Wlodkowski: Österreich will flächendeckend ökologische Landwirtschaft

Flächendeckende Umweltleistungen: Anreizsysteme für Erfolg notwendig

Wien (OTS) - "Wir wollen, dass die Landwirtschaft überall ökologisch betrieben wird und nicht nur in ein paar ausgesuchten Nischen. Deshalb haben wir unser Umweltprogramm ÖPUL so gestaltet, dass die Bauern die Umweltleistungen flächendeckend erfüllen können. Dafür hat uns ja sogar der EU-Kommissionspräsident als Vorbild für ganz Europa hingestellt. Wenn nun der Rechnungshof genau diesen Ansatz tadelt, so verkennt er die Intention der heimischen Agrarpolitik voll und ganz. Was darüber hinaus Anlass zu ernsten Sorgen gibt, ist die Reaktion einiger Parteien auf den Rechnungshof-Rohbericht. Abseits jeglichen Fachwissens werden verbale Rundumschläge ausgeteilt und damit Österreichs Agrarpolitik, die EU-weit ihresgleichen sucht, madig gemacht. Das ÖPUL ist eine echte Erfolgsstory, die nicht von parteipolitischen Kleingeldwechslern schlecht geredet werden kann", stellte Gerhard Wlodkowski, Präsident der LK Österreich, zum Rechnungshof-Rohbericht fest.

ÖPUL-Erfolge beachtlich

"Österreichs Landwirtschaft ist nicht nur der einzige Bereich, der am Kyoto-Zielpfad positiv unterwegs ist, die ÖPUL-Erfolge kann man auch mit Stolz herzeigen. 90% der landwirtschaftlichen Fläche in Österreich sind vom Umweltprogramm erfasst. Ein Fünftel der Gesamtfläche wird sogar biologisch bewirtschaftet und macht Österreich zum Bio-Europameister. Auf 1,5 Mio. ha wird freiwillig auf chemisch-synthetische Pflanzen- und Düngemittel verzichtet beziehungsweise ist deren Anwendung stark eingeschränkt", ergänzte Wlodkowski.

Umweltleistungen: Anreizsysteme notwendig

"Unsere Vorstellung von ökologischer Landwirtschaft ist eine flächendeckende, keine selektive. Daher bedarf es auch gewisser ökonomischer Anreizsysteme, damit de facto ein ganzes Land an den dafür notwendigen Umweltmaßnahmen teilnimmt. Das ist eine Grundvoraussetzung und die Kritik daran verkennt die Realität. Die Bauern sind nicht nur die Erhalter der ökologischen Umwelt, sie müssen in erster Linie von ihrer Produktion leben. Das bedeutet, dass auch die Ökologisierung in die unternehmerische Planung miteinbezogen werden muss", so Wlodkowski weiter.

Ohne ÖPUL 25% weniger Bio-Fläche

"Das Wirtschaftsforschungsinstitut hat festgestellt, dass ohne das Umweltprogramm ÖPUL ein Verlust von bis zu 25% der Bio-Fläche Österreichs droht. Auch die Biodiversität würde leiden und die Umweltqualität sich verschlechtern. Selbst die Fremdenverkehrsgebiete wären durch Naturgefahren bedroht, weil beispielsweise durch mangelnde Grünlandpflege das Vermurungsrisiko stark steigt. All diese Fakten zeigen, wie wichtig ein flächendeckender Ansatz bei Umweltprogrammen ist. Wir werden alles tun, um diesen Weg auch im neuen Programm Ländliche Entwicklung für die Jahre 2014 bis 2020 weitergehen zu können", so Wlodkowski abschließend.
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