• 23.11.2012, 10:16:48
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Gratzer: Schifahren darf nicht zum Luxus für wenige werden

Preisentwicklung bei Liftkarten ist bedenklich

Utl.: Preisentwicklung bei Liftkarten ist bedenklich=

St. Pölten (OTS/SPI) - Rechtzeitig vor dem Start der Schisaison
präsentierten der VKI und das Europäische Verbraucherzentrum eine
Preiserhebung europäischer Schigebiete. Die ernüchternde Bilanz: die
Preise eines Sechs-Tages-Schipasses für Erwachsene sind in Österreich
um ganze 3,9 Prozent, also deutlich über der Inflationsrate,
gestiegen. In den vergangenen 10 Jahren stiegen die Preise insgesamt
um rund 30 Prozent. Für den Tourismussprecher der
SPÖ-Niederösterreich eine besorgniserregende Entwicklung: "Der VKI
mahnt zurecht, dass Schifahren in Österreich vom Volks- zum
Luxussport zu werden droht. Das ist ausgesprochen bedenklich, war
unser Land doch in der Vergangenheit immer so stolz eine
'Schi-Nation' zu sein. Doch sollte diese Preisentwicklung in den
Schigebieten anhalten, wird das wohl bald nur noch nostalgische
Erinnerung sein", so LAbg. Ing. Franz Gratzer.

Als Grund für die Preisentwicklung der heimischen Schigebiete sieht
der VKI Medienberichten zufolge auch die immer größer werdenden
Zusammenschlüsse von Schigebieten. Dadurch würden den Gästen zum Teil
hunderte Kilometer an Pisten in Rechnung gestellt, die man aber an
einem Wochenende oft gar nicht ausnützen könne, es fehle an
regionaler Flexibilität. "Natürlich müssen die Betreiber der
Schigebiete auch ihre steigenden Kosten einkalkulieren, das ist
verständlich. Aber sie dürfen nicht vergessen, dass sie sich mit
einer derartigen Preisgestaltung eventuell selber die künftigen
Kunden abgraben! Denn, wenn die Kinder nicht mehr Schifahren lernen,
weil sich die Eltern nicht hunderte und tausende Euros für Ausrüstung
und Liftkarten leisten können, dann werden sie auch als Erwachsene
nicht Kunden der Schigebiete werden", macht Gratzer aufmerksam.
"Außerdem zeigt der europäische Vergleich, dass es in anderen
Schigebieten etwa in unserem Nachbarländern Tschechien und der
Slowakei weit günstiger ist, Schipässe zu erwerben. Daher besteht
auch die Gefahr, in der internationalen Konkurrenz ins Hintertreffen
zu geraten. Bei allem Verständnis für wirtschaftliche Erfordernisse,
ist daher dringend der Appell geboten, Österreich nicht zu einer
Luxus-Schi-Oase werden zu lassen, damit es auch in Zukunft für unsere
Kinder noch selbstverständlich sein kann, Schifahren zu lernen und
Österreich weiter stolz sein kann auf seinen Ruf als Schi-Nation",
mahnt Gratzer abschließend.

(Schluss) kr

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