SOS Mitmensch: Ein österreichisches Frühwarnsystem wird 20

Zivilgesellschaftliche Erfolgsgeschichte geht weiter

Wien (OTS) - Die Menschenrechtsorganisation SOS Mitmensch feiert am 10. Dezember ihren 20. Geburtstag. "Es ist erstaunlich, dass es so eine Organisation, die sich ausschließlich durch Spenden finanziert, auch nach 20 Jahren noch immer gibt. Das zeigt, wie wertvoll die Initiativen sind, die SOS Mitmensch in den vergangenen Jahren immer wieder gesetzt hat", so der Schriftsteller und SOS Mitmensch-Mitgründer Josef Haslinger. Und Haslinger weiter: "SOS Mitmensch ist ein Faktor geworden, der aus der österreichischen Gesellschaft nicht mehr wegzudenken ist. SOS Mitmensch ist eine Art österreichisches Frühwahnsystem."

SOS Mitmensch kann in der Tat auf zahlreiche Erfolge verweisen. Das im Jänner 1993 gegen das Anti-Ausländer-Volksbegehren der FPÖ initiierte Lichtermeer war die größte Kundgebung der Zweiten Republik. Als Teil der Bewegung "Demokratische Offensive" konnte SOS Mitmensch Anfang 2000 erneut hunderttausende Menschen auf die Straße bewegen und den negativen Handlungsspielraum der FPÖ in der Bundesregierung stark einschränken.

Trotz einiger menschenrechtlicher Rückschläge und einer sich hochschaukelnden Asylverschärfungspolitik, ist es SOS Mitmensch, gemeinsam mit anderen zivilgesellschaftlichen AkteurInnen, gelungen, die Grundversorgung von Asylsuchenden immer wieder zu sichern, das Bleiberecht für viele Menschen zu erkämpfen sowie wichtige Impulse in Sachen Gleichberechtigung und im Kampf gegen Rassismus zu setzen. Darüber hinaus hat SOS Mitmensch auch einer Reihe an neuen zivilgesellschaftlichen Initiativen Schubkraft verliehen, etwa der Flüchtlingshelferin Ute Bock, dem Antirassismusverein ZARA oder der für die Rechte binationaler Partnerschaften kämpfenden Initiative "Ehe ohne Grenzen".

"Wir haben gemeinsam mit einer immer breiter und stärker werdenden Zivilgesellschaft dafür gesorgt, dass reagiert wird, wenn Unrecht geschieht. Wir haben Menschenrechte nicht nur verteidigt, sondern aktiv eingefordert. Und wir haben konkrete Lösungen für eine menschengerechtere Politik erarbeitet, wie etwa zuletzt mit den 125 Lösungsvorschlägen des Alternativen Integrations-ExpertInnenrats. Für uns steht fest: Wir werden auch die nächsten 20 Jahre nicht locker lassen werden, wenn es um Menschenrechte und Menschenwürde geht", so Alexander Pollak, Sprecher von SOS Mitmensch.

SOS Mitmensch hat aus Anlass seines 20-jährigen Jubiläums eine Broschüre über seine Geschichte und Erfolge erstellt und einen Videoblog mit Statements von WegbegleiterInnen eingerichtet:
http://20jahresosmitmensch.wordpress.com/ Am 13. Dezember findet im
Wiener Ostklub ein Geburtstagsfest mit Clara Luzia, und Luise Pop statt. Das Fest steht unter dem gerade in diesen Tagen wieder hochaktuellen Motto "Für ein echtes Bleiberecht!". Am 20. Jänner findet im Volkstheater eine SOS Mitmensch-Matinee für Zivilcourage statt.

Rückfragen & Kontakt:

Alexander Pollak
Mobil: 0664 512 09 25
apo@sosmitmensch.at
www.sosmitmensch.at

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