- 13.12.2012, 13:16:42
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Österreichische Hochschulkonferenz beschließt Positionspapier - erste Sofortmaßnahme im Rahmen der sozialen Absicherung von Studierenden
Wissenschaftsminister Töchterle und Mitglieder der Hochschulkonferenz informieren über laufende Arbeiten - gemeinsames Positionspapier legt Basis für künftige Arbeiten
Utl.: Wissenschaftsminister Töchterle und Mitglieder der
Hochschulkonferenz informieren über laufende Arbeiten -
gemeinsames Positionspapier legt Basis für künftige Arbeiten =
Wien (OTS) - Um den österreichischen Hochschulraum gesamtheitlich
weiterentwickeln zu können, wurde auf Vorschlag der Expertengruppe
zum Hochschulplan im Mai 2012 die Österreichische Hochschulkonferenz
als beratendes Gremium eingerichtet. In einem gemeinsamen
Pressegespräch nach der heutigen Arbeitssitzung informierten
Wissenschafts- und Forschungsminister Karlheinz Töchterle und
Mitglieder der Kerngruppe - uniko-Präsident Heinrich Schmidinger,
FHK-Präsident Helmut Holzinger, Senatsvorsitzenden-Sprecher Helmut
Fuchs, Margret Wintermantel (Wissenschaftsrat) und ÖH-Vorsitzender
Martin Schott - über die laufenden Arbeiten der Hochschulkonferenz.
So wurde etwa ein Positionspapier, das die Basis für die weiteren
Arbeiten darstellt, beschlossen und als erste Sofortmaßnahme im
Rahmen der Arbeitsgruppe zur sozialen Absicherung von Studierenden
wird es im Sommersemester 2013 eine verbesserte und direkte
Information betreffend Studienförderung an die Studierenden bei der
Erstinskription geben. Weiters wurde heute die Einrichtung von zwei
Arbeitsgruppen zu den Themen Lehre und Profilbildung beschlossen.
"Gerade von Hochschulen wird - auch angesichts steigender Budgets -
seitens der Öffentlichkeit erwartet, dass sie mit den für
Wissenschaft und Forschung zur Verfügung gestellten Mitteln
qualitätsorientiert und effizient umgehen. Daraus abgeleitet ergibt
sich auch die Forderung nach Arbeitsteilung und verstärkter
Abstimmung", so Minister Töchterle. Die Koordinationsleistung der
Hochschulkonferenz drückt sich in ganz konkreten Projekten aus: So
soll die Arbeitsgruppe "soziale Absicherung" bis Herbst 2013 ein
Maßnahmenpaket erarbeiten. Eine weitere Kooperationsleistung liegt in
der Erarbeitung von Lösungsvorschlägen zur Verbesserung der
Durchlässigkeit unter Hochschulen bei einem Studienwechsel innerhalb
Österreichs.
Uniko-Präsident Rektor Heinrich Schmidinger hob den "offenen und
dynamischen Prozess", der durch die Installierung der
Hochschulkonferenz gestartet wurde, als positiv hervor. Allerdings
mahnte der Teilnehmer zu mehr Tempo: "Wir können nicht uferlos
überlegen, wohin wir gehen wollen. Das Ziel ist auch, rasch zur Tat
zu schreiten."
"Wir brauchen eine Kultur des Ermöglichen und nicht des Verhinderns.
Das gilt für die Durchlässigkeit zwischen den Hochschulsektoren. Die
Politik muss aber - und das ist zentral - eine nachhaltige
Finanzierung für den Ausbau des Fachhochschulsektors bis 2020
bereitstellen", so FHK-Präsident Helmut Holzinger.
"Nach dem erfolgreichen Arbeitsbeginn werden die politischen
Weichenstellungen 2013 entscheidend", verweist der Sprecher der
Senatsvorsitzenden, Helmut Fuchs, auf die anstehenden Themen für das
kommende Jahr und insbesondere auf die Neugestaltung der
Lehrer/innenbildung. "Auch in Zukunft müssen die Pädagoginnen und
Pädagogen der höheren Schulen an jenen Einrichtungen ausgebildet
werden, an denen internationale Spitzenforschung betrieben und
wissenschaftlich fundiert gelehrt wird, zugleich aber auch
akademische Freiheit herrscht. Die Universitäten haben 2012 ihre
Strukturen im Bereich der Lehrer/innenbildung professionalisiert und
sind bereit, auch weiterhin die Verantwortung bis hin zur Fort- und
Weiterbildung der Lehrer/innen zu tragen."
"Die HSK bietet grundsätzlich eine gute Möglichkeit, die Versäumnisse
der letzten Jahrzehnte im Bildungswesen unter Einbindung aller
Akteur/innen aufzuholen. Gerade im Bereich der sozialen Absicherung
hat die ÖH bereits einige Maßnahmen vorgeschlagen, die, auch ohne
viel Geld in die Hand nehmen zu müssen, spürbare Verbesserungen für
Studierende bewirken würden", so Martin Schott vom Vorsitzteam der
ÖH. "Die längst überfällige Inflationsanpassung der Familien- und der
Studienbeihilfe hat jedoch höchste Priorität. Noch länger dabei
zuzusehen, wie der Bezieher/innenkreis stetig schrumpft und die
ausgezahlten Beihilfen real schrumpfen, ist absolut unverantwortlich.
Lippenbekenntnisse werden die soziale Absicherung der Studierenden
nicht verbessern, den Worten müssen Taten folgen."
"Erfreulich ist, dass in vielen Bereichen rasch ein übereinstimmendes
Problembewusstsein erreicht werden konnte - dies ist bei so
unterschiedlichen Akteuren in der Hochschullandschaft, die unter
verschiedenen Voraussetzungen arbeiten, nicht selbstverständlich", so
Margret Wintermantel, Wissenschaftsrat. Im Zuge der Erarbeitung von
Lösungsvorschlägen zur Verbesserung der Durchlässigkeit zwischen den
Hochschulen und Hochschultypen wurde die möglichst frühe Information
der Studierenden über die Voraussetzungen für einen Wechsel (im
gängigen Fall von einer Fachhochschule an eine Universität, aber auch
umgekehrt und innerhalb eines Hochschultypus), die Verbesserung der
Anerkennungsverfahren, vor allem ihre Transparenz, als relevant
festgestellt. Ebenso, dass die fachliche Eignung für einen Wechsel im
Vordergrund stehen solle, und nicht (ausschließlich) die formale.
Letztlich gelte ja, durch qualitätssichernde Maßnahmen den Wert von
Bildungsabschlüssen zu fördern. "Besonders wichtig erscheint mir hier
die übergeordnete, koordinierende Rolle der Hochschulkonferenz. Denn
vor allem für die individuellen Bildungs-und Ausbildungswege unserer
Studierenden, die in möglichst sinnvoller Weise das umfassende
fachliche Angebot unserer Hochschulen nutzen wollen, als auch für
Überlegungen zur strategischen Profilbildung von Hochschultypen
spielt die Durchlässigkeit eine wichtige Rolle", betonte
Wintermantel.
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