• 28.11.2012, 10:17:04
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PendlerInnen enttäuscht: Nur 2 Züge vom Bahnhof Tullnerfeld zum Arbeitsbeginn nach St. Pölten

Wien (OTS/AKNÖ) - Vom neuen Bahnhof Tullnerfeld wird es nur 2 Züge
geben, mit denen man rechtzeitig zu Arbeits- oder Schulbeginn in der
Landeshauptstadt St. Pölten sein wird: um 6.15 und 7.15 Uhr. "So
haben sich die Niederösterreichischen PendlerInnen eine
Hochleistungsstrecke nicht vorgestellt. Dieses Angebot ist völlig
unzureichend", kritisiert AKNÖ-Präsident Hermann Haneder das dünne
Fahrplanangebot.

Die Bevölkerung von Tulln und von vielen Gemeinden des Tullner Feldes
stürmten vergangenen Freitag das Eröffnungsfest "ihres" neuen
Bahnhofes. Es mussten sogar Ersatzparkplätze auf Feldwegen und Wiesen
bereitgestellt werden, um den Ansturm bewältigen zu können.
Doch die Enttäuschung war groß, als viele PendlerInnen den Fahrplan
zu Gesicht bekamen: Es wird nur 2 Zugsverbindungen geben, mit denen
man rechtzeitig zu Arbeits- oder Schulbeginn St. Pölten erreichen
kann. Für einen Arbeitsbeginn vor 7 Uhr gibt es überhaupt kein
Angebot und die zwei Zugstopps betreffen IC-Züge, die bereits ab Wien
voll besetzt sein können.

675 Millionen Euro für mageres Pendler-Angebot

Niederösterreichische SteuerzahlerInnen haben zur
Hochleistungsstrecke mit 675 Millionen Euro (von 2,7 Milliarden Euro
Gesamtkosten) einen kräftigen Beitrag geleistet. AKNÖ-Verkehrsexperte
Thomas Kronister: "Der neue Bahnhof Tullnerfeld liegt ideal im
Schnittpunkt von 3 Bundesstraßen, hat einen modernen, großen Park &
Ride-Platz und die Fahrzeit nach St. Pölten beträgt nur 13 Minuten.
Dieses erstklassige Angebot muss auch den tausenden PendlerInnen und
SchülerInnen des NÖ-Zentralraumes zur Verfügung stehen und nicht nur
den Fernreisenden nach Salzburg oder München."

Eingesparte Züge zu einem Regio-Shuttle auf Neuer Westbahn
umschichten

In den vergangenen Jahren wurden die Zugsverbindungen nach
Waidhofen/Thaya und Zwettl, zwischen Gaming und Scheibbs, zwischen
St. Aegyd am Neuwalde und Lilienfeld, von Weißenbach/Triesting nach
Hainfeld, von Hohenruppersdorf nach Bad Pirawarth und die Wachaubahn
eingestellt. Weiters wird ab Dezember ein Zugpaar auf der
Pottendorfer Linie eingespart. "Ein Regio-Shuttle von Tullnerfeld
nach St. Pölten kann also ohne Probleme aus den bisher eingesparten
Zügen bereit gestellt werden", so AKNÖ-Experte Kronister.

Rückfragen: Dipl.-Geogr. Thomas Kronister, Tel. 05-7171-1602.

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