• 20.12.2012, 13:27:25
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AHS-Lorenz: Gesamtschul-"Modellregion" bleibt ein bildungspolitischer Unsinn

Deutschland zeigt durchschlagende Erfolglosigkeit der Gesamtschule

Utl.: Deutschland zeigt durchschlagende Erfolglosigkeit der
Gesamtschule =

Wien (OTS) - Mit großer Sorge verfolgt Robert Lorenz, Vorsitzender
der AHS-Gewerkschaft Vorarlberg in der Gewerkschaft Öffentlicher
Dienst, die aktuelle Diskussion um die Einführung der Gesamtschule in
Vorarlberg: "Unter dem Tarnnamen "Modellregion" sollen die bewährten
Gymnasien abgeschafft werden. In Lustenau haben die Schulpartner das
erkannt und den Modellversuch unisono und sofort abgelehnt!"

Lorenz bringt die Haltung der AHS-Gewerkschaft auf den Punkt: "Wir
fordern nach wie vor mit allem Nachdruck die Erhaltung des
erfolgreichen Gymnasiums - auch in seiner achtjährigen Langform. Das
haben wir bereits auf dem Landestag im Februar 2011 beschlossen."

Lorenz verweist auf die durchschlagende Erfolglosigkeit der
Gesamtschule in Deutschland, wo Bundesländer mit differenziertem
Schulsystem (Bayern, Baden-Württemberg) in allen Bildungstests
Gesamtschulbundesländer deutlich hinter sich lassen. So weisen
bayerische Schüler im Alter von 14 Jahren gegenüber Schülern aus
Bremen oder Berlin einen Lernvorsprung von über einem Jahr auf.

"Wir appellieren an Landesrätin Bernadette Mennel, den Irrweg der
Gesamtschule nicht einzuschlagen. Eine Modellregion in Vorarlberg mit
einer gemeinsamen Schule aller 10- bis 14-Jährigen ist
bildungspolitischer Unsinn. Mit der Gesamtschule verwehrt man Kindern
das Eingehen auf ihre höchst unterschiedlichen Interessen und
Begabungen. Lernstarke Kinder vertreibt man in sündteure
Privatschulen, die in Vorarlberg als Konsequenz aus dem Boden
schießen würden", befürchtet Lorenz. Die Einführung einer
Modellregion in Vorarlberg wäre ein massiver Schlag insbesondere
gegen den leistungsorientierten Mittelstand.

"Viel wichtiger als die Wiederholung im Ausland gescheiterter
Experimente auf dem Rücken der Kinder wäre es, mehr Mittel -
finanziell, personell und strukturell - in die Früh- und
Begabungsförderung zu investieren", schließt Lorenz.

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