Wiener Symphoniker solidarisch mit Fazil Say

Die Wiener Symphoniker freuen sich auf die kommenden gemeinsamen Konzerte mit Fazil Say, mit dem das Orchester bereits zum dritten Mal zusammenarbeitet.

Wien (OTS) - Bekanntlich läuft derzeit in Fazil Says türkischer Heimat ein Gerichtsverfahren gegen den international gefeierten Pianisten und Komponisten wegen angeblich religiös herablassender Meinungsäußerungen. Ihm drohen bei einer Verurteilung bis zu 18 Monate Haft. Say selbst wies die Vorwürfe zu Beginn des Prozesses zurück und forderte einen Freispruch.

Orchester-Geschäftsführer Johannes Neubert: "Natürlich ist die freie Religionsausübung und der Respekt vor den religiösen Gefühlen Anderer ein sehr hohes Gut. Dennoch dürfen in einem demokratischen und säkularen Rechtsstaat bloße Meinungsäußerungen nicht zum Vorwurf eines schweren Verbrechens und zu Freiheitsstrafen führen. Gerade Fazil Say war und ist als international renommierter Interpret sowohl westlicher wie auch türkischer Musik ein wichtiger Brückenbauer zwischen den Kulturen. Seine Verurteilung stünde im völligen Widerspruch zu den Grundprinzipien in einem gemeinsamen Haus Europa. In diesem Sinne hoffen wir sehr, dass Fazil Say im laufenden Gerichtsverfahren freigesprochen wird."

Fazil Say wird am 21. Dezember 2012 im Musikverein Wien und am 22. Dezember 2012 in der Münchner Philharmonie am Gasteig mit den Wiener Symphoniker unter der Leitung von Simone Young Mozarts Klavierkonzert A-Dur KV 488 aufführen.

Rückfragen & Kontakt:

Wiener Symphoniker
Mag. Kurt Danner
Email: k.danner@wienersymphoniker.at
Tel.: 0676/62 65 976

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0005