- 12.12.2012, 09:30:47
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Allianz Studie: Österreicher bei Ausgaben für Lebensversicherungen weit unter dem Europa-Schnitt
Wien (OTS) - In Zeiten des "New Normal" an den Finanzmärkten,
volkswirtschaftlicher Budgetnöte und des demografischen Wandels
stehen Menschen weltweit vor großen Herausforderungen in Sachen
Vorsorge: Dabei dient das "System Lebensversicherung" nicht nur als
globaler Stabilisator und Konjunkturmotor, sondern als flexibles
Multitalent für Kunden. Für die Zukunft erwartet die Allianz eine
steigende Bedeutung der Lebensversicherung als einziges funktionales
System zur Absicherung von existenziellen Risiken und zur Vorsorge
fürs Alter.
"Lebensversicherungen sind lebenswichtig - nicht nur für den
Einzelnen, sondern für die gesamte Weltwirtschaft", kommentierte
Manfred Baumgartl, Vorstand der Allianz Gruppe in Österreich, die
Ergebnisse des aktuellen Allianz Demographic Pulse am Mittwoch vor
Journalisten.
Lebensversicherung als globales Bollwerk für Finanzmärkte und
Volkswirtschaften
Der aktuelle Allianz Demographic Pulse zeigt die Vielschichtigkeit
der Bedeutung der Lebensversicherung in einem globalen Vergleich:
Weltweit belaufen sich die Ansprüche privater Haushalte bei
Lebensversicherungsunternehmen auf über 10.000 Milliarden Euro.
Während beispielsweise in den USA 2.703 Milliarden Euro und in
Deutschland 749 Milliarden Euro in Lebensversicherungsunternehmen
veranlagt sind, haben private Haushalte in Österreich über 68
Milliarden Euro in Lebensversicherungen investiert. Heimische
Versicherungsunternehmen nehmen pro Jahr rund 7 Milliarden Euro
Prämien in der Lebensversicherung ein, weltweit beläuft sich diese
Summe auf über 1.700 Milliarden Euro. Neben der stabilisierenden
Wirkung auf die internationalen Finanzmärkte fungieren die
Auszahlungen der Lebensversicherungen auch als Konjunkturpaket - die
Bilanz für den Kunden kann sich sehen lassen: Pro Jahr fließen
alleine in Europa rund 530 Milliarden Euro (Österreich: 6,6
Milliarden Euro) in die Erhöhung der Kaufkraft der
Anspruchsberechtigten, die entweder in den Konsum mündet oder in Form
eines generationenübergreifenden Geldtransfers weitergegeben wird -
in jedem Fall wird die Wirtschaft angekurbelt.
Österreicher bei Ausgaben für Lebensversicherung im globalen
Mittelfeld
Wirft man einen Blick auf die jährlichen Bruttoprämien in der
Lebensversicherung, so zeigen sich interessante Ergebnisse:
Hierzulande geben die Menschen insgesamt 2,3 Prozent des BIP für
Lebensversicherungen aus. Damit liegt Österreich weltweit auf Platz
27, im Europavergleich auf Platz 14. In absoluten Zahlen bedeutet
das, dass Herr und Frau Österreicher durchschnittlich 831 Euro pro
Jahr für Lebensversicherungen ausgeben, der Europa-Durchschnitt liegt
bei 1.470 Euro. Globaler Spitzenreiter ist die Bevölkerung von
Taiwan, die 13,7 Prozent des BIP in Lebensversicherungen investiert,
dicht gefolgt von jener aus Hong Kong (10,1 Prozent) und Südafrika
(9,6 Prozent). In Europa bilden die Briten (8,7 Prozent), Franzosen
(6,2 Prozent) und Iren (6,1 Prozent) das Spitzentrio. Deutschland
(3,4 Prozent) liegt im ersten Drittel auf Platz 10, auf den
hintersten Plätzen liegen die Ukraine (0,08 Prozent) und Russland
(0,06 Prozent).
Die Welt altert - Österreich altert
Dass die Weltbevölkerung insgesamt altert, zeigen die folgenden
Zahlen: Kamen weltweit im Jahre 1950 2,3 Über-60-Jährige auf ein
Neugeborenes, so werden für das Jahr 2050 knapp 16 Über-60-Jährige
auf ein Neugeborenes prognostiziert. Damit wird dann jeder fünfte
Erdenbürger älter als 60 Jahre sein. In Österreich gab es im Jahr
1950 ca. 11 Über-60-Jährige pro Neugeborenem, diese Zahl wird sich
bis zum Jahr 2050 auf vierzig fast vervierfachen. Obwohl Österreich
altert, ändert sich nichts am Pensionseintrittsverhalten: Das reale
Pensionsantrittsalter sinkt seit den 1970er Jahren kontinuierlich,
Österreicher sind mit durchschnittlich 24 Jahren "Vize-Europameister"
bei der Verweildauer in Pension. Das Umlagesystem biete zwar eine
gute Grundversorgung, aber Bundeszuschüsse von im Schnitt zwischen 7
und 10 Milliarden Euro pro Jahr seien notwendig, um die
Finanzierbarkeit aufrecht zu halten, so Baumgartl.
Schulterschluss aus staatlicher und privater Vorsorge
"Steigende Lebenserwartung und Staatsverschuldung werden zu
weiteren Leistungskürzungen im Umlagesystem führen. Der veränderte
Arbeitsmarkt lässt langfristige und stabile Einkommensentwicklungen
immer weniger zu. Eine flexible, jederzeit liquidierbare
Zusatzvorsorge für Berufsunfähigkeit, Hinterbliebene, Alter und
Pflege muss in Eigenverantwortung finanziert werden." Kapitaldeckung
und Umlageverfahren im Schulterschluss bieten laut Baumgartl die
ideale Lösung zur Kombination der Systeme: Budgetlücken der
öffentlichen Hand werden mit durchgehenden Beitragsleistungen bis zum
gesetzlichen Pensionsalter geschlossen. Die Brückenpension zwischen
gesetzlichem und tatsächlichem Pensionsantrittsalter wird durch
kapitalgedeckte Vorsorge finanziert. Die Brückenpension selbst
finanziert die Sozialversicherung: Der Bürger zahlt weiter Beiträge
in die Sozialversicherung ein (Selbst- bzw. Weiterversicherung in der
Kranken- und Pensionsversicherung), und zwar bis zum gesetzlichem
Pensionsantrittsalter. Dies führe zu einer Planbarkeit der Einkünfte
für die Sozialversicherung: "Mit diesem Modell kann die öffentliche
Hand mit dem demografischen Wandel Schritt halten und das System
darauf adaptieren - und jeder Bürger kann sein Pensionsantrittsalter
frei wählen, ohne das System zu belasten", erklärt Baumgartl.
Keine Alternative
Bei der Absicherung von Hinterbliebenen, existenziellen Risiken,
wie zum Beispiel der Berufsunfähigkeit, sowie der Vorsorge für
Bedarfslagen im Alter gäbe es keine Alternativen zum "System
Lebensversicherung." Der Bedarf an kapitalgedeckter betrieblicher und
privater Vorsorge werde künftig weiter steigen. "Kapitallebens- und
Rentenversicherungen, ergänzt um Fondsinvestments, werden an
Bedeutung gewinnen", so Baumgartl abschließend.
Downloads im Internet unter
http://www.unternehmen.allianz.at/presse/news
- Foto: Manfred Baumgartl ((C) Allianz) - Abdruck honorarfrei
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