• 19.12.2012, 11:40:41
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BMWF, uniko und ÖH rufen Staatspreis "Ars docendi" ins Leben

Töchterle: "Lehren ist eine Kunst" - Staatspreis für exzellente Lehre an Universitäten wird im kommenden Jahr erstmals verliehen - 7 Kategorien mit je 5.000 Euro dotiert

Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Karlheinz
Töchterle bei der heutigen Präsentation des Staatspreises "Ars
docendi" gemeinsam mit Vizerektor Dr. Martin Polaschek (Universität
Graz; Vorsitzender des Forums Lehre in der Universitätenkonferenz)
und ÖH-Vorsitzendem Martin Schott

Utl.: Töchterle: "Lehren ist eine Kunst" - Staatspreis für
exzellente Lehre an Universitäten wird im kommenden Jahr
erstmals verliehen - 7 Kategorien mit je 5.000 Euro dotiert =

Wien (OTS) - Die Lehre an den heimischen Universitäten ist vielerorts
ausgezeichnet - und das soll sie künftig auch im besten Sinn des
Wortes sein. Um den Stellenwert der universitären Lehre zu
unterstreichen, rufen das Bundesministerium für Wissenschaft und
Forschung (BMWF), die Universitätenkonferenz (uniko) und die
Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) "Ars docendi -
Staatspreis für exzellente Lehre an den öffentlichen Universitäten
Österreichs" ins Leben. Er soll künftig alle zwei Jahre verliehen
werden. "Lehren ist eine Kunst", unterstrich Wissenschafts- und
Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle den Namen des neu
geschaffenen Staatspreises bei der heutigen Präsentation gemeinsam
mit Vizerektor Dr. Martin Polaschek (Universität Graz; Vorsitzender
des Forums Lehre in der Universitätenkonferenz) und ÖH-Vorsitzendem
Martin Schott.

"An Universitäten ist oft die Forschung dominierend - sowohl bei der
Bewertung der Institution insgesamt als auch bei der Bewertung der
dort beschäftigten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler", so der
Minister weiter. Mit dem neuen Preis solle der hohe Stellenwert der
Lehre beleuchtet werden, denn: "Der Wert eines Studiums hängt
entscheidend von der Qualität der Lehre ab", betonte Töchterle. Der
"Lehrepreis" soll für jene Personen, die ihren beruflichen
Mittelpunkt an einer öffentlichen Universität in Österreich haben,
Auszeichnung und Anreiz zugleich sein.

"In den vergangenen Jahren wurde bereits durch die Einführung von
unterschiedlichen Lehrpreisen an Universitäten der steigende
Stellenwert der exzellenten, innovativen Lehre nach innen und außen
kommuniziert. Mit dem "Ars Docendi - Staatspreis für exzellente
Lehre" soll nun auch auf nationaler Ebene der Stellenwert der Lehre
nachhaltig angehoben und insbesondere junge Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler für die Lehre begeistert werden", betonte Vizerektor
Dr. Martin Polaschek.

"Lehre wird leider oft nur als 'notwendiges Übel' gesehen und ist das
Stiefkind der Forschung. Der Lehrpreis kann deshalb nur ein Anfang
sein, die Lehre wieder attraktiv zu machen. Lehre muss auf mehreren
Ebenen wieder ins Rampenlicht der Universitäten gerückt werden", so
Martin Schott vom Vorsitzteam der ÖH. "Studierende sind zentral für
die Lehre - und sollten deshalb auch in die Lehre eingebunden werden.
Das heißt einerseits, dass mehr Mitspracherecht bei Lehrplänen,
Methoden und Studienplänen ermöglicht werden muss. Andererseits aber
auch, dass Studierende bei der Lehre im Mittelpunkt stehen sollen -
also weg von der sprichwörtlichen Vorlesung hin zu gemeinsamen
Erkenntnisgewinn und Einbeziehung in die Forschung der Lehrenden. Mit
dem Lehrpreis wird ein erster Schritt getan, dem noch viele weitere
folgen müssen."

Der Preis wird in fünf Fachkategorien vergeben und ist mit jeweils
5.000 Euro dotiert:
- MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik)
- Medizin
- Wirtschaft und Recht
- Kunst und Musik

Zusätzlich zu den einzelnen Fachkategorien wird die Umsetzung zweier
besonders innovativer Lehrkonzepte gewürdigt, die nicht an eine
bestimmte Kategorie gebunden sind. Diese Konzepte werden jeweils bis
zu einer Höhe von 5.000 Euro finanziell unterstützt. Zu
Nominierungen und Vorschlägen von Auszuzeichnenden werden
Studierendenvertreter/innen und Rektor/innen eingeladen.
Einsendeschluss an die verantwortliche Abteilung im Ministerium ist
der 5. April 2013. Die Nominierungen und Vorschläge werden von einer
hochkarätig besetzten Jury, die aus internationalen und nationalen
Fachleuten besteht, beurteilt werden. Die Preisverleihung ist im Juli
2013 geplant.

Bei der Ausarbeitung der Nominierung soll darauf geachtet werden,
dass folgende Kriterien erfüllt werden:
- Innovative Didaktik
- Durch Forschung bzw. die Entwicklung und Erschließung der Künste
geleitete Lehre
- Kompetenzorientierung
- Studierendenzentrierung
- Interdisziplinarität

Auf die Einbeziehung von Geschlechteraspekten ist ebenso Wert zu
legen wie auch die Grundprinzipien des Lebensbegleitenden Lernens im
Sinne einer kontinuierlichen Kompetenzentwicklung berücksichtigt
werden sollen.

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sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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