- 13.12.2012, 18:11:14
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ORF-Stiftungsrat stimmt ORF-Finanz- und Stellenplan 2013 zu
Wien (OTS) - In seiner Plenarsitzung, unter dem Vorsitz von Brigitte
Kulovits-Rupp, hat der ORF-Stiftungsrat am Donnerstag, dem 13.
Dezember 2012, den Prüfbericht 2011 mit der Gebarungsprüfung des
Geschäftsjahres 2011 genehmigt und Generaldirektor Dr. Alexander
Wrabetz die Entlastung für das Geschäftsjahr 2011 erteilt. Der
Finanz- und Stellenplan 2013 wurde mit großer Mehrheit genehmigt,
ebenfalls das zur Erlangung der Refundierungsmittel für 2013
notwendige MIZ-Maßnahmenpaket. Die Finanzvorschau 2013 bis 2017 wurde
zur Kenntnis genommen.
ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: "Schwierige konjunkturelle
Rahmenbedingungen, wachsender Konkurrenzdruck und weiter steigende
Kosten sind die Herausforderungen für 2013. Dennoch werden wir dank
eines strikten Restrukturierungskurses unsere Prämisse eines
ausgeglichenen Ergebnisses erfüllen. Der ORF wird 2013 mit einem
positiven EGT von 0,3 Millionen Euro abschließen, im Konzern mit 1,0
Million Euro. Ohne Verlängerung der Refundierungsregelung ist dieses
Ziel allerdings nur mit weiteren, über die schon geplanten
umfassenden Sparmaßnahmen hinausreichenden, schmerzhaften
Einschnitten in allen Unternehmensbereichen zu erreichen!"
Wrabetz: "Mediales Ökosystem ändert sich!"
"Insgesamt stehen die Medien weltweit unter großem wirtschaftlichem
Druck, auch die öffentlich-rechtlichen. Das mediale Ökosystem
verändert sich", berichtete der ORF-Generaldirektor weiters: "Eine
aktuelle Studie zeigt, dass der TV-Werbeaufwand relativ stabil
bleiben wird und der Print-Bereich, der in Österreich den größten
Anteil am Werbekuchen hat, tendenziell zurückgehen wird. Die größten
Zuwächse wird es im Online-Werbeaufwand geben. Profitieren davon
werden aber, wie auch am TV-Werbemarkt durch die deutschen
Werbefenster, nicht der heimische Markt, sondern internationale
Konzerne wie Facebook oder Google! Vor diesem Hintergrund ist die
Fortsetzung des Restrukturierungskurses in konstruktiver
Zusammenarbeit mit der ORF-Belegschaftsvertretung von besonders
großer Bedeutung, bei der ich mich ausdrücklich für die erzielte
Einigung über den Lohnabschluss bedanke!"
Marktführerschaft in Fernsehen, Radio und Online
Weiters informierte der ORF-Generaldirektor über die gute
Marktanteilsentwicklung der ORF-Medien: "ORFeins und ORF2 liegen bei
einem aktuellen Marktanteil von 36,1%, die Senderfamilie bei 37,2
Prozent. Durch die Einigung mit den Kabelbetreibern Salzburg AG,
LIWEST und kabelplus über die analoge Einspeisung von ORF Sport plus
sowie die Übernahme von ORFIII durch die RAS in Südtirol konnte die
Reichweite der ORF-Spartenkanäle weiter gesteigert werden. ORF.at
konnte mit 51 Millionen Visits im November seine starke Position
behaupten, die TVthek erzielt schon 2,9 Millionen Visits pro Monat.
Die ORF-Radios sind nach wie vor unbestrittene Marktführer. Und auch
die Apps von Ö3, Ö1 und FM4 werden sehr gut genutzt. Ab Jänner werden
auch für die ORF-Regionalradios Apps zur Verfügung stehen!"
Weiters konnte mit der Verlängerung des Bundesligavertrags für die
nächsten fünf Jahre und der Verlängerung der Zusammenarbeit mit
Cornelius Meister als Chefdirigent des RSO zwei wichtige
Weichenstellungen für die Zukunft gestellt werden, wie
Generaldirektor Wrabetz informierte, dem der Stiftungsrat zur
neuerlichen Wahl ins Board of Governors der European Broadcasting
Union gratulierte.
Kaufmännischer Direktor Mag. Richard Grasl: "ORF wirtschaftlich
stabil und am Markt konkurrenzfähig"
"Kostenseitige Herausforderungen sind 2013 neben den Sonderevents
Ski-WM in Schladming, mit dem ORF als Host Broadcaster, und Val die
Fiemme, der neue ÖSV-Skivertrag für Rennen in Österreich und die
Berichterstattung über die bevorstehenden Wahlen in Bund und
Ländern", so Mag. Richard Grasl: "Bei der Weiterentwicklung des
Fernsehprogramms stehen mehr Mittel als 2012 zur Verfügung, vor allem
um die Information in ORF eins auszubauen, eine neue
zeitgeschichtliche Dokumentationsleiste zu schaffen und im hart
umkämpften Samstag-Hauptabend Akzente zu setzen. Weiters sieht der
Finanzplan Mittel für das technologische Top-Projekt vor, den
Einstieg in das moderne Smart-TV. ORF III soll ausgebaut werden!"
Der ORF plant im Geschäftsjahr 2013 einen Gesamtumsatz in Höhe von
944,6 Mio. Euro. Davon entfallen auf Programmentgelte 613,7 Mio.
Euro, die Werbeerlöse werden im Finanzplan 2013 mit 207,4 Mio. Euro
veranschlagt, die sonstigen Umsatzerlöse mit 123,5 Mio. Euro. Für
Material, die bezogenen Leistungen und die sonstigen betrieblichen
Aufwendungen plant der ORF 608,9 Mio. Euro. Der Personalaufwand wird
2013 mit 354,3 Mio. Euro angesetzt. Der Mitarbeiterstand des ständig
im ORF beschäftigten Personals wird 3.185 VZÄ (Vollzeitäquivalente)
betragen. Für das Jahr 2013 plant der ORF ein Konzern-EGT in der Höhe
von 1,0 Mio. Euro.
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