• 10.12.2012, 10:14:42
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100.000 Euro für Tilo Berlin "unter Wahrnehmbarkeitsgrenze"

Ex-Hypo-Chef äußert sich zu umstrittenem Vorzugsaktien-Deal.

Utl.: Ex-Hypo-Chef äußert sich zu umstrittenem Vorzugsaktien-Deal. =

Wien (OTS) - Die umstrittenen Vorzugsaktien-Deals der Kärntner Hypo
beschäftigen intensiv die Justiz. Wie das Nachrichtenmagazin NEWS
vorab berichtet, äußerte sich Ex-Hypo-Chef Tilo Berlin unlängst in
einem Zivilverfahren zu einem dieser Geschäfte, bei dem es um
Vorzugsaktien im Wert von 100.000 Euro ging.

Berlin sei vom "Hausnotar" der Bank, von deren Vertrauensanwalt
und von einem Vorstandskollegen versichert worden, dass alles in
Ordnung sei, so die Anwälte des Ex-Bank-Bosses in einem Schriftsatz
im Verfahren BayernLB gegen Hypo-Mitarbeiterstiftung am Wiener
Handelsgericht. "Es ist durchaus möglich, dass Berlin im Zuge dieser
Unterschriftsleistung auch eine Optionsvereinbarung vorgelegt bekam
und unterfertigte", heißt es. Allerdings: "Ein Betrag von 100.000
Euro lag damals für den Chef der Bank, der eine Bilanzsumme von ca.
35 Milliarden Euro zu verantworten hatte, unter der
Wahrnehmbarkeitsgrenze", so die kuriose Begründung.

Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt hat vor wenigen Tagen eine
Anklageschrift gegen vier ehemalige Hypo-Vorstände und einen früheren
Vorzugsaktien-Investor vorgelegt. Es geht um möglicherweise
eigenkapitalschädliche Nebenvereinbarungen zu Vorzugsaktien. Der oben
angesprochene Fall werde Berlin im Strafverfahren nicht zur Last
gelegt, erklärte ein Anwalt einer Firma des Ex-Bankers zuletzt vor
Gericht. Die Anklage ist noch nicht rechtskräftig, alle Betroffenen
haben jedes Fehlverhalten immer bestritten.

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