• 06.12.2012, 11:43:36
  • /
  • OTS0142 OTW0142

Diakonie alarmiert von hoher sozialer Deprivation von Kindern: Armutsfallen vermeiden!

Chalupka fordert Hilfen möglichst früh und zügige Umsetzung des Jugendhilfegesetzes

Utl.: Chalupka fordert Hilfen möglichst früh und zügige Umsetzung
des Jugendhilfegesetzes =

Wien (OTS) - Alarmiert zeigt sich Diakonie Direktor Michael Chalupka
angesichts der heute publizierten Daten zur sozialen Deprivation von
Kindern. Österreich liegt bei 13%: Das ist mehr als viermal so hoch
wie in Schweden.

"Niemand darf verloren gehen", betont Chalupka. "Es geht darum,
präventiv und frühzeitig zu helfen. Es geht darum, kleinen Kindern
und jungen Leuten, die drohen 'verloren' zu gehen, besondere
Unterstützung und die richtige Hilfe zu geben, damit sie eine Zukunft
haben. Wichtig ist, schon im Kleinkindalter Hilfen anzubieten, aber
auch besonders die Schnittstellen zwischen Schule und Ausbildung im
Auge zu behalten".

Investition in präventive Hilfen

"Präventive Hilfen für Hochrisiko-Familien lohnen sich
langfristig. Und zwar nicht nur für die betroffenen Kinder, sondern
auch für den Staat und die Gesellschaft," so Chalupka. Deshalb
fordert die Diakonie den Ausbau der sogenannten Frühen Hilfen
beginnend rund um die Geburt und in den Baby- und Kleinkindjahren,
sowie Investition in die Elementarpädagogik und ein zweites
Vorschuljahr.

"Benachteiligte Kinder brauchen Unterstützung von Anfang an. Denn
die Chancen für das spätere Leben werden lange vor dem Schuleintritt
gelegt. Wer früh hilft, hilft doppelt. Deshalb leistet die Diakonie
frühe Hilfen dort, wo sie dringend gebraucht wird. Sei es direkt nach
der Geburt eines Kindes, bei der Mutter-Kind-Bindung, in der frühen
Kommunikationsförderung oder im Kindergarten," so Chalupka.

Die Diakonie setzt sich weiters für ein bundesweites
Jugendhilfegesetz, das Jugendhilfeleistungen bis zum 21. Lebensjahr
gewährleistet, "weil es für alle unklug ist, die Unterstützung für
Jugendliche, die es schwer haben, schon mit 18 Jahren auszusetzen,"
betont Diakonie Direktor Chalupka. "Das Jugendhilfegesetz liegt seit
Monaten in der Schublade. Es wäre wichtig, dass sich Bund und Länder
endlich einigen", so Chalupka.

Jugendliche ohne Zukunft? Niemand darf verloren gehen -
Hoffnungsträger Kampagne der Diakonie:
http://www.diakonie.at/goto/de/kampagnen/hoffnungstraeger

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | DIK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel