100 JAHRE ÖSTERREICHISCHES ISLAMGESETZ - IDENTITÄT, DIALOG UND INTEGRATION

INTERNATIONALES SYMPOSIUM AM ÖSTERREICHISCHEN KULTURFORUM IN ROM

Wien (OTS) - Die wechselseitigen Beziehungen und Zusammenhänge zwischen Staat, Religion, dem interreligiösen Dialog und der Integration von vor allem muslimischen MigrantInnen war heute Gegenstand eines ganztägigen Symposiums am Österreichischen Kulturforum Rom, das gemeinsam mit der Österreichischen Botschaft beim Heiligen Stuhl veranstaltet wurde.

Der Leiter des Österreichischen Kulturforums Rom, Christoph Meran sowie der Österreichische Botschafter beim Heiligen Stuhl, Alfons Kloss, konnten dabei unter anderem Pater Miguel Ayuso Guixot, den Sekretär des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog, Botschafter Martin Eichtinger, den Leiter der Kulturpolitischen Sektion im Wiener Außenministerium, Professor Giuseppe Dalla Torre, Rektor der römischen LUMSA-Universität, Mag.a Amani Abuzahra von der Islamischen Gemeinschaft Österreichs, Professor Stefan Schima von der Universität Wien sowie Federico Di Leo von der römischen Gemeinschaft "Sant'Egidio" als Teilnehmer begrüßen.

Den Anlass für das Symposium bot die hundertjährige Wiederkehr der Verlautbarung des Gesetzes, mit dem 1912 in der Habsburgermonarchie der Islam als Religionsgemeinschaft anerkannt worden war, womit Österreich eine absolute Vorreiterrolle einnahm. "Dieser rechtliche Rahmen ist unter den EU-Mitgliedstaaten einzigartig und könnte ein Modell zur Sicherstellung von religiösem Pluralismus in Europa werden." betonte Botschafter Martin Eichtinger in seiner Rede.

Zahleiche internationale ExpertInnen aus Glaubensgemeinschaften, Wissenschaft und Diplomatie diskutierten am Vormittag anhand der Beispiele von Italien, Bosnien-Herzegowina und Österreich unterschiedliche Modelle der Beziehungen zwischen Staat und Islam. Am Nachmittag lag der Schwerpunkt der Vorträge vor allem im Bereich des interreligiösen und interkulturellen Dialogs. Eine Woche nach der feierlichen Eröffnung des Wiener "King Abdullah International Centre for Interreligious and Intercultural Dialogue" (KAICIID) kam es auch zu einem interessanten Gedankenaustausch über die künftige Rolle dieses internationalen Dialogzentrums in Wien. Dabei wurde auch darüber diskutiert, welche Rolle dem Dialog zwischen den großen Religionsgemeinschaften bei der Bewältigung der integrationspolitischen Herausforderungen in unseren zunehmend multiethnischen Gesellschaften zukommt.

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