• 11.12.2012, 11:20:36
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FSG-PflichtschullehrerInnen: Vorrang für die Volksschule!

Unterschriftenaktion wird noch diese Woche gestartet

Utl.: Unterschriftenaktion wird noch diese Woche gestartet =

Wien (OTS/FSG) - Nachdem in der heute vorgestellten PIRLS- und
TIMSS-Studie Österreichs VolksschülerInnen in Mathematik,
Naturwissenschaften und Lesen sich zwar verbessert, aber noch immer
nicht wirklich befriedigend abgeschnitten haben, fordert der
Vorsitzende der FSG in der PflichtschullehrerInnengewerkschaft,
Thomas Bulant, dass die Regierung im Bildungsbereich endlich Nägel
mit Köpfen machen müsse.++++

Die FSG-PflichtschullehrerInnen fordern sofortige konkrete Maßnahmen,
um das Bildungsfundament in der österreichischen Schullandschaft zu
verbessern. Bulant: "Als bereits existierende Gesamtschule muss die
Volksschule endlich all jene Ressourcen erhalten, die für eine gut
funktionierende Schule benötigt werden." In den Volksschulen gebe es
bei den Schülern - so der Gewerkschafter - in ein und derselben
Klasse gewaltige Leistungsunterschiede. Bulant: "Da gibt es Kinder,
die die deutsche Sprache kaum beherrschen, Kinder, die zu Hause nicht
gefördert werden, Kinder, denen die wichtigsten Verhaltensregeln vom
Elternhaus nicht beigebracht wurden."
Und diese Defizite könne eine einzelne Lehrperson einfach nicht mehr
zufriedenstellend ausgleichen. Es sei deshalb notwendig, endlich den
gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Jahren Rechnung zu
tragen.

Für eine "Qualitätssteigerung" in der Volksschule fordert Bulant von
der Bildungspolitik folgende Maßnahmen:

O Doppelbesetzung in allen Fächern der ersten und zweiten Schulstufe
O zusätzliche Stunden für Teamteaching bzw. Kleingruppenunterricht in
den übrigen Schulstufen der Volksschule
O keine einzige Klasse mit mehr als 20 SchülerInnen
O zur besseren Vorbereitung auf die Volksschule zwei Pflichtjahre
Kindergarten
O besondere Förderung der Ganztagesbetreuung
O Einführung der gemeinsamen Schule, um den Notendruck in der 4.
Klasse zu nehmen
O Ausbau der Supportsysteme, z.B. mehr Beratungslehrer,
Sozialarbeiter, Schulpsychologen
O Stundenkontingente für besonders verhaltensauffällige Kinder
O Sofortmaßnahmen für verhaltensauffällige Kinder in Akutsituationen
O beste räumliche und lehrmittelmäßige Ausstattung aller Volksschulen

"Ohne zusätzliches Geld, ist eine Verbesserung der
Volksschulsituation nicht möglich", stellt der Gewerkschafter fest.
"Da sind nicht nur die Unterrichtsministerin Claudia Schmied und die
Landeshauptleute, sondern vor allem die Finanzministerin Maria Fekter
gefordert", meint Bulant und erklärt: "Die Zeit für schöne Worte,
Kosmetik und leere Versprechungen müsse endlich vorbei sein."

Die FSG-PflichtschullehrerInnen starten noch diese Woche eine
Unterschriftenaktion, um Druck auf die Politik auszuüben.

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