Berlakovich: Doha ist Türöffner für einen Weltklimaschutzvertrag

Nahtloser Übergang zu Kyoto II vereinbart

Wien (OTS) - Zentrale Forderungen von Österreich und der EU konnten bei der UN Klimakonferenz in Doha, Katar durchgesetzt werden. Wichtige Ergebnisse sind der nahtlose Übergang von einer alten zu einer neuen Klimaperiode mit Kyoto II, die bis 2020 gilt und die Einigung auf einen Arbeitsplan auf dem Weg zu einem Weltklimaschutzvertrag bis 2015.

"Unser Ziel als Österreich und Europäische Union, dass weiter aktiv an einem Weltklimaschutzvertrag gearbeitet wird, konnten wir erreichen. Wichtige Partner waren dabei für uns die Entwicklungsländer und die Inselstaaten. Die EU hat in Doha massiv Druck gemacht, es hat lange so ausgesehen, dass es kein Ergebnis gibt. Jetzt konnte nach langen und zähen Verhandlung doch noch ein Ergebnis erzielt werden. Der eingeschlagene Weg ist steinig, diesen müssen wir aber unbedingt weitergehen. Doha war ein wichtiger Zwischenschritt. Jetzt gilt es hart an diesem Klimaschutzvertrag zu arbeiten", bilanziert Umweltminister Nikolaus Berlakovich über die UN Weltklimakonferenz in Doha.

Arbeitsplan soll bis 2015 Weltklimaschutzvertrag ermöglichen "Wir konnten uns auf einen Arbeitsplan einigen, um dem Weltklimaschutzvertrag bis 2015 Leben einzuhauchen. Die EU ist auch in diesem Punkt ihrer Vorreiterrolle nachgekommen und hat sich durchgesetzt", so der Minister.

Bis zur nächsten Klimakonferenz Ende 2013 in Warschau werden dazu vier Verhandlungswochen stattfinden. Bis Mai 2015 soll ein konkreter Entwurf auf dem Tisch liegen. Einigung herrschte auch bei den Inhalten der Arbeitstreffen. Die Grundsätze für den Weltklimaschutzvertrag sollen definiert werden, die Erfahrungen aus den bisherigen Konferenzen sollen einfließen und Umfang, Struktur und Design des Weltklimaschutzvertrages sollen festgelegt werden. "Ein wichtiger Schritt in Richtung Weltklimaschutzvertrag und eine große Vorgabe für die Konferenz im nächsten Jahr in Warschau", betont Berlakovich.

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