- 12.12.2012, 10:33:32
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Hundstorfer zieht positive Zwischenbilanz über fit2work in Niederösterreich
Leitner: Große Nachfrage nach Beratung in Niederösterreich
Utl.: Leitner: Große Nachfrage nach Beratung in Niederösterreich =
Wien (OTS/BMASK) - Ein Drittel der Österreicherinnen und Österreicher
leidet unter gesundheitlichen Beeinträchtigungen am Arbeitsplatz. Um
längeren Krankenständen, drohendem Arbeitsplatzverlust sowie dem
erschwerten Wiedereinstieg ins Berufsleben entgegenzuwirken, gibt es
seit mehr als einem Jahr die fit2work-Beratungsstellen in
Niederösterreich. Über 1200 Anfragen und knapp 800 Personenberatungen
zeigen nicht nur den hohen Bedarf in der Bevölkerung, sondern auch
eine positive erste Bilanz der Beratungstätigkeit im Bundesland
Niederösterreich. "Das aktuelle Arbeits-Fitness-Barometer hat
ergeben, dass die Österreicherinnen und Österreicher aufgrund
gesundheitlicher Beeinträchtigungen im Mittelwert 25,5 Arbeitstage
pro Jahr in Krankenstand sind - die Hälfte davon wäre durch
umfassende Prävention bzw. Beratung vermeidbar", betonte
Sozialminister Rudolf Hundstorfer im Rahmen eines gemeinsamen
Pressegesprächs mit dem niederösterreichischen
Landeshauptmann-Stellvertreters Sepp Leitner am Mittwoch in Wien.
"Außerdem haben bei zwei von drei Arbeitslosen gesundheitliche
Probleme eine Rolle beim Verlust des Arbeitsplatzes gespielt. Unsere
Initiative fit2work sorgt in Niederösterreich seit einem knappen Jahr
dafür, dass Menschen ihren Beruf gesund und mit Freude ausüben
können, und dass unsere heimischen Unternehmen "fitter" werden und
ihre Wertschöpfung langfristig erhöhen", so der Sozialminister.****
"Seit Oktober 2011 gibt es die fit2work-Personenberatung in
Niederösterreich: Sechs Beratungsstellen in St. Pölten, Wiener
Neudorf, Amstetten, Wiener Neustadt, Korneuburg und Zwettl stehen für
Personen mit gesundheitlichen Problemen am Arbeitsplatz sowie für
Arbeitssuchende mit gesundheitlichen Problemen zur Verfügung. Mit
diesem feinsinnigen und vielschichtigen Arbeitsprogramm wollen wir
für eine flächendeckende Beratungsmöglichkeit für alle
Niederösterreicher und Niederösterreicherinnen sorgen", so
Landeshauptmann-Stv. Sepp Leitner. Mit Juni 2012 startete auch die
Betriebsberatung, die in den wenigen Monaten bereits sehr gute
Resonanz generieren konnte.
NiederösterreicherInnen nehmen fit2work-Angebote zahlreich in
Anspruch
Die Bilanz nach rund einem Jahr fit2work in Niederösterreich
fällt durchwegs positiv aus: In den ersten 13 Monaten haben über 1200
Personen mit einer der Beratungsstellen Kontakt aufgenommen, um
Informationen anzufordern. Knapp 800 Personen nahmen eine
Erstberatung in Anspruch, bei der innerhalb eines ausführlichen
Gesprächs die Ausgangssituation der oder des Betroffenen analysiert
wird. Danach erfolgt im Rahmen des so genannten Case Managements die
Abklärung der individuellen Problemlage inkl. arbeitsmedizinischer
und/oder arbeitspsychologischer Untersuchung, die Erstellung eines
Entwicklungsplans und eine Umsetzungsbegleitung durch die Case
ManagerInnen. Die Anzahl der Case Management-Begleitungen beträgt
derzeit rund 570, wovon 73 Fälle bereits erfolgreich abgeschlossen
wurden. Die fit2work-Betriebsberatung ist erst seit Juni 2012 in
Niederösterreich umgesetzt, allerdings lassen erste
gesamtösterreichische Zahlen auch innerhalb der Firmen den Bedarf
nach Beratung zur Gesundheit am Arbeitsplatz erkennen: Bereits rund
170 niederösterreichische Betriebe haben Kontakt zu fit2work
aufgenommen.
fit2work überzeugt durch Beratung aus einer Hand
"Die Anforderungen und Belastungen des Berufslebens sind in den
letzten Jahrzehnten deutlichen gestiegen und damit auch die
gesundheitlichen Probleme - das spiegelt sich auch in der großen
Nachfrage nach den Angeboten von fit2work wider", so Bundesminister
Hundstorfer. "Mit fit2work konnten wir ein Beratungsservice
etablieren, das nicht nur anonym, kostenlos und freiwillig ist,
sondern erstmals alle bestehenden Angebote und Förderungen zur
Verbesserung der Gesundheit am Arbeitsplatz vernetzt und so
Information, Beratung und Koordination aus einer Hand bietet." So
erhalten KlientInnen an einer einzigen Anlaufstelle die auf sie
abgestimmten Angebote und Problemlösungen.
Gute Vernetzung und niederschwelliges Angebot als
Erfolgsfaktoren
Die ersten niederösterreichischen Bilanzergebnisse zeigen, dass die
KlientInnen in der Regel eine hohe Motivation aufweisen, sich mit den
Inhalten der gemeinsam erarbeiteten Arbeitsschritte und den Zielen
auseinanderzusetzen. In der Praxis bedeutet das beispielsweise eine
sehr hohe Termintreue von Seiten der KlientInnen. Positiv bewertet
werden von den Betroffenen vor allem das umfangreiche, kostenlose
Beratungsangebot, das Angebot der arbeitsmedizinischen und
arbeitspsychologischen Untersuchung sowie die gute Erreichbarkeit der
Einrichtungen. Als hilfreich beim Finden von Lösungen hat sich
außerdem die direkte Kontaktaufnahme mit ArbeitgebervertreterInnen
erwiesen.
Aufholbedarf bei psychologischen und psychosozialen Angeboten
Das erste Jahr fit2work in Niederösterreich hat aber auch
gezeigt, wo es aktuell noch Versorgungslücken gibt: Die Angebote der
Kostenübernahme von psychologischer und psychotherapeutischer
Behandlung sowie die Plätze für psychosoziale Rehabilitation und
Krisenintervention können derzeit dem tatsächlichen Bedarf nicht
gerecht werden. "Eine der Herausforderungen für die Zukunft wird es
sein, auch hier Versorgungslücken zu schließen und Verbesserungen der
aktuellen Situation zu erlangen", so Leitner.
fit2work Personen- und Betriebsberatung ab Anfang 2013 in ganz
Österreich
Ab Jahresbeginn 2013 wird die fit2work-Personenberatung und
Betriebsberatung flächendeckend in allen österreichischen
Bundesländern verfügbar sein.
Aktuell gibt es fit2work-Beratungsstellen in Wien, Niederösterreich,
der Steiermark, Salzburg, Oberösterreich und Tirol. Mit Jahresbeginn
2013 werden Personen- und Betriebsberatung auch in den restlichen
Bundesländern Kärnten, Burgenland und Vorarlberg angeboten. (schluss)
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