Bundesheer: Österreichischer Beobachter-Offizier in Syrien nach kurzer Anhaltung wieder frei

Wien (OTS/BMLVS) - Gestern, Montag, wurde eine Patrouille der Beobachtermission UNTSO angehalten. Insaßen waren zwei Offiziere, einer davon aus Österreich. Unbekannte zwangen die beiden ihr Fahrzeug zu verlassen. Anschließend hielten sie die Beobachter für eine Stunde fest. Danach wurden die Soldaten unversehrt freigelassen und zu ihrem Fahrzeug zurückgebracht. Der Vorfall ereignete sich in den frühen Nachmittagsstunden etwa acht Kilometer nördlich der jordanischen Grenze.

Die Patrouille ist wohlauf wieder zurückgekehrt. Laut Aussagen der beiden Offiziere sind sie gut behandelt worden. Der Österreicher, ein 37-jähriger Major aus Kärnten, wurde in seiner Einsatzausbildung auf derartige Vorfälle vorbereitet.

Die beiden Offiziere gehören der militärischen Beobachtermission UNTSO (United Nations Truce Supervision Organization) an. Die 1948 gegründete Mission ist eine Friedensmission der Vereinten Nationen zur Überwachung des Waffenstillstandes im Nahen Osten. Die Mission erstreckt sich derzeit über Ägypten, Israel, Jordanien, den Libanon und Syrien. Die 153 Beobachter aus 25 Nationen versehen ihren Dienst unbewaffnet von Beobachtungsposten aus und führen Patrouillen durch. Die Mission UNTSO agiert unabhängig von UNDOF, wo rund 370 österreichische Soldaten im Einsatz sind. Bei UNTSO versehen derzeit sechs Österreicher ihren Dienst. Das Hauptquartier von UNTSO befindet sich in Jerusalem.

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