Flick Privatstiftung zur aktuellen Anklageerhebung

Wien/Klagenfurt (OTS) - Die Flick Privatstiftung ist heute von der Staatsanwaltschaft Klagenfurt über die Erhebung einer Anklage auf Basis des Verbandsverantwortlichkeitsgesetzes im Zusammenhang mit dem Erwerb von Vorzugsaktien der Hypo Alpe-Adria-Leasing Holding AG im Mai und Juni 2007 informiert worden. Die Anklageschrift wurde bislang noch nicht zugestellt.

Wie bereits mitgeteilt hat die Flick Privatstiftung schon im September 2012 o.Univ.-Prof.Dr. Josef Zechner als unabhängigen Gutachter mit der Klärung des Sachverhalts dahingehend beauftragt, ob der Flick Privatstiftung ein unrechtmäßiger Vorteil zugekommen ist. Das Gutachten wird weiterhin bis Jahresende erwartet.
Die bisherigen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Klagenfurt gründen sich darauf, dass ehemalige Organe und Berater der Hypo Alpe Adria zum Zeitpunkt des Erwerbs der Hypo Vorzugsaktien durch die Flick Privatstiftung auch als Vorstandsmitglieder der Flick Privatstiftung tätig waren. Diese Personen sind zwischenzeitlich aus dem Vorstand der Flick Privatstiftung ausgeschieden.
Die Flick Privatstiftung hat von sich aus sämtliche Umstände des Sachverhalts gegenüber den Behörden mit voller Transparenz offengelegt und wird die Behörden auch weiterhin im Rahmen ihrer Ermittlungstätigkeiten vollinhaltlich unterstützen. Sollte sich wider Erwarten herausstellen, dass ehemalige Vorstandsmitglieder rechtswidrig handelten und der Flick Privatstiftung ein unrechtmäßiger Vorteil zugekommen wäre, so wird die Flick Privatstiftung diese Beträge zurückerstatten. Die Flick Privatstiftung hat hierzu bereits im September 2012 freiwillig einen Betrag in Höhe der vereinnahmten Dividendenzahlungen bis zur vollständigen Klärung des Sachverhalts treuhändig bei einem Notar hinterlegt.

Darstellung des Hintergrunds:

Die Flick Privatstiftung erwarb im Mai und Juni 2007 von der Hypo Alpe-Adria-Bank International AG Vorzugsaktien der Hypo Alpe-Adria-Leasing Holding AG. Als Bedingung für den Erwerb der Vorzugsaktien verlangte die Hypo Alpe-Adria-Bank International AG eine Call-Option, um die Vorzugsaktien zu einem späteren Zeitpunkt (beginnend ab 2009) zum Nennbetrag wieder zurückerwerben zu können. An einer Wertsteigerung der Vorzugsaktien konnte die Flick Privatstiftung sohin nicht partizipieren (da im Wertsteigerungsfall mit der Ausübung der Call-Option zu rechnen war). Da die Vorzugsaktien nicht börsennotiert waren und sich sohin eine spätere Verwertung der Vorzugsaktien als unrealistisch darstellte, wurde eine Put-Option mit der Hypo Alpe-Adria-Bank International AG vereinbart. Diese erlaubte es der Flick Privatstiftung, die Vorzugsaktien zum Nennbetrag an die Hypo Alpe-Adria-Bank International AG zurückzuverkaufen. Die von der Hypo Alpe-Adria-Leasing Holding AG vor dem Erwerb durch die Flick Privatstiftung an die Hypo Alpe-Adria-Bank International AG ausgegebenen Vorzugsaktien sahen eine Höchstdividende in Höhe von 6% bzw. 6,25% (je nach Tranche) vor. Die Flick Privatstiftung trug das Ausfallsrisiko der Hypo Alpe-Adria-Leasing Holding AG bzw. der Hypo Alpe-Adria-Bank International AG; in einem Insolvenzfall bestand somit das Risiko bis zum Totalverlust des Investments. Das Risikoinvestment wurde Anfang 2009 durch Ausübung der Call-Option der Hypo Alpe-Adria-Bank International AG glattgestellt. Das gesamte Investment hat sich aus Sicht der Flick Privatstiftung als ein normales Risikoinvestment in die Hypo Alpe-Adria Gruppe mit einer risikoadäquaten Rendite dargestellt.

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