- 06.12.2012, 16:09:51
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Wlodkowski: Österreich will flächendeckend ökologische Landwirtschaft
Flächendeckende Umweltleistungen: Anreizsysteme für Erfolg notwendig
Utl.: Flächendeckende Umweltleistungen: Anreizsysteme für Erfolg
notwendig =
Wien (OTS) - "Wir wollen, dass die Landwirtschaft überall ökologisch
betrieben wird und nicht nur in ein paar ausgesuchten Nischen.
Deshalb haben wir unser Umweltprogramm ÖPUL so gestaltet, dass die
Bauern die Umweltleistungen flächendeckend erfüllen können. Dafür hat
uns ja sogar der EU-Kommissionspräsident als Vorbild für ganz Europa
hingestellt. Wenn nun der Rechnungshof genau diesen Ansatz tadelt, so
verkennt er die Intention der heimischen Agrarpolitik voll und ganz.
Was darüber hinaus Anlass zu ernsten Sorgen gibt, ist die Reaktion
einiger Parteien auf den Rechnungshof-Rohbericht. Abseits jeglichen
Fachwissens werden verbale Rundumschläge ausgeteilt und damit
Österreichs Agrarpolitik, die EU-weit ihresgleichen sucht, madig
gemacht. Das ÖPUL ist eine echte Erfolgsstory, die nicht von
parteipolitischen Kleingeldwechslern schlecht geredet werden kann",
stellte Gerhard Wlodkowski, Präsident der LK Österreich, zum
Rechnungshof-Rohbericht fest.
ÖPUL-Erfolge beachtlich
"Österreichs Landwirtschaft ist nicht nur der einzige Bereich, der
am Kyoto-Zielpfad positiv unterwegs ist, die ÖPUL-Erfolge kann man
auch mit Stolz herzeigen. 90% der landwirtschaftlichen Fläche in
Österreich sind vom Umweltprogramm erfasst. Ein Fünftel der
Gesamtfläche wird sogar biologisch bewirtschaftet und macht
Österreich zum Bio-Europameister. Auf 1,5 Mio. ha wird freiwillig auf
chemisch-synthetische Pflanzen- und Düngemittel verzichtet
beziehungsweise ist deren Anwendung stark eingeschränkt", ergänzte
Wlodkowski.
Umweltleistungen: Anreizsysteme notwendig
"Unsere Vorstellung von ökologischer Landwirtschaft ist eine
flächendeckende, keine selektive. Daher bedarf es auch gewisser
ökonomischer Anreizsysteme, damit de facto ein ganzes Land an den
dafür notwendigen Umweltmaßnahmen teilnimmt. Das ist eine
Grundvoraussetzung und die Kritik daran verkennt die Realität. Die
Bauern sind nicht nur die Erhalter der ökologischen Umwelt, sie
müssen in erster Linie von ihrer Produktion leben. Das bedeutet, dass
auch die Ökologisierung in die unternehmerische Planung miteinbezogen
werden muss", so Wlodkowski weiter.
Ohne ÖPUL 25% weniger Bio-Fläche
"Das Wirtschaftsforschungsinstitut hat festgestellt, dass ohne das
Umweltprogramm ÖPUL ein Verlust von bis zu 25% der Bio-Fläche
Österreichs droht. Auch die Biodiversität würde leiden und die
Umweltqualität sich verschlechtern. Selbst die Fremdenverkehrsgebiete
wären durch Naturgefahren bedroht, weil beispielsweise durch
mangelnde Grünlandpflege das Vermurungsrisiko stark steigt. All diese
Fakten zeigen, wie wichtig ein flächendeckender Ansatz bei
Umweltprogrammen ist. Wir werden alles tun, um diesen Weg auch im
neuen Programm Ländliche Entwicklung für die Jahre 2014 bis 2020
weitergehen zu können", so Wlodkowski abschließend.
(Schluss)
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