• 09.12.2012, 10:56:13
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Kirchgatterer: Internationaler Menschenrechtstag im Zeichen der menschenrechtswidrigen Arbeits- und Umweltstandards

Volksanwaltschaft prüft und kontrolliert im Dienste der Menschenrechte

Utl.: Volksanwaltschaft prüft und kontrolliert im Dienste der
Menschenrechte =

Wien (OTS/SK) - "Anlässlich des bevorstehenden Internationalen Tages
für Menschenrechte am 10. Dezember gedenke ich Namens der
österreichischen Sozialdemokratie der vielen mutigen Menschen in der
Welt, deren Leben im Kampf für Demokratie und Menschenrechte bedroht
ist", erklärte SPÖ-Menschenrechtssprecher Franz Kirchgatterer am
Sonntag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Kirchgatterer rief in Erinnerung, dass in Österreich seit heuer die
Volksanwaltschaft mit ihren Kommissionen alle Orte des
Freiheitsentzuges - zum Beispiel Haftanstalten, Justizanstalten,
psychiatrische Kliniken und ähnliches - auf die Einhaltung der
internationalen Menschenrechtsstandards begutachtet und überprüft.
Die Kommissionen werden von der Volksanwaltschaft bestellt, sind
unabhängig und interdisziplinär besetzt. Sie berichten der
Volksanwaltschaft und können Missstandsfeststellungen vorschlagen.
Die Volksanwaltschaft wird in diesem Zusammenhang vom früher im
Innenministerium angesiedelten Gremium des Menschenrechtsbeirates
beraten.

"Damit für alle Menschen ein Leben in Freiheit und Frieden und der
Schutz auf Meinungs- und Pressefreiheit wie in Österreich
gewährleistet werden kann, fordere ich alle demokratischen Kräfte zur
Zusammenarbeit auf", so Kirchgatterer.

Denn, dass nicht nur auf jene Staaten Druck gemacht werden müsse, in
denen Menschen heute noch gefoltert und getötet werden, sondern auch
menschenrechtswidrige Arbeits- und Umweltstandards bei vielen
internationalen Konzernen geändert werden müssen, zeigt
beispielsweise jüngst der Großbrand in einer Kleiderfabrik in
Bangladesh, der wegen mangelnder Sicherheitsstandards über hundert
Menschen das Leben kostete. "Wenn Arbeiter und Arbeiterinnen, auch
Kinder und Häftlinge, in Niedrigstlohnländern für die Herstellung von
in Wohlstandsländern konsumierten Waren oft nicht einmal ein Prozent
des Endpreises als Lohn erhalten, dann ist es eine höchst
menschenrechtliche Aufgabe, die gesamtgesellschaftliche Verantwortung
der internationalen Konzerne einzumahnen," so Kirchgatterer
abschließend. (Schluss) mis

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