weiteren juristischen Weg.

Bregenz/Mehrerau (OTS) - "Wir haben uns nach eingehender und intensiver Überlegung entschieden", so Abt Anselm van der Linde, Abtei Mehrerau, "den durch die beiden Klagen gegen die Abtei notwendig gewordenen juristischen Weg weiterhin zu beschreiten und in keine Vergleichsverhandlungen ein zu treten." Abt Anselm weist darauf hin, dass er, im Einklang mit der österreichischen Bischofskonferenz, schon kurz nach Bekanntwerden sexuellen Missbrauchs, alle Opfer eingeladen hat, sich an die dafür eingerichtete unabhängige Opferschutzkommission zu wenden, "da ihnen dort rasch, professionell und umfassend geholfen wird. Die Taten können niemals mehr wiedergutgemacht werden", so Abt Anselm weiter, "die Kommission sollte allen Opfern, auch finanzielle Unterstützung ermöglichen. Viele der Opfer würden aufgrund der über Jahrzehnte zurückliegenden Taten durch weltliche Gerichte keinerlei Entschädigungen erhalten. Die Kommission ermöglicht außergerichtliche und unbürokratische finanzielle Hilfe. Ich habe auch die beiden Kläger eingeladen diesen für sie einfachen Weg zu beschreiten."

Opferschutzkommission ist klares Bekenntnis zu moralischer Verantwortung - Klagen nicht notwendig

Abt Anselm erläutert, dass die Kommission aus moralischer Verantwortung der betroffenen Einrichtungen und Ordensgemeinschaften eingesetzt wurde. "Die Kommission arbeitet nach dem Verursacherprinzip. Jene Gemeinschaften und Klöster in denen sexueller Missbrauch stattfand, müssen die zugesprochenen Entschädigungen selbstverständlich zahlen. Das Beschreiten des Klagsweges ist aufgrund der Kommission nicht notwendig. Wenn Opfer jedoch diesen Weg beschreiten, so steht dem Kloster aber auch zu sich zu verteidigen, einschließlich der Einrede der Verjährung."

Missbrauch wird aufs Schärfste verurteilt

Erneut betont Abt Anselm, dass er jegliche Form von Gewalt und sexuellem Missbrauch verurteilt und sofort nachdem er Kenntnis davon erlangte, die Täter aus den Reihen der Abtei Mehrerau von allen priesterlichen Funktionen suspendiert und entsprechende Verfahren in Rom eingeleitet hat.

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