- 26.11.2012, 12:15:35
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EU-Rat für Bildung: Rückenwind für neue PädagogInnenbildung in Österreich
EU-Rat für Bildung hält fest: Qualifikation der Lehrkräfte für Bildungserfolg entscheidend.
Utl.: EU-Rat für Bildung hält fest: Qualifikation der Lehrkräfte für
Bildungserfolg entscheidend.=
Brüssel/Wien (OTS) - Für das bildungspolitische Kernprojekt der
Bundesregierung "Pädagog/innenbildung NEU" kommt Rückenwind von der
Europäischen Union. Heute kamen die BildungsministerInnen der 27
EU-Mitgliedstaaten und des Beitrittslandes Kroatien in Brüssel
zusammen, um unter anderem über die Qualifikation und den Status von
PädagogInnen zu diskutieren.
Bei der Bewältigung der Herausforderungen der Zukunft spielen
Lehrkräfte eine Schlüsselrolle. Sie müssen über jene Kompetenz- und
Qualifikationsprofile verfügen, die in der Schule des 21.
Jahrhunderts erforderlich sind.
Die europäischen BildungsministerInnen waren sich einig, dass die
Qualifikationsanforderungen für den Einstieg in den Lehrberuf
gesteigert werden müssen. "Österreich ist auf dem richtigen Weg",
zeigt sich Bildungsministerin Schmied erfreut, denn noch nie habe es
so viele Erstsemestrige, StudentInnen und AbsolventInnen an den
Pädagogischen Hochschulen gegeben wie im Studienjahr 2012/13: Die
Zahl der StudienanfängerInnen (5.435) und der Studierenden (15.029)
hat sich demnach im Vergleich zum Studienjahr 2008/09 von 3.098
Erstemsemestrigen bzw. 7.453 Studierenden jeweils fast verdoppelt und
die Zahl der AbsolventInnen von rund 632 auf 2.658 mehr als
vervierfacht.
Schmied führt den Zuwachs unter anderem auf die im Regierungsprogramm
vereinbarte Aufwertung der Qualität an den Pädagogischen Hochschulen
zurück. Die Ministerin informierte ihre MinisterkollegInnen auch über
die geplante neue PädagogInnenbildung in Österreich. "Unser Ziel ist
eine der Bologna-Struktur entsprechende, durchlässige und zwischen
Universitäten und Pädagogischen Hochschulen abgestimmte Ausbildung
auf tertiärem Niveau mit entsprechend objektivierten Eignungs- und
Aufnahmeverfahren auf Basis von österreichweit einheitlichen
Standards", so die Bildungsministerin.
Konsens gab es auf europäischer Ebene darüber, dass
Auslandserfahrungen von Lehrkräften eine positive Wirkung auf die
Qualität des Unterrichts haben. Im Rahmen des europäischen
Bildungsprogramms "Lebenslanges Lernen" nützen derzeit zahlreiche
Lehrkräfte die Möglichkeit, in einem anderen EU-Land zu unterrichten
oder eine Fortbildung zu besuchen. Mobilität im Lehrberuf hat einen
unschätzbaren Wert und steigert die Attraktivität und die Qualität
der pädagogischen Berufe. Lehrkräfte, die Erfahrungen im Ausland
gesammelt haben, geben ihre Begeisterung für Sprachen und andere
Kulturen an die SchülerInnen weiter und motivieren sie, selbst mobil
zu werden. Sie tragen damit wesentlich zur Internationalisierung und
zur Öffnung der Schulen bei.
Bundesministerin Claudia Schmied kündigt daher an: "Mein Ziel ist es,
die Möglichkeit mehrwöchiger Auslandsaufenthalte als Bestandteil der
Aus- und Weiterbildung von PädagogInnen im Bildungssystem zu
verankern. Die österreichischen Auslandsschulen können dabei wichtige
Beiträge leisten."
Die Chance auf mehr Mobilität und grenzüberschreitende Kooperation
wird ab 2014 auch das EU Programm für Bildung, Jugend und Sport
"Erasmus für alle" bringen. Derzeit verhandeln die Europäischen
Staats- und Regierungschefs den EU-Haushalt für den Zeitraum 2014 bis
2020. "Klar ist, dass wir dieses Programm optimal nützen müssen. Auch
begrüße ich die Förderung von internationalen Kooperationen von
tertiären Bildungsinstitutionen", schloss Bildungsministerin Schmied.
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