AktionsGemeinschaft - Lerchbammer zu Studienplatzfinanzierung: Fahler Beigeschmack bei Eiertanz um Zweckwidmung

Leistung einziges Kriterium bei Zugangsregeln!

Wien (OTS) - "Rechtssicherheit ist definitiv der größte, aber auch einzige Wurf der heute im Parlament behandelten Neuregelung der Studienplatzfinanzierung", fasst der Bundesobmann der Aktionsgemeinschaft (AG) Florian Lerchbammer heute, Donnerstag, den entsprechenden Beschluss des Nationalrats zusammen. Für die größte Studierendenfraktion Österreichs war es seit jeher ein Anliegen, Rechtssicherheit für rund eine Viertel Million Studierende zu schaffen.

Dass bei der Wiedereinführung der Studiengebühren die Zweckwidmung selbiger fehlt, wird von der AktionsGemeinschaft nachhaltig kritisiert. "Wir zahlen - Wir wollen! Es kann nicht sein, dass man die Studenten nun wieder zur Kasse bittet, aber nicht hinsichtlich der Mittelverwendung mitreden lässt, so wie dies bereits früher der Fall war!", zeigt sich Lerchbammer empört.

Allen voran kritisiert die AG dabei die Blockadehaltung der SPÖ-Wissenschaftssprecherin Mag.a Kunzl. Erst nach einigen kritischen Zurufen und schleppenden Diskussionen innerhalb des Wissenschaftsausschusses, kam auch die SPÖ zur Einsicht einen Passus zu unterstützen, der die Universitäten klar auffordert, mit den Studierenden eine Lösung hinsichtlich der Mitbestimmung bei der Mittelverwendung der Studiengebühren zu finden. Die Ausschussfestellung lasse keine Zweifel daran erkennen, dass es die Absicht des Gesetzgebers ist, dass die Universitäten vor Ort Problemlösungen anbieten.

Mit der Neuregelung der Studienplatzfinanzierung gehe jedoch mit der Festlegung auf die Leistungsorientierung bei Zugangsregelungen die größte, heute durch den Nationalrat behandelte Änderung, unter. "Die beschränkt verfügbaren Studienplätze sollen die Leistungswilligen und Leistungsfähigen erhalten, und nicht jene, die vielleicht gerade das passende Geschlecht oder die passende soziale Herkunft haben", so Lerchbammer weiter.

Positiv hervorzuheben sind auch die 94 zusätzlichen Professurstellen, die ein direkter Ausfluss aus der Studienplatzfinanzierung sind. "Auch die begrüßenswerte Schaffung der neuen Dienststellen kann nicht über die Notwendigkeit der Verbesserung der Betreuungsverhältnisse hinwegtäuschen bzw. diese ersetzen", so Lerchbammer abschließend.

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