• 06.12.2012, 13:38:17
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Arbeitslosigkeit: Volkswirtschaftler erwartet auf absehbare Zeit keine Besserung

Handel, Baugewerbe und Transport könnte es besonders treffen

Utl.: Handel, Baugewerbe und Transport könnte es besonders treffen =

Wien (OTS) - Trübe Aussichten an Österreichs Arbeitsmarkt: Der
Klagenfurter Volkswirtschaftler Gottfried Haber geht davon aus, dass
die Zahl der Arbeitslosen weiter steigen wird. In der
ATV-Diskussionssendung "Am Punkt Europa" sagte er: "Wir haben leider
im vierten Quartal 2012, also jetzt schon Prognosen, wo wir eine
Stagnation oder sogar eine Schrumpfung befürchten, und für das erste
Halbjahr 2013 stehen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht so
gut, also es wird sicher härter am Arbeitsmarkt."

Auf einige Branchen könnten schwere Zeiten zukommen, so Haber:
"Zum Beispiel der Bereich Transport und Verkehr, das ist eine
Branche, die ganz massiv an anderen Branchen dranhängt, oder auch der
Handel, das Baugewerbe, je nachdem, wie die Konjunktur sich
entwickelt." Das grundlegendste Problem sei in Österreich nach wie
vor, dass es nicht genügend gut ausgebildete Menschen gebe,
gleichzeitig aber die Arbeitswelt immer mehr Qualifikationen
erfordere: "Generell sehen wir, dass in fast allen Branchen
einerseits ein Fachkräftemangel da ist, der das Wachstum und damit
die Jobmöglichkeiten hemmt, gleichzeitig aber auch weniger
qualifizierte Personen freigesetzt werden, also da kriegen wir eine
Schere, die immer schlimmer wird," sagte Haber in "Am Punkt".

Am Montag hatte das AMS einen neuen Höchststand bei den
Arbeitslosenzahlen gemeldet: Im November waren 344.521 Menschen auf
Jobsuche. Auf die Frage des "Am Punkt"-Moderators Meinrad Knapp, ob
wir uns auf absehbare Zeit auf dieses hohe Niveau einstellen müssen,
antwortete Haber: "Ich fürchte, dass wir diese Zahlen weiter
beobachten werden, denn uns hat die Härte dieser Situation noch nicht
so getroffen. Wir sind teilweise eine Insel der Seligen, aber wir
werden uns vor den negativen Entwicklungen nicht verschließen können
und wir werden sehen, dass es härter wird, leider."

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | ATP

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