- 16.12.2012, 12:45:25
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"Himmelstreppe" führt Mariazellerbahn in neue Zukunft
LH Pröll: "Entwicklungsperspektive für die nächsten Jahrzehnte"
Utl.: LH Pröll: "Entwicklungsperspektive für die nächsten
Jahrzehnte" =
St. Pölten (OTS/NLK) - "Mit dem, was wir heute grundgelegt haben,
schaffen wir eine Entwicklungsperspektive für die nächsten Jahrzehnte
und vielleicht sogar Jahrhunderte", sagte Landeshauptmann Dr. Erwin
Pröll am heutigen Sonntag, 16. Dezember, im Zuge der Präsentation der
ersten "Himmelstreppe". Diesen Namen tragen die neuen
Fahrzeuggarnituren der Mariazellerbahn, heute konnte der erste von
insgesamt neun Niederflurtriebwagen im neuen Betriebszentrum in
Laubenbachmühle hautnah erlebt werden.
Das Land Niederösterreich habe sich dazu entschlossen, die
Mariazellerbahn zu übernehmen, weil diese Bahn für Niederösterreich
eine besondere Tradition habe, betonte der Landeshauptmann im
Gespräch mit Moderator Wolfram Pirchner: "Dazu ist sie auch ein
wichtiger wirtschaftlicher Faktor für das Pielachtal." Mit der neuen
Mariazellerbahn verbinde man auch große touristische Hoffnungen, so
Pröll: "Bis 2014 werden wir in die Mariazellerbahn rund 117 Millionen
Euro investieren." Damit soll die Zahl der Fahrgäste von derzeit rund
500.000 pro Jahr auf 700.000 pro Jahr gesteigert werden.
Im Zusammenhang mit der Landesausstellung 2015 erwarte man sich einen
"enormen Entwicklungsschub für die gesamte Region", betonte Pröll
weiters. Die Mariazellerbahn werde dabei eine besondere Bedeutung
haben, weil sie die einzelnen Ausstellungsorte miteinander verbinde.
Der Landeshauptmann abschließend: "Die Mariazellerbahn hat für die
Region große verkehrspolitische, wirtschaftliche und touristische
Bedeutung, und es werden auch wichtige Arbeitsplätze geschaffen.
Landesrat Mag. Karl Wilfing bezeichnete die neue Mariazellerbahn in
seiner Stellungnahme als "schönste, modernste und sicherste Bahn
Österreichs". Das neue Betriebszentrum in Laubenbachmühle sei dabei
"ein besonderes Highlight".
Für den Geschäftsführer der NÖVOG, Dr. Gerhard Stindl, setzt die
"Himmelstreppe" einen "völlig neuen Standard für die Schmalspur", und
der Frankenfelser Bürgermeister Franz Größbacher sprach von einem
"verfrühten Weihnachtsgeschenk" für die Region.
Im Anschluss an den Festakt tauften der St. Pöltner Diözesanbischof
DDr. Klaus Küng und Mag. Paul Weiland, Superintendent der
Evangelischen Kirche in Niederösterreich, die erste Garnitur auf den
Namen "Die Himmelstreppe". Den stimmungsvollen Rahmen für das große
Fest, dem sogar der Formel 1 - Weltmeister Niki Lauda beiwohnte,
bildeten Auftritte von Barbara Helfgott und Francine Jordi.
Die "Himmelstreppe" wird die Mariazellerbahn in ihre neue Zukunft
führen: Derzeit wird die erste Garnitur im neuen Betriebszentrum
Laubenbachmühle in Betrieb gesetzt. Neun Triebwagen werden
voraussichtlich im Dezember 2013, vier Panoramawaggons mit April 2014
in Betrieb gehen.
Die "Himmelstreppe" ist in der Winter- und Sommersaison sowohl für
den Alltags- als auch für den Tourismusverkehr geeignet. Der tiefe
Niederflurboden und die großen Einstiege machen die Himmelstreppe zu
einem modernen und kundenorientierten Verkehrsmittel.
Die Mariazellerbahn ist mit 84 Kilometern die längste Schmalspurbahn
Österreichs. Bis 2014 werden 117 Millionen Euro in ihre
Modernisierung investiert: 65 Millionen Euro in neue Fahrzeuge, 20
Millionen Euro in Werkstätten und Hochbauten, 20 Millionen Euro in
die Infrastruktur der Gleise, 7,5 Millionen Euro in die
Stromversorgung und 4,5 Millionen Euro in die Zugsicherung.
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