Einsatz für Österreich: Berufsheer teurer als Wehrpflicht

Studie "Die Kosten der Abschaffung der Wehrpflicht - oder rechnet sich ein Berufsheer volkswirtschaftlich?" präsentiert

Wien (OTS) - "Mir ist es wichtig, die Bevölkerung aufzuklären. Es geht bei der Volksbefragung am 20. Jänner 2012 nicht um eine Abstimmung über zwei Modelle, sondern um die gesellschaftspolitische Grundsatzentscheidung, ob wir Wehrpflicht und Zivildienst weiter beibehalten - oder ob ein Berufsheer eingeführt wird, wie auch immer dieses aussehen wird. Für mich steht fest: Weniger Soldaten zu deutlich höheren Kosten ist ein schlechtes Geschäft für Österreich", so "Einsatz für Österreich"-Obmann Dr. Veit Sorger bei der heutigen Pressekonferenz der Pro-Wehrpflicht-Initiative. Die aktuelle Studie von Prof. Dr. Friedrich Schneider analysiert den wirtschaftlichen Nutzen und die Kosten der Abschaffung der Wehrpflicht. "Sie zeigt, was wirtschaftlich und finanziell wirklich auf uns zukommt, wenn Wehrpflicht und Zivildienst abgeschafft werden", so Sorger.

"Ein Berufsheer kommt teurer als das derzeitige System - selbst, wenn durch den Wegfall der Wehrpflicht die Wirtschaftsleistung höher wäre, wie Staatssekretär Schieder mit der HECER-Studie argumentiert", betont Studienautor Prof. Dr. Schneider. Laut Schneider berücksichtigt die Argumentation Schieders nicht, dass auch mit Einführung eines Berufsheers dem österreichischen Arbeitsmarkt Spezialkräfte entzogen werden. Das schlägt sich ebenfalls mit einer niedrigeren Wirtschaftsleistung von 75 Millionen Euro zu Buche. Zudem würde das Ersetzen von Grundwehr- und Zivildienern mit marktadäquaten Arbeitskräften Mehrkosten von über 500 Millionen Euro betragen. "Diese Kostenpunkte heben die von Schieder genannte höhere Wirtschaftsleistung auf. Die von ihm zitierte Studie ist prinzipiell mit vielen Fragezeichen versehen, da sie sich auf Länder bezieht, die eine Wehrdienstzeit von bis zu 17 Monaten hatten", unterstreicht Schneider.

Der Mitbegründer der Initiative Mag. Erwin Hameseder hebt die wirtschaftliche Bedeutung der derzeitigen Kasernenstandorte hervor:
"Ein Wegfall einer großen Anzahl der rund 100 Standorte, der mit der Abschaffung der Wehrpflicht einher geht, hätte auch dramatische Auswirkungen auf die regionale Wirtschaft!" Rund um die Kasernen geben Grundwehrdiener und Soldaten jährlich fast mehr als 292 Millionen Euro in Gasthäusern und Supermärkten aus. Laut Berechnungen des Bundesheeres ergibt sich daraus eine regionale Wertschöpfung von mehr als 348 Millionen Euro im Jahr. "Die Wehrpflicht sichert Klein-und Mittelbetrieben in den Kasernenregionen ein nachhaltiges Überleben und ist somit eine gesellschaftspolitische Richtungsentscheidung", so Hameseder abschließend.

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