ÖAAB Wagner: ÖBB mit Pendlerstrom heillos überfordert

Trotz massiver Förderungen der Stadt Wien, des Landes Niederösterreich und des Bundes, gibt es seitens der ÖBB kein koordiniertes Verkehrskonzept für die Ostregion.

Wien (OTS) - Pendler mit einer Wegstrecke mit Umstiegsnotwendigkeit sind besonders von diesem Missstand betroffen. Nachdem die erste Strecke mit der Bahn zurückgelegt wurde, beginnt das lange Warten auf den Bus. Es ist unverständlich, dass die Verantwortlichen nicht in der Lage sind, den Fahrplan besser abzustimmen. Vor allem die Abstimmung zwischen den ehemaligen Post-Bussen, die von den ÖBB gekauft wurden, und den Zügen der ÖBB scheint nicht existent zu sein.

Zeit für ein Ende der Scheuklappenpolitik

"Es wird Zeit, dass die Dienstleister ihre Scheuklappen ablegen und zusammenarbeiten", ärgert sich Arbeiterkammerrat Leopold Wagner "Wenn der Zug von Retz ab Stockerau bereits voll ist und ab Korneuburg so überfüllt ist, dass sich nicht einmal eine Sardine mehr wohlfühlen würde, drängt sich mir die Frage auf, ob die ÖBB erst reagieren, wenn asiatische Zustände ausbrechen und die Menschen auf dem Dach mitfahren müssen, um an ihren Arbeitsplatz zu gelangen."

"Pendlerinnen und Pendler sind natürlich die Hauptbetroffenen, aber auch auf die zahlreichen Schülerinnen und Schüler, die ebenfalls an ihren Schulstandort pendeln muss man Rücksicht nehmen" so Wagner.

Wiener Chaos-Politik verschärft Problematik

"Mitschuld trägt natürlich die Wiener Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou, welche die Pendlerinnen und Pendler planlos vor vollendete Tatsachen gestellt hat, und bis heute 150.000 Unterschriften ignoriert. Diese Form der Zwangsbeglückung wird dafür sorgen, dass die Menschen, die bisher ihre Wege mit den Bahnen und Bussen in Niederösterreich erledigt haben, wieder auf das Auto umsteigen werden, um den beengten Situationen zu Spitzenzeiten und den dadurch verlängerten Wartezeiten zu entgehen", ärgert sich Wagner.

Anreiz statt Zwang

"Die öffentlichen Verkehrsmittel sind für die gebotene Leistung zu teuer, um die Pendlerinnen und Pendler zum Umsteigen zu bewegen. Es sind Anreizmodelle die den öffentlichen Verkehr attraktiver machen könnten und nicht grün-sozialistischer Zwang" so Wagner abschließend.

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