- 13.12.2012, 10:16:12
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GLOBAL 2000 an Verbund: Raus aus der Kohle!
Umweltschützer entzünden vor dem Kohlekraftwerk in Mellach ein "flammendes Verbund-Logo"

Utl.: Umweltschützer entzünden vor dem Kohlekraftwerk in Mellach ein
"flammendes Verbund-Logo" =
Wien/Mellach (OTS) - Mit einer spektakulären Aktion erinnerten GLOBAL
2000-AktivistInnen am gestrigen Mittwoch daran, dass in Österreich
nach wie vor Millionen Tonnen CO2 durch die Verstromung von Kohle
entstehen: Sie entzündeten ein "flammendes Verbund-Logo" vor dem
Kohlekraftwerk in Mellach. GLOBAL 2000-Klimasprecher Johannes
Wahlmüller war auch vor Ort: "Nach dem Ausstieg aus dem
Türkeiabenteuer fordern wir vom Verbund nun auch einen Ausstiegsplan
aus der Kohlenutzung im Inland. Wir wollen raus aus der Kohle und
Verbund-Chef Anzengruber soll hier und jetzt anfangen und als erstes
das völlig unnötige Kohlekraftwerk in Mellach abschalten." In Mellach
steht sogar schon ein Gas-Ersatzkraftwerk wenige Meter entfernt vom
Kohlemeiler, das aber kaum betrieben wird. Eine Abschaltung des
Kohlekraftwerks in Mellach wäre sofort und unkompliziert möglich.
Während der Verbund in der Werbung angibt, sein Strom stamme zu 100
Prozent aus Wasserkraft, laufen die Kohle-Kraftwerke in Mellach und
Dürnrohr auf Volllast. Allein in Mellach wurden im Jahr 2011
CO2-Emissionen von 1,1 Mio. Tonnen verursacht, in Dürnrohr waren es
1,6 Mio. Tonnen CO2. In den Jahren 2008 bis 2011 verursachte der
Verbund insgesamt 10,9 Mio. Tonnen CO2 und hat damit mehr
CO2-Emissionen verursacht als jeder andere Stromkonzern in
Österreich. "Der Verbund wurde mittlerweile zum klimaschädlichsten
Stromkonzern Österreichs. Wir fragen uns, wann das Verbund-Management
endlich seiner eigenen Werbelinie zu folgen beginnt und auf saubere
Stromerzeugung setzt", sagt Wahlmüller.
GLOBAL 2000 nimmt auch die Politik in die Pflicht: Die Emissionen der
E-Wirtschaft werden über das EU-Emissionshandelssystem (ETS) erfasst.
Dort wurde ein allgemeiner Emissionsdeckel eingezogen: Wer weniger
verbraucht als erlaubt, darf mit überschüssigen Emissionsrechten
handeln. Der Preis für die Emission einer Tonne CO2 ist zuletzt aber
auf unter sieben Euro zusammengebrochen. Auf diese Weise entsteht für
Unternehmen kein Anreiz, in Klimaschutz zu investieren oder auch nur
klimaschädigende Kraftwerke in geringerem Ausmaß zu nutzen. "Die
Politik muss hier Reformen durchsetzen, sonst bleibt der
Emissionshandel weiterhin wirkungslos. Bis dahin soll sich die
öffentliche Hand als Mehrheitseigentümer dafür einsetzen, dass beim
Verbund Werbelinie und Realität endlich in Einklang gebracht werden",
fordert Wahlmüller abschließend.
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