- 06.12.2012, 19:56:12
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AktionsGemeinschaft - Lerchbammer zu Studienplatzfinanzierung: Fahler Beigeschmack bei Eiertanz um Zweckwidmung
Leistung einziges Kriterium bei Zugangsregeln!
Utl.: Leistung einziges Kriterium bei Zugangsregeln! =
Wien (OTS) - "Rechtssicherheit ist definitiv der größte, aber auch
einzige Wurf der heute im Parlament behandelten Neuregelung der
Studienplatzfinanzierung", fasst der Bundesobmann der
Aktionsgemeinschaft (AG) Florian Lerchbammer heute, Donnerstag, den
entsprechenden Beschluss des Nationalrats zusammen. Für die größte
Studierendenfraktion Österreichs war es seit jeher ein Anliegen,
Rechtssicherheit für rund eine Viertel Million Studierende zu
schaffen.
Dass bei der Wiedereinführung der Studiengebühren die Zweckwidmung
selbiger fehlt, wird von der AktionsGemeinschaft nachhaltig
kritisiert. "Wir zahlen - Wir wollen! Es kann nicht sein, dass man
die Studenten nun wieder zur Kasse bittet, aber nicht hinsichtlich
der Mittelverwendung mitreden lässt, so wie dies bereits früher der
Fall war!", zeigt sich Lerchbammer empört.
Allen voran kritisiert die AG dabei die Blockadehaltung der
SPÖ-Wissenschaftssprecherin Mag.a Kunzl. Erst nach einigen kritischen
Zurufen und schleppenden Diskussionen innerhalb des
Wissenschaftsausschusses, kam auch die SPÖ zur Einsicht einen Passus
zu unterstützen, der die Universitäten klar auffordert, mit den
Studierenden eine Lösung hinsichtlich der Mitbestimmung bei der
Mittelverwendung der Studiengebühren zu finden. Die
Ausschussfestellung lasse keine Zweifel daran erkennen, dass es die
Absicht des Gesetzgebers ist, dass die Universitäten vor Ort
Problemlösungen anbieten.
Mit der Neuregelung der Studienplatzfinanzierung gehe jedoch mit der
Festlegung auf die Leistungsorientierung bei Zugangsregelungen die
größte, heute durch den Nationalrat behandelte Änderung, unter. "Die
beschränkt verfügbaren Studienplätze sollen die Leistungswilligen und
Leistungsfähigen erhalten, und nicht jene, die vielleicht gerade das
passende Geschlecht oder die passende soziale Herkunft haben", so
Lerchbammer weiter.
Positiv hervorzuheben sind auch die 94 zusätzlichen Professurstellen,
die ein direkter Ausfluss aus der Studienplatzfinanzierung sind.
"Auch die begrüßenswerte Schaffung der neuen Dienststellen kann nicht
über die Notwendigkeit der Verbesserung der Betreuungsverhältnisse
hinwegtäuschen bzw. diese ersetzen", so Lerchbammer abschließend.
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