- 20.11.2012, 19:00:37
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4. Vorarlberger Kinderrechtepreis überreicht
Zehn Preisträger in fünf Kategorien
Utl.: Zehn Preisträger in fünf Kategorien=
Rankweil (OTS/VLK) - Die Initiative Kinder in die Mitte und der
Kinder- und Jugendanwalt des Landes haben heute, Dienstag (20.
November) den 4. Vorarlberger Kinderrechtepreis überreicht. Insgesamt
zehn Projekte in fünf Kategorien wurden ausgezeichnet. "Es ist
wichtig, dass wir uns gemeinsam für das Wohl der Kinder und
Jugendlichen, für ihren Schutz und ihre besonderen Rechte einsetzen",
sagte Landeshauptmann Markus Wallner bei der Preisverleihung in
Rankweil.
"Kinderschutz und Kinderrechte haben einen hohen Stellenwert",
betonte Wallner. Er verwies dabei auch auf die Vorarlberger
Landesverfassung, die sich ausdrücklich auf die
Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen beruft. Vorarlberg war
nach Oberösterreich (2001) das zweite Bundesland, das die
UN-Kinderrechtskonvention in die Landesverfassung aufgenommen hat
(2004). "Auch die Einrichtung eines Vorarlberger Kompetenzzentrums
für Kinderschutzfragen ist ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der
Kinderrechte", sagte der Landeshauptmann.
Mit dem Vorarlberger Kinderrechtepreis werden präventive und
Schutz bietende Projekte und Initiativen, die den besonderen
Stellenwert von Kindern und Jugendlichen in den Vordergrund rücken,
gewürdigt. "Besonders wichtig dabei ist uns, dass Kinder und
Jugendliche daran selbst aktiv beteiligt sind", erläuterte
Landesrätin Greti Schmid. "Die Vorarlberger Gemeinden begrüßen diese
Initiative ausdrücklich. Die vielen Einreichungen bieten einen
wertvollen Fundus an "best-practice-Beispielen", die durchaus zur
Nachahmung empfohlen werden können", sagte Gemeindeverbandspräsident
Harald Sonderegger.
"Kinderrechte sind die Grundlage dafür, dass es Kindern gut geht.
Beim Vorarlberger Kinderrechtepreis sollen viele positive Beispiele
aus unserem Land sichtbar gemacht werden", so Kinder- und
Jugendanwalt Michael Rauch.
Der Preis wird alle zwei Jahre vergeben und ist mit insgesamt
5.000 Euro dotiert. Die Jury, bestehend aus sechs Jugendlichen
zwischen 13 und 19 Jahren und zwei Erwachsenen, hat aus 41
eingereichten Projekten ausgewählt. Die Jurymitglieder bewerteten die
Projekte anhand folgender Kriterien:
- Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an der Planung und
Durchführung des Projekts
- Bezug des Projekts zu den Kinderrechten
- Auswirkungen des Projekts auf die Kinder/Jugendlichen
- Nachahmungswert des Projekts
Preisträger 2012
Kategorie Verein, Institution maxi:
Kinderrechte-Skulptur (aqua mühle frastanz): Im Rahmen des neuen
Kinderspielplatzes in der Achsiedlung entstand in der aqua mühle
frastanz die Idee, mit Jugendlichen eine Skulptur zum Thema
Kinderrechte zu entwerfen und zu bauen. Diese Skulptur steht für vier
verschiedene Grundrechte und wurde vor dem Tag der Kinderrechte
feierlich an die VOGEWOSI übergeben. Immer noch ist sie ein tägliches
starkes Zeichen für die Rechte von Kindern.
Welt-Down-Syndrom-Tag (AG Down-Syndrom Vorarlberg): Im Rahmen des
Welt-Down-Syndrom-Tags hat der Selbsthilfeverein AG Down-Syndrom
Vorarlberg in der Kaiserstraße in Bregenz einen kleinen Markt
aufgebaut. Dort wurde mit vielen Publikumsmagneten über Anliegen und
Bedürfnisse von Menschen mit Trisomie 21 informiert. Den Kindern und
Jugendlichen mit Downsyndrom hat die Mithilfe große Freude gemacht,
einen Tag lang standen sie im Mittelpunkt.
Kategorie Verein, Institution mini:
Klick clever - be safe (OJA Feldkirch): Das Thema "Soziale Netzwerke
im Internet" und deren Gefahren wie offene Daten oder Cyber-Mobbing
bearbeitete die Offene Jugendarbeit Feldkirch (OJAF) mit dem
Koordinationsbüro für Offene Jugendarbeit und Entwicklung (koje).
Bei Kreativ- und Outdoor-Workshops wurde "am eigenen Leib spürbar"
Wissen über diese Themen vermittelt.
Unterstützung beim Spielefest Hittisau (Integration Vorarlberg):
Anlässlich des Weltspieltags war es dem Verein Integration Vorarlberg
ein Anliegen, auch Kindern mit Behinderung die Teilnahme an einem
Spielefest in Hittisau zu ermöglichen. Gesucht und gefunden wurden
engagierte Jugendliche, die vor Ort eine "persönliche Assistenz"
anboten. Sie ermöglichten, dass wirklich ALLE Kinder selbständig -
ohne die übliche Hilfe der Eltern - teilnehmen konnten.
Kategorie Gemeinde, Stadt
Jugendcontainer (Marktgemeinde Wolfurt): Auch in der Marktgemeinde
Wolfurt wurden Nutzungskonflikte eines Spiel- und Freiraums zwischen
Kindern und Jugendlichen kreativ gelöst. Unterstützt von
PädagogInnen, Eltern und Jugendverantwortlichen, bauten Jugendliche
einen Container zu ihrem Freiluftwohnzimmer samt Dachterrasse um.
Auch beim Fußballplatz wurden gemeinsam gute Lösungen gefunden.
Siedlung Schwefelquelle (Amt der Stadt Dornbirn, Kinderbeteiligung):
In der Siedlung Schwefelquelle löste die Stadt Dornbirn einen
Konflikt zwischen spielenden Kindern und weiteren Anwohnern auf
besondere Art. In mehreren Treffen mit Kindern, Jugendlichen aber
auch mit Firmenchefs, Pächter und Hausverwaltern wurden die
Möglichkeiten zur Verbesserung gemeinsam erarbeitet. Jetzt sind Teile
von Parkplätzen und einer Wiese offiziell für Spielen & mehr erlaubt.
Kategorie Kinderbetreuung, Kindergarten, Schule
Kinderrechte (Schulheim Mäder): Die Landessonderschule Mäder hat sich
sehr intensiv im Unterricht mit den Kinderrechten befasst und auch
andere Kinder in Form eines Schulbesuchs informiert. Für ihr
Engagement wurden die SchülerInnen bereits von der UNICEF-Österreich
als JuniorbotschafterInnen ausgezeichnet.
Pausenpaten (VS Lauterach-Unterfeld mit angeschl. ASO): Auf dem
Schulhof der Volksschule Unterfeld in Lauterach verbringen Kinder mit
und ohne Behinderung gemeinsam ihre Pausen. Um Missverständnisse zu
vermeiden und den Kontakt zu fördern, wurde das Projekt Pausenpaten
in die Welt gerufen, bei der sich Kinder der Volksschulklasse ein
Jahr lang mit einem Kind der sonderpädagogischen Schule beschäftigt.
Kategorie Private Initiative, Ehrenamtliche
No Exit? (fluh groovaloos!): The English Musical Company "fluh
groovaloos" hat mit "No Exit?" bereits ihr viertes Stück produziert,
inhaltlicher Schwerpunkt war diesmal das Thema Mobbing. In Texten und
Songs wurden Probleme mit denen Jugend und Eltern konfrontiert sind,
aufgegriffen.
Papakontakt (Markus Vallaster): Herr Markus Vallaster setzt sich in
Kooperation mit verschiedenen Initiativen und mittels
unterschiedlicher Medien für den unzerstörbaren Kontakt zwischen
Vätern und Kindern ein. Sein Anliegen ist die Gleichstellung beider
Eltern im Familienrecht.
Weitere Informationen unter www.vorarlberg.at/kinderindiemitte
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