Umfrage zeigt: 82 Prozent der Kfz-LenkerInnen sagen JA zur Rettungsgasse

98 Prozent kennen die Rettungsgasse, 94 Prozent wissen, wie sie gebildet wird, 82 Prozent sagen, die Einführung der Rettungsgasse war sinnvoll

Wien (OTS) - Eine aktuelle Umfrage des Kuratoriums für Verkehrssicherheit im Auftrag des Verkehrssicherheitsfonds zeigt, dass die Rettungsgasse knapp ein Jahr nach ihrer Einführung bei den AutofahrerInnen angekommen ist: 98 Prozent ist die Rettungsgasse ein Begriff, 94 Prozent sagen, sie wissen, wann, wo und wie sie die Rettungsgasse bilden müssen, 48 Prozent der Befragten waren zumindest einmal in einer Situation, in der die Rettungsgasse zu bilden war -54 Prozent von ihnen sagen, die Rettungsgasse hat sehr gut oder gut geklappt, nur bei 14 Prozent hat die Rettungsgasse nicht funktioniert.

"Rettungsgasse ist nicht nur das Wort des Jahres 2012 - sie funktioniert auch immer besser", sagen die ASFINAG Vorstände DI Alois Schedl und Dr. Klaus Schierhackl, "uns ist wichtig, dass die Rettungsgasse ihren Zweck erfüllt: nämlich die Einsatzkräfte rascher und sicher zu den Unfallopfern zu bringen!" Eine positive Jahresbilanz ziehen auch die Vertreter der Einsatzorganisationen. "Die Rettungsgasse ist eine sinnvolle Regelung", sagt Dr. Werner Kerschbaum, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes, "mein Dank gilt allen AutofahrerInnen, die nicht vergessen, worum es bei der Rettungsgasse geht: um ein Plus an Sicherheit für die Patienten und Einsatzfahrer." Reinhard Hundsmüller, Bundesgeschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs betont, dass die Rettungsgasse für die Einsatzfahrer mehr Platz und Übersicht bringt. Brigadier Martin Germ vom Bundesministerium für Inneres unterstreicht die Wichtigkeit der Rettungsgasse für Einsatzorganisationen bei Blaulichtfahrten. Armin Blutsch, Vizepräsident des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes: "Als Feuerwehren können wir, wie die anderen Einsatzorganisationen, eine durchwegs positive Bilanz zur Einführung und vor allem Bildung der Rettungsgasse ziehen. Die Rettungsgasse kann Leben retten und Zeit sparen. Das muss weiterhin in den Köpfen aller Verkehrsteilnehmer verankert werden!"

KfV-Umfrage zeigt: In der Mehrheit der Fälle klappt die Rettungsgasse!

Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) hat im Auftrag des Österreichischen Verkehrssicherheitsfonds (VSF) im Rahmen der Evaluation drei Erhebungen zu Bekanntheit und Akzeptanz der Rettungsgasse durchgeführt (Stichprobe: 1.000 Kfz-LenkerInnen, Institut: Triconsult): Im November 2011, im Juli 2012 und im November 2012. Das Ergebnis zeigt: Das Wissen um die Rettungsgasse ist sehr hoch und die AutofahrerInnen akzeptieren die Rettungsgasse!

  • 98 Prozent ist Rettungsgasse ein Begriff - 94 Prozent wissen, wie sie gebildet wird
  • 98 Prozent ist die Rettungsgasse ein Begriff.
  • 94 Prozent sagen, sie wissen ganz genau oder genau, was sie bei der Bildung einer Rettungsgasse zu tun haben.
  • 96 Prozent wissen, dass die Rettungsgasse auf Autobahnen und Schnellstraßen gilt.
  • 86 Prozent wissen, dass die Rettungsgasse für alle Verkehrsteilnehmer (Motorräder, Lkw, Pkw, Busse) gilt.
  • 81 Prozent wissen, dass die Rettungsgasse bereits beim Stocken des Verkehrs gebildet werden muss.
  • Für 82 Prozent ist die Einführung der Rettungsgasse sinnvoll!
  • 82 Prozent der Befragten sagen, die Einführung der Rettungsgasse in Österreich ist sehr sinnvoll oder sinnvoll.
  • Nur sechs Prozent sehen in der Rettungsgasse keinen Sinn.
  • In der Mehrheit der Fälle klappt die Rettungsgasse
  • 48 Prozent der Befragten waren schon einmal in einer Situation, in der eine Rettungsgasse zu bilden war.
  • Von diesen Kfz-LenkerInnen sagen 54 Prozent, die Rettungsgasse hat sehr gut oder gut geklappt.
  • Nur in 14 Prozent der Fälle hat die Rettungsgasse schlecht geklappt.
  • Befragt nach dem Grund für das Nicht-Funktionieren sagen 42 Prozent, dass Fahrzeuge in der Rettungsgasse vorgefahren sind.

Einsatzkräfte ziehen positive Jahres-Bilanz

Reinhard Hundsmüller, Bundesgeschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs: "Nach einer Systemänderung ist ein Jahr Erfahrung nicht viel, aber wir stellen eines fest: Unsere Einsatzfahrzeuge sind sicherer unterwegs: In der Rettungsgasse haben unsere Einsatzfahrer mehr Platz und mehr Übersicht - das kommt letztlich unseren Patientinnen und Patienten zugute."

Dr. Werner Kerschbaum, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes: "Die Rettungsgasse ist eine sinnvolle Regelung. Sie ist ein Akt der Solidarität unter den Autofahrerinnen und Autofahrern, damit Verunglückte rasch die notwendige Hilfe von Einsatzkräften erhalten. Deshalb müssen wir auch in Zukunft verstärkt auf Aufklärungsarbeit und Information setzen - und nicht auf Verunsicherung. Mein Dank gilt allen Autofahrerinnen und Autofahrern, die nicht vergessen, worum es bei der Rettungsgasse geht: um ein Plus an Sicherheit für die Patienten und die Einsatzfahrer."

Brigadier Martin Germ, Bundesministerium für Inneres: "Der Pannenstreifen steht nicht durchgehend zur Verfügung. Die Rettungsgasse ist fast überall auf der Autobahn möglich und daher für die Einsatzorganisationen bei Blaulichtfahrten wichtig! Das sollte die/der verantwortungsvolle Autofahrerin/Autofahrer auch im eigenen Interesse beachten!"

Armin Blutsch, Vizepräsident des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes / Landesfeuerwehrkommandant - Stellvertreter von Niederösterreich: "Als Feuerwehren können wir, wie die anderen Einsatzorganisationen, eine durchwegs positive Bilanz zur Einführung und vor allem Bildung der Rettungsgasse ziehen. Damit wollen wir natürlich nicht über die immer wieder vereinzelt auftretenden Probleme hinwegsehen. Nein, wir waren und sind uns von Anfang an bewusst gewesen, dass diese Einführung eine lange Gewöhnungsphase benötigen wird. Die Mehrheit der gut funktionierenden Rettungsgassen zeigt uns aber, dass es der richtige Schritt gewesen ist und weiterhin sein soll.
Wir möchten daher weiterhin an alle Verkehrsteilnehmer appellieren, die Rettungsgasse zu bilden und auch offen zu halten bis der fließende Verkehr wieder einsetzt, die Auffahrten freizuhalten und genauso wie wir, als Einsatzkräfte Geduld zu haben. "Steter Tropfen höhlt den Stein" kann auch hier das Motto sein. Denn die Rettungsgasse kann Leben retten und Zeit sparen. Das muss weiterhin in den Köpfen aller Verkehrsteilnehmer verankert werden!"

Rückfragen & Kontakt:

ASFINAG
Mag. Christian Spitaler, MAS
Pressesprecher
Tel: +43 (0)50108-10835, Mobil:+43 664-60108 10835
mailto: christian.spitaler@asfinag.at
www.asfinag.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | ASF0001