Mailath-Pokorny/Werner-Lobo: Neue Kulturinitiative: Stipendium und kultureller Brückenbau für junge MigrantInnen

Stadt Wien fördert künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema Zuwanderungsstadt

Wien (OTS) - Auf Initiative der Grünen beschließt der heutige Kulturausschuss die Ausschreibung von vier jährlichen Arbeitsstipendien in der Höhe von monatlich je 1000 Euro, die die kritische und künstlerische Auseinandersetzung mit Migration aus dem Blickwinkel junger Menschen unterstützen soll. Über die Vergabe entscheidet eine unabhängige Jury aus KünstlerInnen und ExpertInnen -angefragt wurde unter anderem die Filmemacherin Nina Kusturica, die sich erfolgreich mit dem Thema Zuwanderung auseinandergesetzt hat. "Wir wollen damit die Professionalisierung und Sichtbarkeit junger migrantischer KünstlerInnen fördern und den Brückenbau zu etablierten Institutionen, Kulturschaffenden und Öffentlichkeit betreiben", so Kulturstadtrat Mailath-Pokorny und der grüne Kultursprecher Klaus Werner-Lobo.

Im rot-grünen Regierungsübereinkommen nimmt die künstlerische Auseinandersetzung mit Wien als Zuwanderungsstadt einen zentralen Stellenwert ein. "Nach jüngster Zählung haben 49 Prozent der Wienerinnen und Wiener einen sogenannten Migrationshintergrund, das heißt sie oder ihre Eltern sind Drittstaatsangehörige oder neu eingebürgerte Österreicherinnen und Österreicher", so Mailath-Pokorny und Werner-Lobo. "Die Wiener Kulturpolitik bekennt sich zu ihrer Aufgabe, die Zuwanderungsstadt Wien mit all ihrer Vielfalt, aber auch den damit verbundenen sozialen Konflikten und Problemfeldern sichtbar zu machen. Vor allem für junge Menschen - insbesondere MigrantInnen der zweiten und dritten Generation - ist Diversität vor allem eines:
Eine Selbstverständlichkeit."

Das Projekt unterstützt die ausgewählten StipendiatInnen, aber auch andere junge KünstlerInnen durch die Vernetzung mit einschlägigen Kulturschaffenden und Institutionen, so etwa durch die Schaffung eines ExpertInnenpools, durch Mentoring und Öffentlichkeitsarbeit. Es schließt damit an mehrere neue Initiativen der Stadt an, die sich -von der erfolgreichen Projektreihe "Pimp my Integration" über die "Wienwoche" bis zu den Festwochen - aktiv mit Wien als Zuwanderungsstadt auseinandersetzen. Dazu kommen all jene Kultureinrichtungen, die - wie etwa die Gruppe daskunst unter Leitung von Asli Kislal, der Dschungel Wien, die Garage X, Go for Culture, Cash for Culture, die Kulturlotsinnen, Into the City, die Brunnenpassage, der Verein Exil sowie zahlreiche migrantische Vereine, aber auch Jugendzentren und immer mehr Kulturschaffende aller Genres - seit langem Wiens migrantischer Realität eine Bühne geben.

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