Diakonie alarmiert von hoher sozialer Deprivation von Kindern: Armutsfallen vermeiden!

Chalupka fordert Hilfen möglichst früh und zügige Umsetzung des Jugendhilfegesetzes

Wien (OTS) - Alarmiert zeigt sich Diakonie Direktor Michael Chalupka angesichts der heute publizierten Daten zur sozialen Deprivation von Kindern. Österreich liegt bei 13%: Das ist mehr als viermal so hoch wie in Schweden.

"Niemand darf verloren gehen", betont Chalupka. "Es geht darum, präventiv und frühzeitig zu helfen. Es geht darum, kleinen Kindern und jungen Leuten, die drohen 'verloren' zu gehen, besondere Unterstützung und die richtige Hilfe zu geben, damit sie eine Zukunft haben. Wichtig ist, schon im Kleinkindalter Hilfen anzubieten, aber auch besonders die Schnittstellen zwischen Schule und Ausbildung im Auge zu behalten".

Investition in präventive Hilfen

"Präventive Hilfen für Hochrisiko-Familien lohnen sich langfristig. Und zwar nicht nur für die betroffenen Kinder, sondern auch für den Staat und die Gesellschaft," so Chalupka. Deshalb fordert die Diakonie den Ausbau der sogenannten Frühen Hilfen beginnend rund um die Geburt und in den Baby- und Kleinkindjahren, sowie Investition in die Elementarpädagogik und ein zweites Vorschuljahr.

"Benachteiligte Kinder brauchen Unterstützung von Anfang an. Denn die Chancen für das spätere Leben werden lange vor dem Schuleintritt gelegt. Wer früh hilft, hilft doppelt. Deshalb leistet die Diakonie frühe Hilfen dort, wo sie dringend gebraucht wird. Sei es direkt nach der Geburt eines Kindes, bei der Mutter-Kind-Bindung, in der frühen Kommunikationsförderung oder im Kindergarten," so Chalupka.

Die Diakonie setzt sich weiters für ein bundesweites Jugendhilfegesetz, das Jugendhilfeleistungen bis zum 21. Lebensjahr gewährleistet, "weil es für alle unklug ist, die Unterstützung für Jugendliche, die es schwer haben, schon mit 18 Jahren auszusetzen," betont Diakonie Direktor Chalupka. "Das Jugendhilfegesetz liegt seit Monaten in der Schublade. Es wäre wichtig, dass sich Bund und Länder endlich einigen", so Chalupka.

Jugendliche ohne Zukunft? Niemand darf verloren gehen -Hoffnungsträger Kampagne der Diakonie:
http://www.diakonie.at/goto/de/kampagnen/hoffnungstraeger

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