- 28.11.2012, 08:00:31
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Update "Personalisierte Medizin" auf der Amgen.Press.Academy.
Von der DNA über Biomarker zu individualisierter Medizin
Utl.: Von der DNA über Biomarker zu individualisierter Medizin =
Wien (OTS) - Eine medikamentöse Therapie, die für den einzelnen
Patienten und "seine" Erkrankung maßgeschneidert ist? Deren
Wirksamkeit dadurch enorm hoch ist? Und das so gut wie
nebenwirkungsfrei? Eine kühne Zukunftsvision, fraglos. Dennoch ist es
tatsächlich so, dass man in der medizinischen Forschung und Praxis
das erste Stück auf diesem Weg zur "individualisierten" oder
"personalisierten" Medizin bereits gegangen ist. Im Rahmen der 6.
Amgen.Press.Academy. am 27. November konnte am IMBA - Institut für
Molekulare Biotechnologie - ein Blick auf den aktuellen Stand von
Forschung, Wissenschaft und Anwendung in der Praxis geworfen werden.
Paradigmenwechsel: Von organorientierter Therapie ...
"Wir wissen heute, dass die Krankheit des einzelnen Patienten ganz
spezifische Merkmale hat, und diese Merkmale wollen wir
identifizieren, um die Therapie exakt auf diese Charakteristika
zuzuschneiden", so der prominente österreichische Onkologe
Univ.-Prof. Dr. Christoph Zielinski, Vorstand der Uni-Klinik für
Innere Medizin der MedUni Wien. "In der Ära der personalisierten
Medizin werden sich Therapien bösartiger Erkrankungen zunehmend von
den anatomischen Gegebenheiten, also der organorientierten Therapie,
entfernen und dafür zunehmend an den individuellen Merkmalen der
jeweiligen Erkrankung und des jeweiligen Patienten orientieren."
... zu individueller Therapie
Diese neuen therapeutischen Ansätze nutzen die tumorspezifische
Information und die daraus resultierende Identifikation jener
Signalwege, die therapeutisch beeinflussbar sind.
Eine Schlüsselrolle bei der "personalisierten Medizin" spielen
sogenannte Biomarker. Dr.in Leonie Ringrose, vom IMBA: "Spezifische
Biomarker sind die Basis für die Entwicklung einer personalisierten
Medizin, denn sie bedeuten einen Weg zur Individualisierung und
zielgenauen Anpassung von Medikamenten sowie zur Reduzierung von
unerwünschten Nebenwirkungen auf ein Minimum."
Biomarker spielen eine wichtige Rolle in Wissenschaft und
Forschung
Auch in der Grundlagenforschung spielen Biomarker eine enorm
wichtige Rolle. Mit ihrer Hilfe soll und kann z. B. der Zusammenhang
einzelner Gene in komplexen biologischen Prozessen erforscht werden.
In der Zellbiologie nützt man Biomarker auch dazu, um den Zustand
oder den Entwicklungsstand von Zellen zu beurteilen. Ringrose: "Für
unsere Studien, die wir am IMBA betreiben, ist der Werdegang einer
Stammzelle über eine sogenannte Nervenvorläuferzelle zu schließlich
einer reifen Nervenzelle interessant. Wir nützen Biomarker, um die
einzelnen Entwicklungsstadien auseinanderhalten zu können und die
Zellen danach auftrennen zu können. Danach können wir jeden Zelltyp
einzeln zu Experimenten heranziehen." Diese identifizierten
DNA-Sequenzen dienen dann gleichzeitig wieder als neue Biomarker für
das Aufspüren von genetischen Krankheiten.
Anwendung zum Nutzen der Patienten und Patientinnen
"Es sind international vehemente Bestrebungen im Gange, das
Konzept der auf den jeweiligen Tumor und seine molekularbiologischen
Charakteristika maßgeschneiderten Therapie auf eine breite Anwendung
in der Klinik auszuweiten. Um dies zu erreichen, werden mit State of
the Art-Technologien molekularbiologisch relevante Informationen auf
genetischer Ebene entschlüsselt und tumorassoziierte Signalwege und
Wachstumsfaktoren analysiert. Diese Information mündet dann direkt in
die individuelle Therapie mit Medikamenten, die auf ganz bestimmte,
hochspezifische Tumoreigenschaften des Patienten abzielen", so
Zielinski.
Diese Konzepte kommen heute bereits bei folgenden
Krebserkrankungen erfolgreich zum Einsatz: Dickdarmkarzinom,
bestimmte Formen von Lymphknotenkrebs, Formen des Brustkrebses,
Lungenkrebs, Bindegewebstumoren des Bauchraums und eventuell beim
Prostatakarzinom.
Lange Version des Pressetextes, Statements der ReferentInnen sowie
weitere Informationen zum Download unter:
www.medical-media-consulting.at/pressroom
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