• 21.11.2012, 11:43:58
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Tolle Jahresbilanz für Mentoring-Programm CEOs on Wheels

Reger Austausch, erster Job und viele gleichermaßen spannende, erfreuliche, aber auch ernüchternde Erkenntnisse

Utl.: Reger Austausch, erster Job und viele gleichermaßen spannende,
erfreuliche, aber auch ernüchternde Erkenntnisse=

Wien (OTS) - Im Spätherbst 2011 startete das privat initiierte
Projekt CEOs on Wheels. Ziel des Mentoring-Programms war und ist es,
den Erfahrungsaustausch zwischen TopmanagerInnen und Menschen im
Rollstuhl zu ermöglichen und zu fördern, Barrieren im Kopf abzubauen
und Unternehmen zu zeigen, dass Menschen mit einer körperlichen
Behinderung hervorragende Leistungen erbringen können. Elf Paare
haben sich seither gleichermaßen regelmäßig wie rege ausgetauscht.
Begleitet wurde das Projekt durch eine Studie von Heike
Mensi-Klarbach der Abteilung Gender und Diversitätsmanagement an der
WU Wien.

Dienstagabend lud CEOs on Wheels Initiator Michael Sicher, gemeinsam
mit den Österreichischen Lotterien, zu einer Zwischenbilanz nach
einem Jahr Mentoring und präsentierte durchaus ambitionierte Pläne
für die Zukunft. "Es ist ein sehr gutes Gefühl zu sehen, wie
engagiert MentorInnen und Mentees in dieses Projekt gegangen und viel
für sich persönlich mitnehmen konnten", resümiert Sicher. "Ganz
besonders freut es mich, dass alle Teilnehmer übereinstimmend
berichten, dass gewisse Anfangs im Kopf vorhandene Barrieren, sehr
rasch verschwunden sind." Das war letztlich auch die Intention des
Projektes.

Sehr aufschlussreich, wenngleich nicht nur positiv, sind die
Ergebnisse der Studie ausgefallen, mit der das Projekt begleitet
wurde. "Die MentorInnen geben an, nach anfänglichen Berührungsängsten
im Rahmen des Programms gelernt zu haben, mit Menschen im Rollstuhl
umgehen zu können und dabei in erster Linie den Mensch mit seinen
Qualitäten zu sehen, nicht etwa die körperliche Behinderung der
Person", heißt es darin. Es würden derartige Erkenntnisse aber in den
Unternehmen zu wenig greifen. Die Anstellung von Menschen mit
Behinderung würde zu sehr als eine "soziale Leistung des
Unternehmens" gesehen, anstatt dass das Potenzial dieser Menschen als
solches als Bereicherung gesehen würde.

Neben den Gastgebern Michael Sicher und Bettina Glatz-Kremnser,
Vorstandsdirektorin der Österreichischen Lotterien und den
Mentoring-Paaren, waren auch einige der teilnehmenden Managerinnen
und Manager ins Studio 44 gekommen, darunter Sigrid Oblak,
Geschäftsführerin der Wien Holding, Ursula Simacek, Geschäftsführerin
von Simacek Facility Management, Klaus Pekarek, Generaldirektor der
Raiffeisen Versicherung und Rudolf Kemler, ÖIAG-Vorstand. Moderiert
wurde der Abend samt angeregter Diskussion von Freya Schumann. Eines
der Highlights war, gleich zu Beginn des Abends, eine Performance von
Vera Rebl und Cornelia Scheuer von DanceAbility, einer Organisation,
die den Tanz von Menschen mit und ohne Behinderung fördert und
zuletzt beim ImpulsTanz Festival mit Workshops Furore machte.

CEOs on Wheels Initiator Michael Sicher begnügte sich freilich nicht
damit, Bilanz zu ziehen, sondern präsentiert auch einige Neuerungen
und weitere Pläne. So hat er zwischenzeitlich als Trägerorganisation
für die weiteren Aktivitäten den Verein "High Rollers" gegründet
(www.highrollers.at) und hofft natürlich auf eine möglichst große
Zahl fördernder Mitglieder. Als StartUp-Sponsoren konnte er bereits
Wien Holding und Raiffaisen Versicherung (Gold-Partner) und Simacek
Facility Management gewinnen (Silber-Partner). Und er hat auch schon
die zweite Runde von CEOs on Wheels in Aussicht gestellt. Erste
Interessenten dafür haben sich bereits gemeldet, weitere, vor allem
auf Mentorenseite, sind natürlich herzlich willkommen. Gegenüber der
ersten Runde wird das Programm auch um eine Reihe von Workshops
erweitert. Auch Mentees können sich bereits für die nächste Runde
bewerben.

Weitere Informationen, die Studie sowie Fotos der
Abschlussveranstaltung und weiteres Bildmaterial aus einem Jahr CEOs
on Wheels finden Sie auf www.ceosonwheels.at, Informationen zu High
Rollers - Verein zur Kommunikation der Leistungsfähigkeit von
Menschen im Rollstuhl auf www.highrollers.at.

Die Idee findet bei jenen, die sie kennen, sehr großen Anklang.
Natürlich aber kennen Sie noch viel zu wenige Menschen. In diesem
Sinne darf ich Sie, sehr geehrte Journalistinnen und Journalisten
herzlich ersuchen, diese Informationen weiter zu tragen.
Vielen Dank!
Mag. Michael Sicher, MSc

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