"Am Schauplatz" über "Die Schönsten von gestern"

Am 7. Dezember um 21.20 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Man hat sich auf der Straße nach ihnen umgedreht, sie wurden für ihre Schönheit bewundert und haben damit ihr Geld verdient: Missen, Fernsehansagerinnen und Männermodels aus den 1950er und 1960er Jahren. Aber was ist, wenn die Welt sich dreht und mit ihr vielleicht auch die Schönheit vergeht? Nina Horowitz hat mit den "Schönsten von gestern" für "Am Schauplatz" - zu sehen am Freitag, dem 7. Dezember 2012, um 21.20 Uhr in ORF 2 - über deren goldene Zeiten geredet und nachgefragt, was aus ihnen geworden ist.

In den 1960er Jahren war der Job als Fernsehansagerin sehr begehrt. Eine junge Sekretärin aus Ottakring hat dafür sogar die Schauspielprüfung gemacht. Die brauchte man damals, wenn man die "Wochenschau" und den "Kasperl" ansagen wollte. Alice Straka wollte unbedingt. Und wurde eines der populärsten Gesichter Österreichs. Niemand Geringerer als Starregisseur Federico Fellini entdeckte die junge Moderatorin und engagierte sie ins Dolce Vita nach Rom. Heute lebt Alice Straka wieder in Ottakring.
Norbert Spanbald war in seiner Jugend ein gut trainierter Dressman. Bis heute sportelt der 88-Jährige mehrmals die Woche. Weil, eines weiß er bestimmt: "Gehen lassen geht nicht. Ich hab eine junge Frau. Gerti ist erst siebenundsiebzig." Aufgewachsen ist Norbert Spanbald in bescheidenen Verhältnissen. Aber er hatte eben das Glück, gut auszusehen.

Lore Felger war die Schönste. Daran gab es nichts zu Rütteln. So hat immerhin eine Jury befunden, die das Wiener Mädel zur Miss Austria 1953 kürte. Nur sie selbst hat es schon immer anders gesehen: "Schön. Was soll das überhaupt heißen? Man hatscht da eben über den Laufsteg. Lächelt links, lächelt rechts. Das ist alles." Bald beendete sie deshalb ihre Karriere und arbeitete als Mode-Vertreterin. Jede Eitelkeit ist ihr bis heute fremd: "Wenn die Leute so viel Zeit für ihr Inneres wie für ihr Äußeres aufwenden würden, das wär doch was", meint die heute 78-Jährige.

Ihr Alter hält Susanne Widl, so wie Zsa Zsa Gabor, streng geheim. "Warum ist das immer so wichtig?", versteht das ehemalige Mannequin nicht. In Wien war ihr Spitzname früher "The Face". Aber einfach, sagt die heutige Kaffeehaus-Besitzerin, sei ihr Leben trotzdem nicht gewesen: "Die Männer hatten Angst vor mir. Die haben sich gar nicht zu mir getraut, sondern mich nur aus der Ferne angehimmelt. Blöd, eigentlich."

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