PendlerInnen enttäuscht: Nur 2 Züge vom Bahnhof Tullnerfeld zum Arbeitsbeginn nach St. Pölten

Wien (OTS/AKNÖ) - Vom neuen Bahnhof Tullnerfeld wird es nur 2 Züge geben, mit denen man rechtzeitig zu Arbeits- oder Schulbeginn in der Landeshauptstadt St. Pölten sein wird: um 6.15 und 7.15 Uhr. "So haben sich die Niederösterreichischen PendlerInnen eine Hochleistungsstrecke nicht vorgestellt. Dieses Angebot ist völlig unzureichend", kritisiert AKNÖ-Präsident Hermann Haneder das dünne Fahrplanangebot.

Die Bevölkerung von Tulln und von vielen Gemeinden des Tullner Feldes stürmten vergangenen Freitag das Eröffnungsfest "ihres" neuen Bahnhofes. Es mussten sogar Ersatzparkplätze auf Feldwegen und Wiesen bereitgestellt werden, um den Ansturm bewältigen zu können.
Doch die Enttäuschung war groß, als viele PendlerInnen den Fahrplan zu Gesicht bekamen: Es wird nur 2 Zugsverbindungen geben, mit denen man rechtzeitig zu Arbeits- oder Schulbeginn St. Pölten erreichen kann. Für einen Arbeitsbeginn vor 7 Uhr gibt es überhaupt kein Angebot und die zwei Zugstopps betreffen IC-Züge, die bereits ab Wien voll besetzt sein können.

675 Millionen Euro für mageres Pendler-Angebot

Niederösterreichische SteuerzahlerInnen haben zur Hochleistungsstrecke mit 675 Millionen Euro (von 2,7 Milliarden Euro Gesamtkosten) einen kräftigen Beitrag geleistet. AKNÖ-Verkehrsexperte Thomas Kronister: "Der neue Bahnhof Tullnerfeld liegt ideal im Schnittpunkt von 3 Bundesstraßen, hat einen modernen, großen Park & Ride-Platz und die Fahrzeit nach St. Pölten beträgt nur 13 Minuten. Dieses erstklassige Angebot muss auch den tausenden PendlerInnen und SchülerInnen des NÖ-Zentralraumes zur Verfügung stehen und nicht nur den Fernreisenden nach Salzburg oder München."

Eingesparte Züge zu einem Regio-Shuttle auf Neuer Westbahn umschichten

In den vergangenen Jahren wurden die Zugsverbindungen nach Waidhofen/Thaya und Zwettl, zwischen Gaming und Scheibbs, zwischen St. Aegyd am Neuwalde und Lilienfeld, von Weißenbach/Triesting nach Hainfeld, von Hohenruppersdorf nach Bad Pirawarth und die Wachaubahn eingestellt. Weiters wird ab Dezember ein Zugpaar auf der Pottendorfer Linie eingespart. "Ein Regio-Shuttle von Tullnerfeld nach St. Pölten kann also ohne Probleme aus den bisher eingesparten Zügen bereit gestellt werden", so AKNÖ-Experte Kronister.

Rückfragen: Dipl.-Geogr. Thomas Kronister, Tel. 05-7171-1602.

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