• 30.11.2012, 09:31:58
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"Das Leben in den Mittelpunkt stellen!"

bOJA-Fachtagung 2012 bestätigt die Expertise von Offener Jugendarbeit in den Bereichen "Diversität, Inklusion und Integration"

Utl.: bOJA-Fachtagung 2012 bestätigt die Expertise von Offener
Jugendarbeit in den Bereichen "Diversität, Inklusion und
Integration" =

Wien/Wels (OTS) - Die 6. Bundesweite Fachtagung Offene Jugendarbeit,
die in Kooperation mit dem Bundesministerium für Wirtschaft, Familie
und Jugend von 25. - 27. November in Wels (OÖ) stattfand, ist auf
großes Interesse gestoßen. Nahezu 200 zufriedene TeilnehmerInnen aus
ganz Österreich gehen inhaltlich gestärkt an ihre Arbeit zurück.
Unter dem Titel "Praxen der Anerkennung - Lebensrealitäten als
Ressource" näherten sich PraktikerInnen aus der Offenen Jugendarbeit
und den angrenzenden Handlungsfeldern den unterschiedlichsten
Facetten von Vielfalt, Diversität und Inklusion.

"Diversität wird in der Offenen Jugendarbeit als ein
gesellschaftliches und soziales Prinzip des Miteinanders mit den
Anknüpfungspunkten Vielfalt, Chancen, Ressourcen und Lebenswelten
verstanden", erläutert bOJA-Geschäftsführerin Sabine Liebentritt den
Standpunkt der Offenen Jugendarbeit in Österreich.

Unterschiedlichste ReferentInnen näherten sich diesem Blickwinkel
an und vertieften konkrete Inhalte. Besonders in Erinnerung geblieben
ist den TeilnehmerInnen die
Ermahnung des renommierten Sozialpädagogen Hans Thiersch:
Lebensweltorientierung bedeutet, inhaltlich am Leben mit all seinen
Themen anzusetzen und keine künstlichen Theorien in den Raum zu
stellen, nach denen dann die jungen Menschen "zurechtgebogen" werden.
Es geht stets darum, die gesamte individuelle, jugendliche
Lebensrealität in den Mittelpunkt aller Betrachtungen zu stellen.

Die radikale Forderung des Migrationsforschers Mark Terkessidis,
dass nicht der Mensch sich verändern muss, sondern dass die
Strukturen und Organisationen sich an die Realität der Vielfalt
anpassen müssen, erfuhr viel Zustimmung unter den ZuhörerInnen.

Der Soziologe Kenan Güngör führte in seinem Fazit die aktuellen
integrationspolitischen Diskussionen wie folgt zusammen: Wir leben
nicht in einem "entweder - oder" sondern in einem "sowohl - als
auch".

"Was in den zahlreichen Referaten und Workshops deutlich geworden
ist, ist die Tatsache, dass die Offene Jugendarbeit eine thematische
Expertise sowie authentische Zugänge und Methoden besitzt, die im
österreichischen integrationspolitischen Kontext sowohl strategisch
wie auch operativ besser genutzt werden müssen", zieht die
bOJA-Geschäftsführerin Bilanz. "Und gerne greifen wir die Einladung
des Herrn Staatssekretär Sebastian Kurz, die er in seiner
Videobotschaft ausgesprochen hat, auf, zukünftig verstärkt mit der
Offenen Jugendarbeit kooperieren zu wollen", so Liebentritt weiter.

Die Videodokumentation der Fachtagung ist in Kürze auf www.boja.at
abrufbar.

Über die Fachtagung

Die jährliche Bundesweite Fachtagung der Offenen Jugendarbeit ist
die größte Fachtagung im Themenbereich Jugend in Österreich und eine
wertvolle Fortbildungsmaßnahme für die zahlreichen
JugendarbeiterInnen. Vielen Dank an das Bundesministerium für
Wirtschaft, Familie und Jugend und die diesjährigen
KooperationspartnerInnen Land Oberösterreich, Stadt Wels und
Bundesministerium für Inneres.

Über bOJA

bOJA ist das Bundesweite Netzwerk für Offene Jugendarbeit, dient
als Plattform für Wissens- und Informationsaustausch und vernetzt
Menschen, Ideen, Projekte, Einrichtungen - national und
international. bOJA unterstützt das Erwachsen werden für Jugendliche
in Österreich, indem es mit seinen Partnern im Handlungsfeld der
Offenen Jugendarbeit (soziale Einrichtungen, Wirtschaft, Verwaltung,
Bildungswesen, etc.) zusammenarbeitet und als Sprachrohr und
Interessensvertreter für die Bedürfnisse von Jugendlichen aus der
Offenen Jugendarbeit agiert. bOJA hat sich zur Aufgabe gesetzt, die
Qualitätsstandards in der Offenen Jugendarbeit voranzutreiben und das
Bewusstsein für die Bedeutung von Offener Jugendarbeit zu heben.
Geschäftsführerin von bOJA ist Mag.a Sabine Liebentritt. bOJA wird
gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend.

www.boja.at

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