• 19.12.2012, 10:36:25
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  • OTS0070 OTW0070

Schulverantwortliche mahnt wertorientierte Sexualaufklärung ein

Leiterin des Interdiözesanen Amts für Unterricht und Erziehung, Mann: Das "bunt lieben" der Sexualbroschüre "Ganz schön intim" braucht Ergänzung durch "treu lieben" - Als Kirche "nicht den Mund verbieten lassen"

Utl.: Leiterin des Interdiözesanen Amts für Unterricht und
Erziehung, Mann: Das "bunt lieben" der Sexualbroschüre "Ganz
schön intim"
braucht Ergänzung durch "treu lieben" - Als Kirche "nicht den
Mund
verbieten lassen" =

Wien, 19.12.12 (KAP) Eine wertorientierte, "lebensfreundliche"
Sexualaufklärung hat die Leiterin des Interdiözesanen Amts für
Unterricht und Erziehung, Christine Mann, im Blick auf die
Sexualbroschüre "Ganz schön intim" eingemahnt. Dort werde "sexuelles
Alleinunterhaltertum, gleichgeschlechtliche und heterosexuelle
Aktivitäten" als gleich bedeutsam und daher gesellschaftlich gleich
wünschenswert dargestellt. Mann kritisierte dies in ihrer
Stellungnahme gegenüber "Kathpress" als "ideologisch schon ziemlich
belastet". Das "bunt lieben" der Broschüre sei nicht alles, "es
braucht auch ein 'treu lieben'".

Die katholische Schulverantwortliche äußerte sich im Anschluss an
die jüngste Tagung der österreichischen Schulamtsleiterkonferenz,
die sich mit der Aufklärungsbroschüre des Unterrichtsministeriums
für Sechs- bis Zwölfjährige beschäftigte. Mann - sie ist langjährige
Leiterin des Erzbischöflichen Schulamtes in Wien - wies auf die
zahlreichen Kritikpunkte an der Broschüre hin: Widersprüche zur
Rechtslage, Unkorrektheiten, "Ideologisierungen durch mangelnden
Wertepluralismus" und Nichteinbeziehung der Elternvertretungen.

Dass all dies den Widerstand von Eltern hervorrufe, "darf nicht
verwundern", bemerkte die kirchliche Bildungsexpertin. Sie geht von
einer grundlegenden Überarbeitung der Publikation aus, die vom
Ministerium auch bereits zugesagt sei.

Polemik gegen Vorbehalte aus dem kirchlichen Bereich wies die
Schulamtsleiterin zurück: Als Kirche "müssen wir uns in dieser Sache
nicht den Mund verbieten lassen". Jeder Verdacht, die Kirche sei
grundsätzlich gegen Aufklärung, gehe ins Leere: Die "ersten und
vielfach einzigen Lehrkräfte", die seit Jahrzehnten Sexualität
thematisieren, seien Religionslehrer, betonte Mann.

Mehr auf www.kathpress.at (ende) rme/pwu/

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