Protestnote des Freidenkerbundes Österreichs und der Plattform KAFIR zur Eröffnung des König Abdullah Dialog-Zentrums in Wien am 26.Nov.12

Wien (OTS) - Rechtsextremen wird in unserer Gesellschaft der Prozess gemacht, dazu gibt es strenge Gesetze. "Auf die Idee, ihnen wissenschaftliche Institute einzurichten mit der Zielsetzung, ihre grundgesetzwidrigen Ziele durch Analyse und Aufklärung zu überwinden, käme kein halbwegs vernünftiger Mensch, auch kein Politiker. Maßgebliche Politiker sehen dagegen im Islam, der in seinen tragenden Elementen absolut grundgesetzwidrige Auffassungen vertritt und diese für jeden Gläubigen verbindlich macht, eine Religion, die es "wissenschaftlich" und politisch zu unterstützen gilt und deren Verankerung in der ... Gesellschaft ... gutgeheißen wird. Bewusst ausgeblendet wird, dass diese Religion beispielsweise Frauen als weniger wert erachtet als Männer, dass sie geschlagen werden dürfen, dass ihnen in der Ehe weniger Rechte zugestanden werden, dass z.B. Andersgläubige zu verachten sind, dass Allahs Gesetze über allem staatlichen Recht steht, dass der Koran den Anspruch erhebt, das gesamte gesellschaftliche Leben für alle, auch Anders- und Nichtgläubige, zu bestimmen." Prof. Uwe Lehnert, Beirat des FDBÖ Den ultra-religiösen Islamisten hier in verantwortungsloser Weise eine offizielle Plattform in Form des KAlCIID zu geben, dient der Nutzung des zu Unrecht geschützten religiösen Raums für undemokratische Umtriebe und Missionierung. Wohin eine Appeasement Politik führt, die ihre eigenen Grundsätze vergisst, haben wir in der Geschichte leidvoll erfahren.

Stattdessen wäre ein Sir-Karl-Popper Zentrum angebracht gewesen, zum Gedenken an den größten österreichischen Beitrag des 20 Jahrhunderts zum Geistesleben der Welt, der gegen Dogmatismus und für kritischen Rationalismus war. Er rief zu einer offenen statt einer geschlossen Gesellschaft, wie von Saudis propagiert, auf. Popper in O-Ton: "Im Namen der Toleranz sollten wir uns das Recht vorbehalten, die Intoleranz nicht zu tolerieren."

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