• 26.11.2012, 14:05:51
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SJNÖ fordert kostenlose Frauen-Selbstverteidigungskurse an Schulen

Dutzi und Ginner fordern zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen Maßnahmen statt Lippenbekenntnisse ein

Utl.: Dutzi und Ginner fordern zum Internationalen Tag gegen Gewalt
an Frauen Maßnahmen statt Lippenbekenntnisse ein =

St. Pölten (OTS) - Ausgerechnet am Vortag des gestrigen
"Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen" ereigneten sich im
Raum Niederösterreich/Wien zwei Morde und zwei Mordversuche an
Frauen. "Dies zeigt leider auf tragische Art und Weise die
Notwendigkeit auf, sich auch heute entschlossen gegen jede Form von
Gewalt an Frauen aufzulehnen und diese anzuprangern", hält Naomi
Dutzi, Frauensprecherin und Landtagswahlkandidatin der
Sozialistischen Jugend (SJ) Niederösterreich, fest. "Wir fordern
daher kostenlose Selbstverteidigungskurse für Frauen und Mädchen an
den Schulen und Berufsschulen! In diesen Kursen sollen Mädchen
lernen, sich vor Übergriffen jeder Art zu schützen und sich im
Ernstfall auch körperlich zur Wehr setzen zu können!", formuliert
Dutzi. Die SJ NÖ habe in den vergangenen Jahren zahlreiche
Selbstverteidigungskurse angeboten und damit überaus positive
Erfahrungen gemacht. Boris Ginner, Landesvorsitzender der SJ NÖ,
fordert zudem: "Es braucht mehr finanzielle Mittel zum Erhalt und
Ausbau von Präventions- und Betreuungsstellen. Frauenhäuser und
andere Gewaltschutzeinrichtungen dürfen nicht kaputtgespart werden,
sondern müssen flächendeckend in NÖ ausfinanziert werden!"

Dass Gewalt gegen Frauen kein gesellschaftliches Randproblem ist,
verdeutliche die Statistik: Alleine in Österreich werden zwei von
drei ermordeten Frauen von ihrem eigenen Partner umgebracht.
Durchschnittlich gesehen gibt es in Österreich alle zwei Wochen einen
Mord an einer Frau. Laut Schätzungen ist ein Fünftel aller Frauen in
Österreich von männlicher Gewalt im sozialen Umfeld betroffen.
"Gewalt gegen Frauen kommt in allen sozialen Schichten und in jeder
Altersgruppe vor, hat System und ist die direkteste Form der
Unterdrückung von Frauen", betonen Dutzi und Ginner. Sexuelle und
körperliche Gewalt seien nur die Spitze des Eisbergs von Gewalt gegen
Frauen und Mädchen, so Dutzi weiter. Hinzu kämen jene Formen der
Gewalt, die man nicht immer sofort als solche erkennen könne. Wie zum
Beispiel Formen von psychischer Gewalt oder die ökonomische
Abhängigkeit von Frauen. Um auf ihre Forderungen und die alltägliche
Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen, veranstaltet die SJNÖ in
den nächsten Wochen Aktionstage in St. Pölten und Horn. Im
Vordergrund stehen die vielfältigen Ausformungen und die
Enttabuisierung von Gewalt vor allem gegen junge Frauen.

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