- 09.12.2012, 11:12:05
- /
- OTS0032 OTW0032
SOS Mitmensch: Ein österreichisches Frühwarnsystem wird 20
Zivilgesellschaftliche Erfolgsgeschichte geht weiter
Utl.: Zivilgesellschaftliche Erfolgsgeschichte geht weiter =
Wien (OTS) - Die Menschenrechtsorganisation SOS Mitmensch feiert am
10. Dezember ihren 20. Geburtstag. "Es ist erstaunlich, dass es so
eine Organisation, die sich ausschließlich durch Spenden finanziert,
auch nach 20 Jahren noch immer gibt. Das zeigt, wie wertvoll die
Initiativen sind, die SOS Mitmensch in den vergangenen Jahren immer
wieder gesetzt hat", so der Schriftsteller und SOS
Mitmensch-Mitgründer Josef Haslinger. Und Haslinger weiter: "SOS
Mitmensch ist ein Faktor geworden, der aus der österreichischen
Gesellschaft nicht mehr wegzudenken ist. SOS Mitmensch ist eine Art
österreichisches Frühwahnsystem."
SOS Mitmensch kann in der Tat auf zahlreiche Erfolge verweisen.
Das im Jänner 1993 gegen das Anti-Ausländer-Volksbegehren der FPÖ
initiierte Lichtermeer war die größte Kundgebung der Zweiten
Republik. Als Teil der Bewegung "Demokratische Offensive" konnte SOS
Mitmensch Anfang 2000 erneut hunderttausende Menschen auf die Straße
bewegen und den negativen Handlungsspielraum der FPÖ in der
Bundesregierung stark einschränken.
Trotz einiger menschenrechtlicher Rückschläge und einer sich
hochschaukelnden Asylverschärfungspolitik, ist es SOS Mitmensch,
gemeinsam mit anderen zivilgesellschaftlichen AkteurInnen, gelungen,
die Grundversorgung von Asylsuchenden immer wieder zu sichern, das
Bleiberecht für viele Menschen zu erkämpfen sowie wichtige Impulse in
Sachen Gleichberechtigung und im Kampf gegen Rassismus zu setzen.
Darüber hinaus hat SOS Mitmensch auch einer Reihe an neuen
zivilgesellschaftlichen Initiativen Schubkraft verliehen, etwa der
Flüchtlingshelferin Ute Bock, dem Antirassismusverein ZARA oder der
für die Rechte binationaler Partnerschaften kämpfenden Initiative
"Ehe ohne Grenzen".
"Wir haben gemeinsam mit einer immer breiter und stärker werdenden
Zivilgesellschaft dafür gesorgt, dass reagiert wird, wenn Unrecht
geschieht. Wir haben Menschenrechte nicht nur verteidigt, sondern
aktiv eingefordert. Und wir haben konkrete Lösungen für eine
menschengerechtere Politik erarbeitet, wie etwa zuletzt mit den 125
Lösungsvorschlägen des Alternativen Integrations-ExpertInnenrats. Für
uns steht fest: Wir werden auch die nächsten 20 Jahre nicht locker
lassen werden, wenn es um Menschenrechte und Menschenwürde geht", so
Alexander Pollak, Sprecher von SOS Mitmensch.
SOS Mitmensch hat aus Anlass seines 20-jährigen Jubiläums eine
Broschüre über seine Geschichte und Erfolge erstellt und einen
Videoblog mit Statements von WegbegleiterInnen eingerichtet:
http://20jahresosmitmensch.wordpress.com/ Am 13. Dezember findet im
Wiener Ostklub ein Geburtstagsfest mit Clara Luzia, und Luise Pop
statt. Das Fest steht unter dem gerade in diesen Tagen wieder
hochaktuellen Motto "Für ein echtes Bleiberecht!". Am 20. Jänner
findet im Volkstheater eine SOS Mitmensch-Matinee für Zivilcourage
statt.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | SMM






