- 20.12.2012, 09:13:07
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Rotes Kreuz zur Pflegevorsorge: Ein positives Signal, aber keine echte Strukturreform
Pflegebedürftige und Angehörige brauchen Sicherheit
Utl.: Pflegebedürftige und Angehörige brauchen Sicherheit =
Wien (OTS/Rotes Kreuz) - "Die wichtigen und notwendigen
Weiterentwicklungen in der Pflegevorsorge sind ein positives Signal",
so Monika Wild, Leiterin Gesundheit und Soziale Dienste im Roten
Kreuz. "Erwartet hätten wir uns allerdings eine echte Strukturreform
und nicht nur Absichtserklärungen für Einzelmaßnahmen."
Generell begrüßt das Rote Kreuz die Einführung eines
Fachkräftestipendiums für Pflegeberufe und die Absicht, eine
Alltagsbegleitung zu schaffen, die die Lücke zwischen mobilen
Einzelstunden und 24-Stunden-Betreuung schließen soll. Positiv ist
auch das Vorhaben zu bewerten, eine Pflegekarenz und Pflegeteilzeit
für pflegende Angehörige einzuführen.
"Was aber beispielsweise nicht berücksichtigt wurde, ist die
Wertsicherung des Pflegegeldes sowie die dringend notwendige
Neuregelung der medizinischen Hauskrankenpflege", so Wild weiter. Bei
Personalbedarf, Ausbildung und verschiedenen Maßnahmen, Pflegeberufe
attraktiver zu gestalten, liegen die Vorschläge der
Trägerorganisationen schon seit langem auf dem Tisch. "Mit der
Umsetzung muss jetzt so rasch wie möglich begonnen werden, denn für
die Pflege von morgen müssen wir schon heute die Weichen stellen."
Zusammenfassend kann man sagen, dass einige wichtige Vorschläge des
Roten Kreuzes in die Empfehlungen aufgenommen wurden. "Leider fehlt
es den geplanten Maßnahmen aber an Konkretheit", so die
Pflegeexpertin abschließend.
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