- 27.11.2012, 13:42:03
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Berufsheer versus Wehrpflicht: Kein Geld für teure Planspiele
ÖVP-Informationsveranstaltung in der Donaustadt
Utl.: ÖVP-Informationsveranstaltung in der Donaustadt =
Wien (OTS) - "Der Verlauf der Diskussion hat eindeutig gezeigt, dass
vieles für die Erhaltung von Wehrpflicht und Zivildienst und kaum
etwas für den Umstieg auf ein Berufsheer spricht", so der
Bezirksparteiobmann der ÖVP Donaustadt Wolfgang Vosko im Anschluss an
die gestrige Podiumsdiskussion in seinem Heimatbezirk, zu der er
gemeinsam mit den Bezirksparteiobleuten der Leopoldstadt (Abg.z.NR
Katharina Cortolezis-Schlager), der Brigittenau (Harald Pöcher) und
von Floridsdorf (LAbg. Norbert Walter) geladen hatte.
Abg.z.NR Wolfgang Gerstl betonte in seinem Statement unter anderem
die Wichtigkeit der Verankerung der Wehrpflichtigen in der
Bevölkerung. So profitiere das Bundesheer auch von der zivilen
Kompetenz der Grundwehrdiener und Milizsoldaten.
Cortolezis-Schlager hob unter anderem die integrationspolitische
Bedeutung der Wehrpflicht hervor, während Oberstleutnant Erich
Cibulka von der Offiziersgesellschaft vorrechnete, dass ein
Berufsheer jedenfalls teurer käme. Er kritisierte außerdem, dass
Verteidigungsminister Darabos ein Ziel anstrebe, ohne einen genauen
Plan zu haben. Als Unternehmensberater könne er, Cibulka, belegen,
dass so etwas nie und nimmer funktionieren könne.
Werner Kerschbaum, Generalsekretär des Österreichischen Roten
Kreuzes, warnte vor der Monetarisierung der Sozialarbeit und wies
darauf hin, dass das von Sozialminister Hundstorfer propagierte
Freiwillige Sozialjahr einige Probleme in Bezug auf tatsächlich
freiwillig Tätige und bezahlte Kräfte mit sich bringen würde.
Alle Teilnehmer waren sich einig, dass sich die Wehrpflicht bewährt
hat, sei es bei Naturkatastrophen (Hochwasser, Muren),
Assistenzeinsätzen an der Grenze, Bewältigung von politischen Krisen
(bspw. Ungarnaufstand 1956, Prager Frühling 1968, Jugoslawienkrieg
1991) oder bei der tatkräftigen Unterstützung von sportlichen
Großveranstaltungen (nächstes Großereignis: Ski-WM in Schladming
2013).
Die Landesverteidigung darf nicht der Ort für teure und unausgegorene
Planspiele sein. "Mit der Sicherheit spielt man nicht. Das sei auch
dem Wiener Bürgermeister gesagt, der das Bekenntnis zur Wehrpflicht
einem wahltaktischen Manöver geopfert hat", resümierte der
Donaustädter ÖVP-Obmann Wolfgang Vosko abschließend, der ein klares
Ja zu "Einsatz von Österreichern für Österreicher" fordert.
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