FSG-PflichtschullehrerInnen: Vorrang für die Volksschule!

Unterschriftenaktion wird noch diese Woche gestartet

Wien (OTS/FSG) - Nachdem in der heute vorgestellten PIRLS- und TIMSS-Studie Österreichs VolksschülerInnen in Mathematik, Naturwissenschaften und Lesen sich zwar verbessert, aber noch immer nicht wirklich befriedigend abgeschnitten haben, fordert der Vorsitzende der FSG in der PflichtschullehrerInnengewerkschaft, Thomas Bulant, dass die Regierung im Bildungsbereich endlich Nägel mit Köpfen machen müsse.++++

Die FSG-PflichtschullehrerInnen fordern sofortige konkrete Maßnahmen, um das Bildungsfundament in der österreichischen Schullandschaft zu verbessern. Bulant: "Als bereits existierende Gesamtschule muss die Volksschule endlich all jene Ressourcen erhalten, die für eine gut funktionierende Schule benötigt werden." In den Volksschulen gebe es bei den Schülern - so der Gewerkschafter - in ein und derselben Klasse gewaltige Leistungsunterschiede. Bulant: "Da gibt es Kinder, die die deutsche Sprache kaum beherrschen, Kinder, die zu Hause nicht gefördert werden, Kinder, denen die wichtigsten Verhaltensregeln vom Elternhaus nicht beigebracht wurden."
Und diese Defizite könne eine einzelne Lehrperson einfach nicht mehr zufriedenstellend ausgleichen. Es sei deshalb notwendig, endlich den gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Jahren Rechnung zu tragen.

Für eine "Qualitätssteigerung" in der Volksschule fordert Bulant von der Bildungspolitik folgende Maßnahmen:

O Doppelbesetzung in allen Fächern der ersten und zweiten Schulstufe O zusätzliche Stunden für Teamteaching bzw. Kleingruppenunterricht in den übrigen Schulstufen der Volksschule
O keine einzige Klasse mit mehr als 20 SchülerInnen
O zur besseren Vorbereitung auf die Volksschule zwei Pflichtjahre Kindergarten
O besondere Förderung der Ganztagesbetreuung
O Einführung der gemeinsamen Schule, um den Notendruck in der 4. Klasse zu nehmen
O Ausbau der Supportsysteme, z.B. mehr Beratungslehrer, Sozialarbeiter, Schulpsychologen
O Stundenkontingente für besonders verhaltensauffällige Kinder
O Sofortmaßnahmen für verhaltensauffällige Kinder in Akutsituationen O beste räumliche und lehrmittelmäßige Ausstattung aller Volksschulen

"Ohne zusätzliches Geld, ist eine Verbesserung der Volksschulsituation nicht möglich", stellt der Gewerkschafter fest. "Da sind nicht nur die Unterrichtsministerin Claudia Schmied und die Landeshauptleute, sondern vor allem die Finanzministerin Maria Fekter gefordert", meint Bulant und erklärt: "Die Zeit für schöne Worte, Kosmetik und leere Versprechungen müsse endlich vorbei sein."

Die FSG-PflichtschullehrerInnen starten noch diese Woche eine Unterschriftenaktion, um Druck auf die Politik auszuüben.

Rückfragen & Kontakt:

MMag. Dr. Thomas Bulant
FSG- Bundesvorsitzender in der PflichtschullehrerInnengewerkschaft
Schenkenstr. 4/5
1010 Wien

Franz Fischill
Tel.: (01) 534 44/39 266
Mobil: 0664/814 63 11
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