"Civil Servant of the Year" 2012

Würdigung der Verdienste des Direktors des Heeresgeschichtlichen Museum Wien/ Militärhistorisches Institut um das österreichische Bundesheer.

Wien (OTS) - Am Abend des 20. November 2012 fand in der Ruhmeshalle des Heeresgeschichtlichen Museums/ Militärhistorisches Institut im Arsenal (1030 Wien) die diesjährige Verleihung des "Soldier of the Year" sowie des "Military Sports Award" statt. Diese Würdigung ist für besonders hervorzuhebende Soldatinnen und Soldaten, Verbände (Einheiten und Teileinheiten) sowie von Persönlichkeiten bzw. Organisationen, die sich um das Bundesheer oder seine Soldatinnen und Soldaten besonders verdient gemacht haben, gedacht. Er bildet eine Anerkennung von außergewöhnlichen Leistungen, besonderen Initiativen und persönlichem Ideenreichtum zum Nutzen der Streitkräfte.

Zum "Civil Servant of the Year" wurde der Direktor des Heeresgeschichtlichen Museums, HR Mag. Dr. M. Christian Ortner , Oberst dhfmD ernannt. Dem Historiker und Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen gelang mit der Übernahme seiner Leitungsfunktion ein regelrechter Neustart in dieser ältesten -militärischen - Museumsinstitution Österreichs und vor allem eine zukunftsträchtige Weiterentwicklung.

Durch die Synergie wissenschaftlicher Vorträgen, Lesungen, Konferenzen, Sonderveranstaltungen und publikumswirksamen Sonderausstellung mit zugleich erlebnisorientierten Museumspädagogik gelang es ihm, nicht nur die Besucherzahlen nachhaltig zu steigern und inzwischen mehr als zu verdreifachen, sondern vor allem das Museum weithin seinen Besucherinnen und Besuchern zu öffnen.

Das Heeresgeschichtliche Museum/ Militärhistorische Institut ist das militärische Leitmuseum des österreichischen Bundesheeres. Es trägt wesentlichen Anteil an der Identifikation der Soldatinnen und Soldaten des österreichischen Bundesheeres mit "ihrer" Geschichte sowie der ihrer Heimat. Umgekehrt bildet das Museum ein wichtiges Bindeglied zwischen dem Staat seiner zivilen Gesellschaft und den Streitkräften der Republik Österreich.

Das Heeresgeschichtliche Museum/ Militärhistorische Institut präsentiert aktuell die Geschichte der Habsburgermonarchie vom Ende des 16. Jahrhunderts bis 1918 sowie das Schicksal von Österreich nach dem Zerfall der Monarchie bis 1945. Besonderes Merkmal wird auf die Rolle des Heeres und die militärische Vergangenheit auf hoher See gelegt. Ziel ist es, mit seiner Sammlung die Entwicklung des österreichischen Militärs von der Zeit unmittelbar vor dem Dreißigjährigen Krieg bis hin zur Entwicklung der modernen Armee des 21. Jahrhunderts an Hand von Originalobjekten darzustellen. Diverse Sonderausstellungen dokumentieren die Geschichte nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und arbeiten dabei zeitgeschichtliche und wehrpolitisch relevante Themen auf (u.a. Spätsommer `68, 50 Jahre Auslandseinsatz, Faces of Kosovo, Der Sicherungseinsatz an Österreichs Grenze im Jahre 1991).

Zur Person

Mag. Dr. Christian Ortner, ObstLt dhfmtD (geb. 02. Februar 1969 in Bad Aussee) ist österreichischer Historiker und Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen. Seit 2005 ist er Direktor des Heeresgeschichtlichen Museums in Wien. Er besuchte Volksschule und Gymnasium in Linz und legte 1987 die Matura ab. Seinen Präsenzdienst leistete er als Einjährig-Freiwilliger beim Landwehrstammregiment 44 in Kirchdorf a/d Krems. In den Jahren von 1988 bis 1994 studierte er Geschichte mit den Schwerpunkten Militär-, Zeit-, Osteuropäische und Österreichische Geschichte an der Universität Wien. 1995 trat er in das Heeresgeschichtliche Museum ein, mit Beginn 2004 wurde er Leiter der Museumsabteilung und damit für alle Sammlungen verantwortlich. Mit 1. September 2005 wurde er - interimistisch, ab 09. Jänner 2007 definitiv - zum Direktor des Museums ernannt. Ortner ist Verfasser zahlreicher Schriften, Aufsätze und Artikel in historischen und militärhistorischen Publikationen, gefragter Vortragender auf nationalen und internationalen Konferenzen sowie geschätzter Interviewpartner diverser Fernseh- und Hörfunkproduktionen im In- und Ausland.

Seine besondere Professionalität und sein Leistungswille sind national und international vielfach anerkannt und drücken sich u.a. durch eine Vielzahl von Funktionen aus, die er neben seiner Direktorenschaft ebenso aktiv ausübt (u.a. Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Ordenskunde (ÖGO) Präsident der Dolomitenfreunde, Vorstandsmitglied des Österreichischen Museumsbundes (ÖMB), der Österreichischen Gesellschaft für Heereskunde, des International Committee of Museums and Collections of Arms and Military History (ICOMAM); stellvertretender Vorsitzender des Militärhistorischen Beirats der Wissenschaftskommission beim Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport, 1. Vizepräsident des Österreichischen Nationalkomitees Blue Shield sowie Mitglied der Österreichischen Kommission für Militärgeschichte (CAHM)).

Wichtigste Publikationen:

- Des Kaisers Rock im Ersten Weltkrieg. Uniformierung und Ausrüstung der k.u.k. Armee von 1914 bis 1918, Verlag Militaria, Wien 2002,

- Mit blankem Säbel. Österreichisch-ungarische Blankwaffen des Zeitraums 1848 bis 1918, Verlag Militaria, Wien 2003,

- Sturmtruppen. Österreichisch-ungarische Sturmformationen und Jagdkommandos im Ersten Weltkrieg. Kampfverfahren, Organisation, Uniformierung und Ausrüstung, Verlag Militaria, Wien 2005

- Die k.k. Landwehr-Gebirgstruppen. Geschichte, Uniformierung und Ausrüstung der österreichischen Gebirgstruppen von 1906 bis 1908, Verlag Militaria, Wien 2006,

- Die österreichisch-ungarische Artillerie von 1867 bis 1918. Technik, Organisation und Kampfverfahren, Verlag Militaria, Wien 2007

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Manfred Litscher
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