Spindelegger: "Gemeinsame Anstrengungen zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen intensivieren"

Vizekanzler Spindelegger zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen.

Wien (OTS) - "Gewalt gegen Frauen und Mädchen zählt zu den weltweit am meisten verbreiteten Menschenrechtsverletzungen. Die Zahlen sind erschütternd: Gewaltakte gegen Frauen im Alter zwischen 15 und 44 Jahren sind weltweit für mehr Todesfälle und Behinderungen in dieser Personengruppe verantwortlich, als Krebs, Malaria, Verkehrsunfälle und Kriege zusammengenommen", so Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger anlässlich des Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen.

"Leider ist derzeit eine negative Tendenz festzustellen, denn die Anzahl an Frauen, die weltweit misshandelt und ermordet wurden - ob von ihren Partnern, von Familienmitgliedern, im Zuge einer bewusst gewählten Kriegstaktik oder von Menschenhändlern - ist in den letzten Jahren sogar gestiegen," so Spindelegger weiter. "Frauenmorde sind dabei die extremste Form von Gewalt und schließen sich in vielen Fällen an bereits vorangegangene Gewaltakte sowie systematische Diskriminierungen von Frauen in der Gesellschaft an."

"Diese Entwicklungen dürfen nicht einfach hingenommen werden. Sie müssen uns aufrütteln, unsere gemeinsamen Anstrengungen zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen zu intensivieren", betonte der Vizekanzler. "Österreich unterstützt daher auch das morgen in Wien stattfindende Symposium zum Thema "Femicide", bei dem Experten der Vereinten Nationen, der Zivilgesellschaft und Staatenvertreterzusammentreffen werden, um gemeinsame Strategien zur Verhinderung von Frauenmorden in den nächsten Jahren zu erarbeiten."

"Frauenmorde und andere Gewalttaten zerstören nicht nur das Leben von Frauen, sondern auch Familien undGemeinschaften und verhindern eine nachhaltigeEntwicklung. Die Förderung von Gleichstellung und dasEmpowerment von Frauen ist daher auch ein Schwerpunkt der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA). Dabei kommt derPrävention von Gewalt eine besondere Rolle zu. Seit mehreren Jahren fördert die OEZA etwa Projekte im Kosovo, die Frauen, die Opfer häuslicher Gewalt wurden, unterstützt und auch Aufklärungsarbeit leistet", so der Minister abschließend.

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