Kirchgatterer: Internationaler Menschenrechtstag im Zeichen der menschenrechtswidrigen Arbeits- und Umweltstandards

Volksanwaltschaft prüft und kontrolliert im Dienste der Menschenrechte

Wien (OTS/SK) - "Anlässlich des bevorstehenden Internationalen Tages für Menschenrechte am 10. Dezember gedenke ich Namens der österreichischen Sozialdemokratie der vielen mutigen Menschen in der Welt, deren Leben im Kampf für Demokratie und Menschenrechte bedroht ist", erklärte SPÖ-Menschenrechtssprecher Franz Kirchgatterer am Sonntag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Kirchgatterer rief in Erinnerung, dass in Österreich seit heuer die Volksanwaltschaft mit ihren Kommissionen alle Orte des Freiheitsentzuges - zum Beispiel Haftanstalten, Justizanstalten, psychiatrische Kliniken und ähnliches - auf die Einhaltung der internationalen Menschenrechtsstandards begutachtet und überprüft. Die Kommissionen werden von der Volksanwaltschaft bestellt, sind unabhängig und interdisziplinär besetzt. Sie berichten der Volksanwaltschaft und können Missstandsfeststellungen vorschlagen. Die Volksanwaltschaft wird in diesem Zusammenhang vom früher im Innenministerium angesiedelten Gremium des Menschenrechtsbeirates beraten.

"Damit für alle Menschen ein Leben in Freiheit und Frieden und der Schutz auf Meinungs- und Pressefreiheit wie in Österreich gewährleistet werden kann, fordere ich alle demokratischen Kräfte zur Zusammenarbeit auf", so Kirchgatterer.

Denn, dass nicht nur auf jene Staaten Druck gemacht werden müsse, in denen Menschen heute noch gefoltert und getötet werden, sondern auch menschenrechtswidrige Arbeits- und Umweltstandards bei vielen internationalen Konzernen geändert werden müssen, zeigt beispielsweise jüngst der Großbrand in einer Kleiderfabrik in Bangladesh, der wegen mangelnder Sicherheitsstandards über hundert Menschen das Leben kostete. "Wenn Arbeiter und Arbeiterinnen, auch Kinder und Häftlinge, in Niedrigstlohnländern für die Herstellung von in Wohlstandsländern konsumierten Waren oft nicht einmal ein Prozent des Endpreises als Lohn erhalten, dann ist es eine höchst menschenrechtliche Aufgabe, die gesamtgesellschaftliche Verantwortung der internationalen Konzerne einzumahnen," so Kirchgatterer abschließend. (Schluss) mis

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